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Bestes Renault-Ergebnis: Hülkenberg brilliert wieder im Regen

Der Emmericher ergattert trotz (oder wegen) eines Intermediates-Poker Platz fünf beim Heimspiel - Carlos Sainz bleibt nach Zehn-Sekunden-Strafe ohne Punkte

(Motorsport-Total.com) - Wetterkapriolen scheinen wie gemacht zu sein für Nico Hülkenberg: Der Renault-Pilot holte unter widrigen Umständen beim Deutschland-Grand-Prix am Sonntag in Hockenheim den fünften Platz - sein bestes Ergebnis in den Diensten von Renault. "Noch verrücktere Bedingungen wären toll gewesen", sagt er nach dem Rennen, "aber das nehmen wir gerne mit. Wir haben Rang fünf verdient."

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg war an der Renault regelmäßiger Gast, aber erfolgreich Zoom

Dabei hatte es in der ersten Rennhälfte danach ausgesehen, als müsste sich der sechstplatzierte Hülkenberg Haas-Pilot Kevin Magnussen geschlagen geben. Nach seinem Boxenstopp drehte er aber auf: Erst krallte er sich perm Doppel-Überholmanöver vor der Mercedes-Arena Charles Leclerc (Sauber) und Sergio Perez (Force India) auf einen Streich. Dann brillierte Hülkenberg im Regen.

"Es war richtig knifflig und schwierig, das Auto überhaupt auf der Bahn zu halten", sagt er über die Runden, in denen er auf Trockenreifen über die nasse Bahn rutschte, "aber sowas macht mir Spaß." Wie 2010 bei seiner Pole-Position in Brasilien meisterte Hülkenberg die schwierigen Verhältnisse und wurde kurz darauf von Renault an der Box mit Intermediates ausgestattet - für vier Runden.

Teamchef Cyril Abiteboul spricht von "exzellenter Arbeit" und bezeichnet die Entscheidung als "richtig", obwohl das Team in der von Sebastian Vettel ausgelösten Safety-Car-Phase für einen Schlusssprint zurück auf Ultrasoft ging - da es für Intermediates zu trocken war. Weil den meisten anderen Mittelfeldteams der gleiche Fauxpas passierte, wirkte sich der dritte Stopp nicht aus.

Teamkollege Carlos Sainz hingegen kam die Safety-Car-Phase teuer zu stehen: Der Spanier, der nur eine Runde vor der Neutralisation Intermediates abgeholt hatte, überholte regelwidrig unter Gelb, als er an einer ganzen Reihe von Konkurrenten und dem Safety-Car vorbeiflog, anstatt sich einzusortieren. Er bekam nach dem Rennen eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt, die ihn vom zehnten auf den zwölften Rang zurückwarf. "Es ist eine Enttäuschung, aber ich muss mir noch genau ansehen, was da passiert ist", so Sainz.

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