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  • 01.02.2014 · 13:55

  • von Timo Pape

Booth: Schwer zu sagen, ob gut oder schlecht für die Fans

Nach der harschen Kritik Bernie Ecclestones scheinen einige skeptisch auf die neue Formel 1 zu schauen - Marussia-Teamchef John Booth wagt noch keine Prognose

(Motorsport-Total.com) - Marussia-Teamchef John Booth ist offenbar geteilter Meinung über die "neue" Formel 1. Durch grundlegende Regeländerungen sieht die Königsklasse in diesem Jahr anders aus, als in den vergangenen Jahren. Beispielsweise sorgen die gewöhnungsbedürftigen Nasen der neuen Boliden für jede Menge Gesprächsstoff. Doch nicht nur aus optischen Gründen hagelt es zum Teil Kritik: Die neuen V6-Turbo-Aggregate klingen vollkommen anders als ihre achtzylindrigen Vorgänger - um einiges höher und schwächer auf der Brust.

John Booth

John Booth will mit einer Einschätzung erst einmal bis Melbourne warten Zoom

Erst kürzlich hatte sich Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone zu Wort gemeldet und ordentlich vom Leder gelassen. In den Augen des 83-Jährigen ist der (ehemalige) monströse Sound der Formel 1 ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal, das er als großen Publikumsmagneten bewertet. Nun befürchtet der Zampano, dass die Formel 1 an Attraktivität für die Fans verloren hat, überhaupt noch live zu den Rennen zu kommen. "Die Leute wollen Lärm, etwas Besonderes - genau darum geht es in der Formel 1. Die ganze Sache mit den neuen Motoren ist total absurd", hatte er kürzlich zum Besten gegeben.

Booth hingegen will noch keine endgültige Prognose abgeben, wie die Königsklasse beim australischen Saisonauftakt am 16. März wohl empfangen werden wird, scheint aber skeptisch: "Es ist schwierig vorherzusehen, wie es sich in Melbourne darstellen wird. Es ist nicht mehr lange Zeit, trotzdem wird bis zum Saisonstart noch sehr viel passieren. Mal schauen, wie der Sport dann aussehen wird." Vielleicht gebe es ja noch ein paar Überraschungen, die den Fans Freude bereiten, meint der Marussia-Teamchef. "Schwierig zu sagen, ob das positiv oder negativ ist. Wir müssen es in Melbourne mal abwarten."

Ex-Formel-1-Pilot Taki Inoue begegnet den Veränderungen der Formel 1 in typisch erfrischender Manier. Über seinen Twitter-Account hat er einen Vergleich angestellt, wie sich die Königsklasse im Vergleich zu Videospielen während der vergangenen Jahre entwickelt hat. Zwar vertut sich der Japaner mit der Jahreszahl beim linken Tomb-Raider-Screenshot (1996 statt 2000), dennoch streut er ein wenig Humor in die bitterbösen Worte Ecclestones. Fakt ist: Es gibt Diskussionsbedarf.

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