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  • 01.02.2013 14:38

Blitzdiät im Dauerstress: Wie der F138 abspeckte

Ferrari-Produktionsleiter Corrado Lanzone über die Schwierigkeit, an mehreren Projekten gleichzeitig zu arbeiten und dabei keines zu vernachlässigen

(Motorsport-Total.com) - Schuften, schuften, schuften. Die Mitarbeiter in den Formel-1-Fabriken haben keine einfache Zeit hinter sich. Schließlich galt es in der jüngsten Vergangenheit, an mehreren Baustellen gleichzeitig den Sparten anzusetzen. 2012 musste bei Ferrari bis zuletzt für den Titelkampf entwickelt, dabei der F138 gestaltet werden - und dann auch noch der Beginn der neuen Turbo-Ära 2014. Produktionsleiter Corrado Lanzone erklärt im Interview, wie sein Team damit umgegangen ist.

Ferrari F138

Ferrari F138: Besonders am Heck hat er einige Pfunde verloren Zoom

Frage: "Corrado, wie sehr hat der Kampf um die WM-Krone 2012 den normalen Produktionszyklus belastet?"
Corrado Lanzose: "Als die Saison in den letzten Zügen lag und wir bis zum Ende um den Titel gekämpft haben, waren wir wirklich sehr beschäftigt damit. Wir haben noch neue Komponenten für die finalen Rennen geliefert. Aber gleichzeitig haben wir auch das neue Auto entwickelt. Wir haben uns große Mühe gegeben und waren wirklich diszipliniert, den Zeitplan einzuhalten, um beide Programme durchzuziehen und nicht eines zugunsten des anderen zu vernachlässigen."

Neuer Ferrari musste abspecken

"Was wir versucht haben, war, den Titelkampf mit dem neuen Projekt zu vereinbaren. Ein Kompromiss war da nicht denkbar. Unsere gute Organisation, die Unterstützung der Mitarbeiter sowie der Zulieferer hat es möglich gemacht, so zu arbeiten, dass wir unsere selbst gesteckten Ziele erreicht haben."

Frage: "Es gibt keine großen Regeländerungen. Welche Teile sind die wichtigsten, wenn es darum geht, das Auto schneller zu machen und was habt ihr verändert?"
Lanzone: "Das ist knifflig. Sind die Regeln stabil, konzentrieren sich alle Ingenieure auf die Gewichtsverteilung und das Gewicht der einzelnen Komponenten. Das macht die Technik, die zur Produktion der Teile eingesetzt wird, kompliziert. Was wir gemacht haben, war Gewichtsreduktion zu betreiben, die Teile kleiner zu gestalten und die Gewichtsverteilung zu verbessern."

Die Uhr tickt für 2014

"Das ist wirklich wichtig zu Beginn des Jahres, weil innerhalb der Saison zwar viel Äußerliches am Auto verändert wird, die Kernkomponenten aber die fast unverändert bleiben. Die Gewichtsverteilung und die schlanke Gestaltung des Autos, ganz speziell im Heckbereich, sowie aerodynamische Komponenten machen insbesondere zu Beginn der Saison viel aus, wenn es um das Handling, die Effizienz und die Leistung des Autos geht."


Fotos: Präsentation des Ferrari F138


Frage: "Für 2014 müsst ihr ein komplett neues Auto entwerfen. Wie sehr hat euch das tagtäglich beeinflusst?"
Lanzone: "Ein interessanter Punkt, weil sich auch hier viele Aktivitäten überlagern. Auf lange Sicht arbeiten wir in der Fabrik am neuen Motor für 2014, aber gleichzeitig auch am Paket für 2013. Unsere Jungs und Zulieferer sind da aber extrem diszipliniert und schaffen es, beides durchzuziehen, ohne etwas zu vernachlässigen. Das ist etwas, was in Sachen Organisation eine schwierige Herausforderung darstellt und viel Mühe kostet."

"Die Zeit spielt da eine wichtige Rolle. Dieses Programm ist auf lange Sicht angelegt, es muss unbedingt im Zeitplan bleiben. Nur so können wir Tests und bestimmte Zeitmarken termingerecht erreichen und es schließlich fristgerecht zu Ende bringen."

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