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Bernie Ecclestone: Jochen Rindt wollte Weltmeister werden

Lieber tot und Weltmeister als am Leben und zu langsam: Bernie Ecclestone erinnert sich an die Vertragsverhandlungen mit Brabham und Lotus im Jahr 1968

(Motorsport-Total.com) - In der Karriere von Jochen Rindt spielt ein Mann eine entscheidende Rolle, der in der Formel 1 bis vor kurzem noch die Fäden gezogen hat: Bernie Ecclestone. Der damals 38-Jährige verhandelte Ende 1968 jenen verhängnisvollen Deal, der seinen engen Freund aus Österreich zum Lotus-Team von Colin Chapman brachte.

Ecclestone und Rindt hatten sich Anfang der 1960er-Jahre kennengelernt: "Das war, als er Cooper gefahren ist, für Roy Salvadori. Roy und ich waren gute Freunde", erinnert sich der langjährige Formel-1-Boss im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Mit Salvadori hatte er schon geschäftlich zu tun gehabt, als er noch Gebrauchtwagenhändler in London war.

Danach gingen Ecclestone und Rindt, ein eingeschweißtes Duo, erstmals zu Lotus: "Wir haben das Formel-2-Team von Colin Chapman gemeinsam übernommen und geleitet. Das war der Anfang unserer Partnerschaft. Wir haben verschiedene Dinge zusammen gemacht. Ich habe nur gute Erinnerungen an Jochen."

"Ich habe mich um die Deals gekümmert, er ist gefahren", erklärt er und erzählt eine Anekdote: "Ich habe immer zu ihm gesagt: Steig nicht in dieses Auto, solange du nicht das Startgeld hast. Dann kam er mit dem Startgeld zu meinem Haus, manchmal um 3:00 Uhr morgens, und wir haben das Startgeld aufgeteilt."

Ende der Saison 1968 - Rindt war inzwischen in der Formel 1 angekommen - standen die beiden vor einer wichtigen Entscheidung: bei Brabham bleiben, in einem möglicherweise zu langsamen Auto, oder zu Lotus wechseln. Lotus-Eigentümer Colin Chapman war für seinen Erfindergeist bekannt. Allerdings galten seine Autos als unsicher.


Jochen-Rindt-Doku (ORF)

"Wir hätten zu Brabham gehen können. Das war noch vor meiner Zeit bei Brabham", erinnert sich Ecclestone, der bei Brabham erst Jahre später Teamchef wurde. "Es wären 30.000 Pfund pro Jahr gewesen. Dann haben wir verhandelt und gezerrt, und letztendlich bekam ich aus Colin 32.000 raus."

Damit stand die Entscheidung fest. "Ich habe zu Jochen gesagt: Wenn du Weltmeister werden willst, sind deine Chancen bei Lotus größer als bei Brabham. Aber der Brabham ist viel sicherer", erinnert sich Ecclestone.

"Er wollte Weltmeister werden."

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