• 17.05.2023 16:33

  • von Kevin Hermann, Co-Autor: Adam Cooper

Aston Martin: Bald zu groß, um noch Mercedes-Kunde zu sein?

Aston-Martin-Technikchef Dan Fallows betont, dass man mit der Zusammenarbeit mit Mercedes sehr zufrieden ist und man aktuell nicht plant, ein Werksteam zu werden

(Motorsport-Total.com) - Aston Martin ist in der Formel-1-Saison 2023 nicht nur das beste Kundenteam der Königsklasse, sondern steht aktuell sogar vor seinem Zulieferer, was die Getriebe und Motoren angeht: Mercedes. Bei den großen Fortschritten sowie den Zielen und Ambitionen des Teams, stellt sich jedoch bald die Frage, ob man aus der Mercedes-Partnerschaft hinauswachsen muss, um selbst mehr Freiheiten beim Design zu erhalten.

Titel-Bild zur News: Lance Stroll, Lewis Hamilton

Aktuell steht Aston Martin vor Mercedes in der WM-Wertung Zoom

Eigentümer Lawrence Stroll hatte bereits vor einigen Jahren schon einmal von einem eigenen Aston-Martin-Motor geträumt, doch mit dem neuen Motorenreglement 2026 würde sich theoretisch auch eine andere Option ergeben: Honda. Die Japaner haben ihr Interesse an einer Formel-1-Rückkehr bekundet und mit einer Partnerschaft wäre Aston Martin de facto ein Werksteam, so wie es Red Bull von 2019 bis 2021 auch war.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir bekommen", sagt Aston-Martin-Technikchef Dan Fallows über die Partnerschaft mit Mercedes. "Wir haben natürlich das Getriebe und Teile der Hinterradaufhängung. Und natürlich auch die Antriebseinheit. Damit sind wir sehr zufrieden."

Aston über Mercedes: Keine Wünsche bleiben offen

"Als Ingenieure arbeiten wir natürlich mit den Einschränkungen, die uns zur Verfügung stehen. Und bis jetzt habe ich keinen Grund gefunden, mir etwas anderes zu wünschen als das, was wir von ihnen bekommen haben."

Klingt also nicht danach, dass Aston Martin sich bald von Mercedes verabschieden und sein eigenes Ding machen würde. "Das wäre der Fall, wenn wir in Bereichen, die unsere Leistung einschränken würden, wirklich von ihnen abhängig wären", sagt Fallows darauf genauer angesprochen.

"Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass irgendetwas, das wir von Mercedes bekommen, unsere Leistung einschränkt. Hindert uns irgendetwas davon daran, die Ziele zu erreichen, die wir erreichen wollen? Nein, absolut nicht."


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"Ich denke also, dass wir im Moment sehr zufrieden mit unserer Beziehung sind. Ich denke, das ist der Punkt, an dem wir stehen. Wir haben einen Motorenpartner, mit dem wir im Moment sehr zufrieden sind. Und das ist es, woran wir arbeiten, und wir sind sehr glücklich mit dieser Beziehung."

Honda eine Option? Fallows winkt ab

Der Aston-Martin-Technikchef hat sich daher auch noch keine Gedanken darüber gemacht, wie man zum Beispiel ein eigenes Getriebe entwerfen würde, damit es in der kompletten Chassiskonstruktion aerodynamisch am besten für Aston Martin funktioniert.

"Ich weiß es ehrlich gesagt nicht", sagt er. "Wie bei allem muss man sein Team erweitern, um verschiedene Bereiche abzudecken, an denen man nicht beteiligt ist, aber wie gesagt, im Moment ist das kein Problem für uns. Wir sind sehr zufrieden damit, wo wir stehen."

Kein Wunder, dass Fallows auch von einer möglichen Honda-Partnerschaft für 2026 nichts hält, als er danach gefragt wird: "Ich bin seit etwas mehr als einem Jahr im Team, wir haben eine große Strecke zurückgelegt, und wir sind sehr konzentriert auf das, was wir dieses und nächstes Jahr erreichen wollen."


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"Aus meiner Sicht ist der Aspekt der Powerunit und der Getriebe etwas, mit dem wir sehr zufrieden sind. In vielerlei Hinsicht ist es sehr erfreulich, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss", so Fallows.

"Wir konzentrieren uns auf das, was wir kurzfristig erreichen können, und dann auf das, was wir 2024 erreichen wollen. Wir haben keine Probleme mit dem Mercedes-Aggregat. Ich denke, es ist ein sehr starkes Aggregat. Ich glaube nicht, dass es in irgendeiner Hinsicht einen Nachteil gibt."