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Barcelona: Pirelli rechnet mit unterschiedlichen Strategien

Pirelli bringt in Barcelona erstmals gemeinsam die Mischungen Soft und Hard - Die Erkenntnisse von den Tests sollten den Teams nur bedingt helfen

(Motorsport-Total.com) - In Barcelona wartet Pirelli mit einer Saisonpremiere auf: Erstmals kommen 2012 die Mischung Soft und Hard gemeinsam zum Einsatz. Der Kurs in Montmelo gilt aufgrund der langgezogenen Rechtskurven vor allem für den linken Vorderreifen als besonders anspruchsvoll, doch auch die Hinterreifen müssen enormen Belastungen standhalten - das liegt vor allem an den langsamen Kurven im dritten Sektor, wo die Traktion eine besondere Rolle spielt und Ferrari bei den Testfahrten enorme Probleme hatte.

Jenson Button

Bei den Tests gab es wegen der niedrigen Temperaturen enormen Verschleiß Zoom

Der Asphalt ist rau, die Temperaturen sind meist hoch - eine Kombination, die die Reifen fordert und für einen hohen Abbau sorgt. Die erste Schlüsselstelle ist die langgezogene Kurve 3, die nach rechts geht. Dort wirken 3,9 G auf die Reifen - und zwar über einen längeren Zeitraum. Der zweite entscheidende Punkt ist die Kurve 10, wo die Piloten hart in die Eisen steigen - durch die Verzögerung wirken 5,09 G auf die Gummis.

Die Teams kommen mit dem Circuit de Catalunya nun zum ersten und einzigen Mal in dieser Saison auf eine Strecke, die man bereits von den Testfahrten kennt. Doch Pirellis Motorsportchef Paul Hembery warnt die Teams, dass man sich nur bedingt auf die bei den Versuchsfahrten gewonnenen Daten verlassen darf: "Der Grand Prix von Spanien sollte einen Kontrast zum letzten Wintertest in Barcelona darstellen, wo es wegen der niedrigen Lufttemperatur schwierig war, die Reifen auf die richtige Temperatur zu bringen. Dieses Mal rechnen wir mit wärmerem Wetter, wodurch die Reifen hier einer weiteren Herausforderung standhalten müssen."

Die Gründe für Pirellis Reifenwahl

Doch warum bringt Pirelli nun erstmals gemeinsam die harte und die weiche Reifenmischung und lässt damit die Medium-Mischung aus? "Wir haben diesmal die Mischung Soft und Hard nominiert, um die Performance-Unterschiede in den Vordergrund zu stellen, die für die Teams eine unterschiedliche Herausforderung darstellen und damit den Speed und die Haltbarkeit unserer Produkte ins Schaufenster rücken werden. Diesmal befindet sich erstmals ein ganzer Schritt zwischen unseren Nominierungen. Das sollte es den Teams ermöglichen, mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Reifenstrategien anzutreten, die in Hinblick auf das Ergebnis einen großen Unterschied machen sollten."

Hembery glaubt, dass auch die Tests in Mugello der Spannung zuträglich sein werden: "Viele Teams haben in Mugello ihr Wissen über die Reifenauswahl erweitert und neue Teile getestet, daher rechnen wir mit einem heißumkämpften Spanien-Grand-Prix - und vielleicht sogar mit dem fünften unterschiedlichen Sieger in fünf Rennen."


Pirelli-Testfahrer Jaime Alguersuari kennt den Circuit de Catalunya von den Tests und aus seiner Red-Bull-Ära gut - er weiß, dass die Reifen dort besonders auf dem Prüfstand stehen: "Die Wahl der harten und der weichen Mischung sorgt für viel Spannung, denn der Abbau wird wahrscheinlich hoch sein, und das gibt einem die Möglichkeit, viele Dinge bei der Strategie zu machen."

Die Herausforderungen von Barcelona

Auch er hält die Kurve 3 für die Schlüsselpassage - zumindest für die Reifen: "Kurve 3 beansprucht die Reifen am stärksten, was den Verschleiß angeht. Es handelt sich um eine sehr lange Rechtskurve, die - abhängig von deinem Auto - beinahe voll geht. Es fühlt sich so an, als würde die Kurve nie aufhören, da man beim Fahren den Ausgang nicht sieht."

Alguersuari rät zu einer harten Abstimmung, "bei der das Auto so tief wie möglich liegt, damit man die beste Reaktion von den Reifen erhält. Man benötigt relativ viel Abtrieb, aber am Ende wird es immer ein Kompromiss sein, denn die Runde ist so unterschiedlich. Das ist in Barcelona wirklich die Herausforderung: in jeder Passage der Strecke das Maximum aus dem Auto und aus den Reifen herauszuholen."

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