BMW Sauber F1 Team nur mit Statistenrolle
Nick Heidfeld und Robert Kubica verfehlten auf dem Hungaroring ein Ergebnis unter den besten Zehn - dennoch sei ein Aufwärtstrend erkennbar
(Motorsport-Total.com) - Auch im Rennen war der große Sprung nicht mehr möglich. Nachdem sie von den Positionen 15 respektive 18 gestartet waren, kamen die BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica beim Großen Preis von Ungarn auf den Plätzen elf und 13 ins Ziel.

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Nick Heidfeld kämpfte so gut es ging - doch mehr als Rang elf ging nicht
"Von Startplatz 15 war Platz elf das Beste, was ich heute erreichen konnte", so Heidfeld. "Auf den ersten Metern war mein Start gut, ich konnte mich sofort um ein paar Plätze verbessern. Aber später in der ersten Runde habe ich wieder an Boden verloren. Erst bekam ich einen Schlag von hinten, und später bin ich in Kurve elf außen in den Dreck geraten. Danach hat es eine Weile gedauert, ehe ich Sébastien Buemi überholen konnte, und dann steckte ich gleich wieder im Verkehr fest."#w1#
Das erschwerte eine weitere Orientierung nach vorn. "Aus diesem Grund haben wir entschieden, meinen ersten Boxenstopp um mehrere Runden vorzuziehen", erklärt er. "Das ist grundsätzlich natürlich ein Nachteil, aber angesichts der Verkehrssituation hat es sich dennoch gelohnt, und trotz des vergleichsweise hohen Kraftstoffgewichts war ich nicht schlecht unterwegs. Unterm Strich würde ich sagen, dass wir schneller geworden sind - entsprechend schade ist es, dass wir das nicht in Punkte ummünzen konnten."
"Ich hatte einen wirklich guten Start und eine gute erste Runde", meint Kubica nach dem Rennen. "Dabei ist es mir gelungen, einige Positionen gutzumachen. Wenigstens das ist etwas Positives. Leider hatte ich massives Untersteuern, und meine Vorderreifen bauten sehr stark ab. Nach zehn Runden im jeweiligen Stint waren meine Reifen ziemlich hinüber und ich entsprechend langsam."
Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen rechnete nicht mit Zählern. "Für unser Team war es ein Rennen ohne besondere Vorkommnisse. Beide Piloten konnten am Start Positionen gewinnen und diese auch im Verlauf des Rennens halten. Technisch liefen die Autos einwandfrei, aber nach dem verkorksten Qualifying war auf dieser Strecke nicht mehr zu machen", erklärt er. "Mit einer besseren Ausgangslage wären heute Punkte in Reichweite gewesen. Glückwunsch an McLaren-Mercedes zu einem überzeugenden Sieg. Es ist bemerkenswert, wie schnell sich in dieser Saison die Kräfteverhältnisse ändern."
Willy Rampf, Head of Engineering: "Mit den Startpositionen 15 und 18 geht man natürlich mit limitierten Möglichkeiten ins Rennen. Deshalb haben wir versucht, über die Strategie etwas gutzumachen. Das hat zuerst auch gut geklappt, als beide Piloten gleich am Start Positionen gutmachen konnten. Ab Runde 18 hing Nick dann im Verkehr fest und verlor viel Zeit, deshalb nahmen wir ihn früher als geplant rein. Geholfen hat es letztlich nicht viel. Mehr war heute aufgrund der Startplätze nicht drin."

