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Button: "Ich kenne Lewis' Optionen nicht"

Jenson Button erkennt bei Lewis Hamilton keinen Drang für einen Teamwechsel und geht davon aus, dass dieser auch 2013 sein Teamkollege bei McLaren sein wird

(Motorsport-Total.com) - Noch ist die Zukunft von Lewis Hamilton nicht offiziell in trockenen Tüchern. Vieles deutet aber darauf hin, dass der Weltmeister von 2008 auch in der kommenden Saison für McLaren ins Lenkrad greift. Teamchef Martin Whitmarsh hielt kürzlich fest, dass man "kurz vor einer Einigung" stehe. Die noch zu klärenden Details drehen sich dem Vernehmen nach wie nicht selten ums Geld und in diesem speziellen Fall um die Frage, was mit den Siegertrophäen passiert. McLaren reißt sich die Pokale seiner siegreichen Piloten seit jeher unter den Nagel, Hamilton hingegen pocht darauf, diese behalten zu dürfen.

Lewis Hamilton, Jenson Button

Noch ist es nicht offiziell, doch das McLaren-Gespann dürfte intakt bleiben

Die Optionen für einen Teamwechsel gehen Hamilton ohnehin aus. Bei Red Bull sind Sebastian Vettel und Mark Webber für die Saison 2013 gesetzt. Bei Lotus gilt es ebenfalls als sehr wahrscheinlich, dass man mit Kimi Räikkönen und Romain Grosjean weitermacht. Aus den Reihen der Topteams - und nichts anderes kommt für Hamilton in Frage - blieben somit nur noch Ferrari und Mercedes übrig. In beiden Fällen ist eines der beiden Cockpits für die kommende Saison noch nicht endgültig vergeben, sowohl Felipe Massa als auch Michael Schumacher erhielten von ihren jeweiligen Arbeitgebern aber Rückendeckung, was einen Verbleib im Team angeht.

So geht auch Jenson Button davon aus, dass Hamilton für mindestens eine weitere Saison sein McLaren-Teamkollege bleiben wird. "Ich kenne seine Optionen nicht, aber Lewis begann seine Formel-1-Karriere bei einem Team, das ihm die Möglichkeit eröffnete, Rennen und Weltmeisterschaften zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass er bleiben wird", so der Brite gegenüber 'TotalRace'.


Fotos: Großer Preis von Belgien, Pre-Events


"Hier hat er die Chance, in jedem Jahr um Siege zu fahren", stellt Button heraus und fügt hinzu: "Woanders hin zu gehen und ein Siegerteam aufzubauen ist sehr schwierig." Button selbst kam über die Stationen Williams, Benetton/Renault und BAR/Honda zu McLaren. Einen solchen Wechselwillen kann er bei Hamilton aber nicht erkennen: "Einige Fahrer so wie ich brauchen hin und wieder eine Veränderung. Wenn du aber einmal in einem Team wie diesem angelangt bist, schaust du nicht zurück." Die Verbindung Hamiltons zu McLaren besteht bereits seit dem Kindesalter.

Anders als in der Saison 2011 hat Hamilton in diesem Jahr teamintern die Nase vorn. Vor dem Grand Prix von Belgien an diesem Wochenende belegt der zweifache Saisonsieger mit 47 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Fernando Alonso (Ferrari) Rang vier. Button, der nach starkem Saisonbeginn bis in den Sommer hinein den Faden verlor, liegt mit 88 Zählern Rückstand auf Alonso nur auf Rang sieben.

Mangels realistischer eigener Chancen auf den WM-Titel wird sich der Champion von 2009 in der zweiten Saisonhälfte ganz in den Dienst des Teams stellen. Davon, dass er Hamilton den Vortritt lassen wird, will Button aber nichts wissen. "Ich bin ein Teamplayer und für das Team ist der Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft sehr wichtig. Das ist eines unser größten Ziele in diesem Jahr", sagt er und weicht damit der Frage nach einer teaminternen Hackordnung bei den ausstehenden neun Saisonläufen aus. Bei den Konstrukteuren hat Red Bull derzeit mit 53 Punkten Vorsprung auf McLaren die Nase vorn. Lotus und Ferrari liegen nur einen beziehungsweise vier Zähler dahinter.

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