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Aus der Box aufs Podium: "Echte Achterbahn" für Hamilton

Lewis Hamilton erlebte in Ungarn ein Auf und Ab der Gefühle, durfte sich am Ende aber über einen starken dritten Platz und wichtige Punkte im WM-Kampf freuen

(Motorsport-Total.com) - Für Lewis Hamilton wäre das Rennen auf dem Hungaroring um ein Haar bereits in der dritten Kurve vorbei gewesen. Der WM-Zweite, der aus der Boxengasse starten musste, nachdem sein Team am Samstag Chassis und Getriebe an seinem Silberpfeil gewechselt hatte, war von der nassen Strecke abgekommen, touchierte die Mauer allerdings nur minimal und kam mit einem leicht angeschlagenen Frontflügel davon.

"Oh mein Gott, dieser Dreher war einer der schlimmsten Momente meines Lebens", sagt ein erleichterter Hamilton nach dem Rennen gegenüber 'Sky Sports F1' und ergänzt: "Wenn ich ansonsten kein Glück hatte, dann war das mein Stückchen Glück, das ich gebraucht habe, um noch einmal davonzukommen und weiterzufahren."

"Die vergangenen fünf Rennen waren eine echte Achterbahn, vor allem die vergangenen beiden. Ich bin sehr glücklich, dass ich die vergangenen beiden Rennen sauber beenden konnte", so Hamilton, der sowohl in Deutschland als auch in Ungarn jeweils technische Probleme im Qualifying hatte und die beiden Rennen dadurch von ganz hinten angehen musste.

"Dieser Dreher war einer der schlimmsten Momente meines Lebens." Lewis Hamilton

In Hockenheim war er anschließend noch auf Rang drei gefahren, in Budapest gelang ihm dies nun erneut. "Sich durch das Feld zu kämpfen, ist eines der besten Gefühle, die man überhaupt haben kann. Ganz besonders, wenn man ein Auto hat, mit dem man es schaffen kann. Ich habe es sehr genossen", freut sich der Brite.

Hamilton verkürzt Rückstand

Fast noch wichtiger als Platz drei: Hamilton kam sogar vor Nico Rosberg ins Ziel und machte dadurch in der WM wieder einige Zähler gut. Dabei hatte er vor der ersten Safety-Car-Phase bereits über 30 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen gehabt und es sah danach aus, als ob der 29-Jährige nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun haben würde.


Fotos: Lewis Hamilton, Großer Preis von Ungarn


Doch irgendwie spielte Hamilton an diesem Sonntag fast alles in die Karten. So half ihm nicht nur das Safety-Car, auch Sebastian Vettel, der den Weltmeister von 2008 einige Zeit aufhielt, tat dem Briten mit seinem Dreher einen Gefallen. "Ich sah in jeder Runde, dass er über diesen Randstein fuhr, und dachte mir nur 'Sei vorsichtig!'", erinnert sich Hamilton.

"Besser kann man so was nicht machen." Niki Lauda

"Ich machte es nicht, denn das Wasser spritzte dort hoch. Er machte es aber wieder und flog dann ab. Es war ganz wichtig für mein Rennergebnis, dass ich an ihm vorbeikam", sagt Hamilton und ergänzt: "Es war verrückt. Aber ich habe es genossen, auch wenn die vergangenen zwei Rennen physisch und mental wehgetan haben."

Lob gibt es für seine Vorstellung auch von Niki Lauda, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Mercedes-Teams: "Er kam aus der Box heraus und ist aufs Podium gefahren. Man kann hier nichts Besseres leisten. Mehr war nicht drin. Aber seine Leistung war wirklich perfekt. Er muss die Kirche im Dorf lassen. Besser kann man so was nicht machen", so der 'RTL'-Experte. In der WM liegt Hamilton nur noch elf Zähler hinter Rosberg.

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