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Antriebe in Sotschi: Ferrari gerät beim Turbolader unter Druck

Vettel und Räikkönen haben nach einem erneuten Tausch nur noch Spielraum für ein Update 2017, ehe es Sanktionen hagelt - Vandoorne und McLaren erhalten Strafe

(Motorsport-Total.com) - Die Ferrari-Mannschaft gerät schon zu Beginn des Jahres unter Druck, wenn es um die Nutzung der Antriebskomponenten geht. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ließen vor dem Russland-Grand-Prix in Sotschi - dem vierten von 20 in der Saison 2017 - den dritten Turbolader in ihre SF70H einbauen. Da ab dem fünften Bauteil eine Strafversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze fällig wird, könnte es noch Probleme geben. Schwerer wiegt aber die fehlende Möglichkeit für Updates.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen sollte sich tunlichst keinen Turbodefekt mehr leisten Zoom

Will die Scuderia eine überarbeitete Komponente in den Rennbetrieb bringen, muss sie eine neue aktivieren - selbst wenn die gebrauchten noch einsatzfähig sind. Das geht noch einmal ohne Sanktion und schränkt die möglichen Fortschritte 2017 ein. Wie 'auto motor und sport' berichtet, könnte es sich bei den für Sotschi verbauten Turboladern bereits um eine überarbeitete Version handeln.

Sie soll zuverlässiger sein als der Vorgänger, der im Kundenauto Romain Grosjeans in Australien und bei Räikkönen im Freien Training von Bahrain versagte. Dass der Finne schon den zweiten Verbrennungsmotor und die zweite MGU-H nutzt, ist weniger gravierend, bringt ihm aber einen kleinen Nachteil gegenüber Teamkollege Vettel, der noch mit seinem ersten V6 unterwegs ist.

Strafversetzung um 15 Plätze für Stoffel Vandoorne

Ernster ist die Situation bei McLaren und Partner Honda. Bei Stoffel Vandoorne mussten nach der ersten Session des Freien Trainings in Sotschi wegen eines nicht näher identifizierten Problems am Antrieb sämtliche Teile getauscht werden. Die Zeit reichte nicht aus, um dem dem Problem vor Beginn des zweiten Durchgangs auf die Schliche zu kommen. Da der Belgier in Sotschi bereits auf den vierten Turbo und die vierte MGU-H gesetzt hatte, hagelt es eine Strafversetzung um 15 Plätze.


Fotostrecke: FIA-Fast-Facts Sotschi

Stallgefährte Fernando Alonso kommt bei den beiden besonders gefährdeten Teilen auf die dritte Komponente, was die Lage kaum erfreulicher macht. Ein weiteres Sorgenkind ist Carlos Sainz (Toro Rosso) mit der dritten MGU-H und der dritten MGU-K aus dem Hause Renault. Auch Grosjean sollte sich mit dem dritten Turbolader im Auto kein Rendezvous mit der Defekthexe leisten.

Hintergrund: Wann es Strafen hagelt

Pro Rennsaison und Auto darf ein Team maximal vier Antriebsstränge (fünf Antriebsstränge bei mehr als 20 Grands Prix im Kalender) verwenden, der laut Reglement in sechs Einzellkomponenten (Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-H, MGU-K, Energiespeicher, Einheitselektronik) eingeteilt ist. Diese dürfen beliebig kombiniert werden. Wird eine fünfte Einzelkomponente eingebaut, erfolgt eine Rückversetzung um zehn Plätze. Bei jedem weiteren fünften Einsatz einer Einzelkomponente gibt es eine Rückversetzung um fünf Plätze. Analog dazu wird bei der sechsten und allen weiteren Einzelkomponenten verfahren.

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