• 10.06.2011 23:33

  • von Dieter Rencken

Alonso: Morgen kann sich alles ändern

Fernando Alonso freut sich über einen guten Vorbereitungstag von Ferrari in Montreal, doch vor allem der Regen könnte ab Samstag wieder alles ändern

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Werden hier die Zonen für den verstellbaren Heckflügel (DRS) passen und für Überholmanöver sorgen?"
Fernando Alonso: "Das sollte in Ordnung sein. Man darf den Flügel zwischen den Kurven zehn und zwölf und auf der Start-Ziel-Geraden benutzen. Im Rennen kann das an beiden Stellen sehr gut funktionieren. Heute konnten wir es ja überall nutzen, nicht nur auf diesen beiden Geraden. Am Sonntag sollte das aber zu mehr Überholmöglichkeiten als in der Vergangenheit führen. Für das DRS ist es wohl einer der besten Kurse überhaupt. Es sollte auch für ein lustiges Rennen für die Zuschauer werden."

Titel-Bild zur News: Fernando Alonso

Alonso weiß, dass die Freitagsbestzeit im Trockenen ohne Aussagekraft ist

Frage: "Wie verlief der Freitag für euch insgesamt?"
Alonso: "Es war ganz gut für uns. Wir haben uns auf die beiden Reifenmischungen konzentriert, den weichen und den superweichen. Am Morgen hatten wir auch ein kleines Aerodynamikprogramm für den Heckflügel. Auf die Zeiten haben wir da nicht geachtet. Es ist schön, wenn man am Ende vorn dabei ist. Aber das ist heute nicht wirklich wichtig. Wir haben auch in Monaco im Training geführt und im Qualifying war Red Bull dann eine Sekunde schneller als wir. Wir wissen, dass wir morgen alles geben müssen. Wir wissen, dass Red Bull stark sein wird. Sie sind wohl auch der Favorit. Zudem ist noch Regen vorhergesagt, vor allem für den Sonntag. Morgen kann sich also alles ändern. Wir sind darauf vorbereitet."

Boxenstopps zwischen zwei und vier

Frage: "Die Bremsen werden hier besonders hart belastet. Habt ihr auch darauf euer Augenmerk gerichtet?"
Alonso: "Ja, wir haben heute ein intensives Bremsenprogramm abgespult. Wir wissen, dass Kanada für die Bremsen wohl der forderndste Kurs ist. Zwei Kühlungsvarianten für die Bremsen haben wir dabei. Felipe und ich erarbeiteten da den besten Kompromiss. Wir müssen nun die Ergebnisse anschauen und das Auto für morgen vorbereiten. Aber alles sieht recht gut aus. Die Reifen kennen wir schon aus Monaco, da wurden wir nicht überrascht. Wir erwarten hier zwei oder drei Stopps im Rennen, aber auch vier wären möglich. Wir haben auch den mittelweichen Reifen getestet, der dann in dieser Form in Valencia kommen soll. Ich fuhr nur fünf Runden damit, aber er fühlte sich gut an."

Frage: "Am Ende des Nachmittags hattest du ein paar kleine Rutscher. Wolltest du zu viel?"
Alonso: "Am Ende der Session pusht man immer etwas mehr. Man fährt dann schon 30 oder 40 Runden auf dem Kurs und versucht etwas näher an die Mauern heranzufahren, etwas mehr über die Randsteine zu fahren. Aber es ist Kanada, hier kann jeder kleine Unfall in der Mauer enden. Die Unfälle, die es hier gab, sind normal. Die Reifen waren da schon etwas runter. Wir wissen, dass es mit den abgefahren Pirellireifen nicht einfach ist zu fahren. Die Strecke in Kanada macht beim Zuschauen sicher viel Spaß, wir haben hier aber auch ein größeres Risiko."