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Bestzeit für Magnussen: Haas überholt Konkurrenz in der Nachspielzeit

Kevin Magnussen hat sich am zweiten Testtag in Bahrain überraschend noch die Bestzeit geholt: Der Rückkehrer überflügelte alle anderen bei seiner Solo-Fahrt

(Motorsport-Total.com) - Überraschung am Ende des zweiten Formel-1-Testtages in Bahrain: Kevin Magnussen hat sich quasi in der Nachspielzeit noch die Bestzeit des Freitags gesichert und sich um 0,325 Sekunden vor Carlos Sainz (Ferrari) geschoben, der mit Ablauf der regulären Testzeit die schnellste Runde inne hatte.

Kevin Magnussen (Haas VF-22) bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain 2022

Kevin Magnussen fuhr auf leerer Strecke noch zur Bestzeit Zoom

Magnussen durfte jedoch noch eine Stunde dranhängen, weil Haas die unverschuldet verlorene Testzeit vom Donnerstagvormittag wieder aufholen darf. Der Rennstall hatte die ersten vier Stunden verpasst, weil ein Frachtflugzeug aufgrund eines Defektes nicht rechtzeitig in Bahrain war. Dadurch konnte Haas erst mit Verspätung eingreifen.

Die Zusatzzeit hat Magnussen, der heute erstmals wieder im Auto saß, gut genutzt. Mit 1:33.207 Minuten fuhr er die bislang schnellste Zeit der Testwoche, und das auf den C4-Reifen. Allerdings gelten die kühleren Bedingungen am Abend als Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die um 19 Uhr Ortszeit aufhören musste.

Die reguläre Session hatte Magnussen auf dem neunten Platz beendet.

Probleme für Mick Schumacher

"Es war schön, wieder zurück in einem Formel-1-Auto und zurück beim Team zu sein", strahlt der Däne, der heute 60 Runden abspulen konnte. "Ich denke, es lief richtig gut. Wir hatten einen guten Testtag. Ich habe die ersten paar Runs damit verbracht, wieder zurück auf Speed zu kommen, ansonsten hat es sich aber angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen."

Zunächst musste Magnussen aber auf seinen Einsatz warten, denn Haas war verspätet in den Nachmittag gestartet, nachdem Mick Schumacher am Vormittag ein Problem mit dem Auspuff hatte. Der Deutsche kam heute nur auf 23 Runden und musste sich mit Platz zwölf (+4,639 Sekunden) begnügen.

"Es gab leider ein paar Dinge, die dazu führten, dass wir nicht so viel fahren konnten, wie wir wollten", sagt Schumacher. "Nichtsdestotrotz haben wir mehr gelernt, was immer positiv ist, und ich habe jetzt über 100 Runden in diesem neuen Auto. Ich hoffe, dass es morgen noch ein paar mehr werden, aber wir sind auf einem guten Weg, das Auto besser kennenzulernen."

Drei Zusatzstunden am Samstag

Auch Teamchef Günther Steiner hadert mit den anfänglichen Problemen, freut sich aber, dass Magnussen noch eine gute Session verleben konnte. "Es war ein besserer Tag", sagt er. "Wir gehen in die richtige Richtung, aber leider bleibt uns nur noch ein Tag. Ich wünschte, wir hätten noch drei."


Zumindest darf Haas am morgigen Samstag noch drei weitere Zusatzstunden einlegen. Kevin Magnussen beginnt eine Stunde früher als der Rest, Mick Schumacher darf dann zwei Stunden länger fahren, also bis 21 Uhr Ortszeit.

Vor allem für Magnussen wird die Zusatzzeit ein wenig zur Herausforderung, denn körperlich hat er das Comeback schon an einer Stelle gemerkt: seinem Hals. "Er ist ein bisschen kaputt, aber das war zu erwarten", lacht er. "Morgen wird er noch mehr kaputtgehen, aber hoffentlich bin ich dann nächste Woche ein klein bisschen besser in Form."

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