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AlphaTauri: Wechsel zu 60-Prozent-Windkanal "großer Vorteil"

AlphaTauri war bislang der einzige Rennstall mit einem 50-Prozent-Windkanal, zieht nun aber zu Red Bull in das 60-Prozent-Modell um - Teamchef Tost: "Großer Vorteil"

(Motorsport-Total.com) - AlphaTauri setzt für 2022 große Hoffnungen auf den Umzug in den Windkanal von Red Bull. Der ehemalige Toro-Rosso-Rennstall war zuletzt der einzige, der noch mit 50-Prozent-Windkanalmodellen gearbeitet hat, wird nun aber zu Schwesterteam Red Bull ins britische Bedford einziehen. Dort sollen die Arbeiten am Auto für 2022 vorangehen.

Sauber-Windkanal

In den Windkanälen wird grundsätzlich mit 60-Prozent-Modellen gearbeitet Zoom

"Es ist ein großer Vorteil, auf das 60-Prozent-Modell zu wechseln", sagt Teamchef Franz Tost zu 'Motorsport-Total.com'. "Es ist natürlich akkurater und versorgt uns hoffentlich mit gültigeren Daten."

Möglich wird der Wechsel durch das neue Handicap-Modell, das die Entwicklung der Aerodynamik für erfolgreichere Teams stärker einschränkt. Dadurch haben beide Red-Bull-Teams die Möglichkeit, zusammen einen Windkanal zu belegen.

Im Team weiß man jedoch, dass der Wechsel auch ein gewisses Risiko mit sich bringt: "Unser Kanal ist ziemlich gut und wir haben ihn gut verstanden", betont Technikchef Jody Egginton. "Ich kann nicht sagen, dass er uns zurückgehalten hat. Aber trotzdem wollte ich auf das 60-Prozent-Modell gehen - und das war die offensichtliche Lösung. Darum haben wir den Schritt gewagt."


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"Es ist eine Herausforderung und nicht ohne Risiko, aber mittelfristig genau das Richtige", so Egginton weiter. "Wir waren die einzigen mit 50 Prozent, und das hat bei mir immer größer werdende Fragezeichen verursacht. Denn wenn man der Letzte ist, der etwas macht, während alle anderen schon einen anderen Weg gegangen sind, dann denkt man, dass etwas dran sein muss."

Der Wechsel in den Windkanal von Red Bull würde diese Fragezeichen verdrängen. AlphaTauri will dadurch noch konkurrenzfähiger sein, vor allem im Hinblick auf das neue Reglement 2022. Tost setzt darauf große Hoffnungen, denn dann wird auch die Budgetgrenze eine große Rolle spielen, durch die die Topteams nicht mehr signifikant mehr Geld ausgeben können.

"Wo wir dann in Sachen Performance stehen, das weiß ich noch nicht, weil dafür viele Dinge auf die bestmögliche Weise zusammengefügt werden müssen", so Tost. "Ich hoffe aber, dass unsere Ingenieure dazu in der Lage sein werden und wir 2022 erfolgreich bestreiten werden."

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