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  • 24.10.2021 · 20:23

  • von Chris Lugert, Co-Autor: Adam Cooper

Carlos Sainz: Fahrer müssen sich an Rekordsaison 2022 anpassen

Der Rekordkalender der Formel 1 für 2022 ist weiterhin Gesprächsthema, Carlos Sainz erwartet eine spezielle Vorbereitung der Fahrer

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Kalender für die Saison 2022 hat historische Dimensionen erreicht. Nachdem die Rekordzahl von 23 Rennen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden konnte und die Saison nach "nur" 22 Rennen endet, soll es nächstes Jahr soweit sein.

Carlos Sainz

Carlos Sainz will sich auf die Mammutsaison 2022 speziell vorbereiten Zoom

Über die Belastung für die Teammitglieder wurde bereits viel diskutiert, die Meinungen gehen auseinander. Ferrari-Pilot Carlos Sainz stellt klar, dass das kommende Jahr auch für die Fahrer eine Herausforderung werden wird.

"Es ist kein Geheimnis, dass es die anspruchsvollste Saison in der Formel-1-Geschichte werden wird. Und als Fahrer müssen wir uns daran anpassen, um sicherzustellen, dass wir immer auf dem höchsten Energielevel sind, damit wir am Jahresende frisch sind, wenn die Back-to-Back-Rennen starten und die Reisestrapazen beginnen", sagt Sainz.

Saisonfinale 2021 "nicht effizient"

Er werde "mit meinen Leuten zu Hause einen Plan ausarbeiten, um in der zweiten Saisonhälfte so frisch wie möglich zu sein", stellt er klar.


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Einen Vorgeschmack auf die Anforderungen 2022 erhalten die Fahrer bereits in den kommenden Wochen. Einschließlich des Wochenendes in Austin werden die finalen sechs Rennen binnen acht Wochen ausgetragen, vor allem der Tripleheader im November mit Mexiko, Brasilien und Katar wird zur Belastungsprobe.

"Es ist schade, dass wir wegen Corona nicht Austin und Mexiko als Back-to-Back machen können, das wäre für alle einfacher gewesen", sagt der Spanier. Stattdessen liegt zwischen den beiden Rennen ein freies Wochenende - mit gravierenden Folgen. Denn der Trip von Brasilien direkt nach Katar sorgt nicht gerade für Freudensprünge.

Gasly: Letzte Rennen 2021 werden "brutal"

"Es ist schade, dass wir direkt von Brasilien nach Katar müssen. Damit meine ich nicht die Reihenfolge, sondern den Fakt, dass es back-to-back ist. Das ist nicht sehr effizient", stellt er klar. Er hoffe, dass es mit dem neuen Kalender anders sein werde.

Dieser sieht am Saisonende aber eine ähnliche Situation vor. Katar wird 2022 aufgrund der Fußball-WM zwar nicht Teil des Kalenders sein, aber von der vorletzten Station in Brasilien geht es dann ebenfalls sofort zum Saisonfinale nach Abu Dhabi. Immerhin sind das (noch nicht final bestätigte) Rennen in Austin sowie Mexiko dann wieder als Back-to-Back-Veranstaltung vorgesehen.


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Die kompletten Ergebnisse der bisher größten Fanumfrage in der Geschichte der Formel 1 gibt's unter f1-global-fan-survey.motorsport.com. Weitere Formel-1-Videos

AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly blickt bereits mit Grauen auf die letzten Rennen in diesem Jahr. "Es wird brutal werden", ist der Franzose überzeugt und meint damit ebenfalls den ungewöhnlichen Doubleheader.

Steiner "spürt" mehr Rennen

"Besonders von Brasilien nach Katar wird sehr hart. 20 Rennen sind dann bereits rum, man hat einen riesigen Zeitunterschied, ist auf zwei verschiedenen Kontinenten und das dann in der dritten Woche nacheinander", blickt er voraus. Er werde sich "physisch darauf vorbereiten".

Haas-Teamchef Günther Steiner gibt derweil zu, dass er die Veränderungen im Kalender der vergangenen Jahre und die immer mehr Rennen "spüren" könne. "Aber man versucht einfach, immer sein Bestes zu geben und es so gut wie möglich mit dem Familien- und Arbeitsleben zu vereinbaren", sagt der Südtiroler.


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Beschweren will er sich über die Zahl der Rennen und den Kalender nicht. "Ich bin glücklich, hier zu sein. Ich mag, was ich tue. Das hilft sehr", sagt er: "Und ich glaube, viele Leute in der Formel 1 mögen, was sie tun."

Steiner: Burnout ist eine Gefahr

Allerdings gibt er zu, dass es für ihn selbst wichtig sei, Ruhepausen zu finden und gelegentlich Abstand von der Formel 1 zu bekommen. Die Gefahr einer Überbelastung oder eines Burnouts sei durchaus gegeben.

"Wir müssen uns immer wieder sagen: 'Okay, ich muss mir ein bisschen Zeit für mich selbst nehmen', damit man nicht ausbrennt. Man muss den Moment kennen, in dem man ausgebrannt ist, damit man vorher aufhört. Das ist manchmal schwierig, und man hat keine Chance dazu", erklärt er.

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