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  • 12.10.2015 · 18:04

  • von Dominik Sharaf

Briatore stellt MotoGP über Formel 1: "Das ist noch Sport!"

Der Ex-Teamboss ätzt gegen die neuen Hybridantriebe und beklagt, dass der Fahrer kaum noch eine Rolle spiele - Ein beglückter Romain Grosjean widerspricht

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone schimpft regelmäßig über die neue Generation der Formel-1-Antriebe und auch sein Busenkumpel Flavio Briatore findet keinen Gefallen an V6-Hybridmotoren. Im Gespräch mit 'Sky Sports F1' holt der exzentrische Ex-Teamboss zum Rundumschlag aus und bekundet, dass er lieber Motorsport auf zwei Rädern verfolgen würde als eine deutlich zu technische, angebliche Königsklasse: "Nehmen Sie mal die Motorrad-Szene mit Valentino Rossi", tönt Briatore, "das ist noch Sport!"

Flavio Briatore

Flavio Briatore mag die spritsparende Formel-1-Generation nicht Zoom

Die Drohkulisse eines Red-Bull-Ausstiegs hat den Italiener zu der Überzeugung kommen lassen, dass der Umstieg auf einen maßgeblichen Anteil an Elektroenergie nicht zum Wohle der Formel 1 gewesen ist: "Die Motoren machen sie komplett instabil. Umso mehr diese Dinger kommen, umso geringer wird der Einfluss der Fahrer", beklagt Briatore und ätzt: "Wenn ich schon im Funk höre: 'Sei vorsichtig mit den Reifen, sei vorsichtig wegen des Sprits... Wir nennen es Fahrer-WM, nicht Ingenieurs-WM."

Red Bull hätte WM-Titel mit Renault gewonnen, jetzt sei der Motor an allem schuld, so Briatore weiter. Doch die neue Technik hat auch Fürsprecher. Zu ihnen zählt Lotus-Pilot Romain Grosjean, der der Technologie zwar Anlaufschwierigkeiten unterstellt, sie aber mittlerweile für robust und belastbar hält: "Die Leistung, die wir aus gerade mal 1,6 Litern Hubraum und mit 100 Kilogramm Benzin holen, ist sehr beeindruckend", erklärt der Franzose, der nur den kernigen Sound von früher vermisst.

"Das kann man also verbessern, sicher, aber den Rest, das Fahren an sich, finde ich eigentlich ganz gut. Da können wir uns nicht beschweren", so Grosjean weiter. Sein Sauber-Kollege Felipe Nasr stimmt zu: "Fans und Zuschauer wünschen sich, dass die Autos lauter werden. Auch als Fahrer hat man das Gefühl, dass durch die Einführung der Regeln etwas weggenommen wurde. Ich bin dafür, dass die Motoren lauter werden. Dann hört man nicht mehr, wenn man die Reifen blockiert", sagt der Brasilianer.

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