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Alfa Romeo: Sind auf Fehler von anderen Teams angewiesen

Antonio Giovinazzi zeigte in Portimao ein starkes Rennen und schlug beide Aston Martin: Zu Punkten reicht es aus eigener Kraft aber noch nicht

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Antonio Giovinazzi in Portimao eine starke Leistung zeigte, waren Punkte für Alfa Romeo am Wochenende außer Reichweite. Der Italiener hatte sowohl im Qualifying als auch im Rennen Platz zwölf belegt und damit im Grunde alles aus seinem Auto rausgeholt. Trotzdem steht der Rennstall nach drei Grands Prix weiter ohne Zählbares da (zum WM-Stand).

Antonio Giovinazzi

Für Alfa Romeo gab es trotz eines guten Rennens nichts Zählbares Zoom

"Wir schließen die Lücke auf die Jungs vor uns, aber wir brauchen noch etwas mehr", sagt Chefingenieur Xevi Pujolar. "Wenn nichts vor uns passiert, dann ist es wirklich schwierig Punkte zu holen."

Dabei ist der Rennstall 2021 in deutlich besserer Form als noch im Vorjahr. Vor einem Jahr war der Abstand der drei Hinterbänkler Alfa Romeo, Haas und Williams zum Mittelfeld recht groß, in Portimao konnte Giovinazzi jedoch beide Aston Martin und einen AlphaTauri besiegen.

"Das Gute ist: Wir können mit ihnen kämpfen", sagt Pujolar. "Und wenn jemand einen Fehler macht, dann sind wir nah an den Top 10." In Portimao gab es jedoch nur einen Ausfall - und der betraf ausgerechnet Alfas Kimi Räikkönen, der seinem Teamkollegen nach einer Runde ins Auto gefahren war. Ansonsten kamen alle Autos ins Ziel.

"Es fehlt nicht viel"

"Wir hatten gehofft, dass wir etwas mehr mit Alpine kämpfen können, aber sie waren etwas stärker als wir", meint der Chefingenieur. Vielleicht hätte man laut ihm den strauchelnden Carlos Sainz im Ferrari noch bekommen können, wenn das Rennen länger gelaufen wäre. Punkte hätte das aber ebenfalls keine gebracht.


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Laut Pujolar fehlt Alfa Romeo nicht viel, um auf das Mittelfeld aufzuschließen und eine Chance auf Punkte zu haben. "Na klar, wenn man mit Mercedes und Red Bull kämpfen möchte, braucht man eine Menge, aber im Mittelfeld ist alles sehr eng", sagt er. Er weiß, dass eine Zehntelsekunde schon viel ausmachen kann - und das könnte dem Schweizer Team helfen.

"Wir machen gute Fortschritte. Wenn man nah an Q3 kommt und etwas weiter vorne startet, dann wird alles etwas einfacher. Das ist das Ziel", so der Ingenieur. Im Vorjahr habe Alfa Romeo im Vergleich zum Rennen auch durchaus eine gute Qualifying-Pace gehabt. "Aber im Moment sind Qualifying- und Rennpace ziemlich ebenbürtig."

Gute Steigerung von Giovinazzi

Er betont, dass der Rennstall im Grunde bislang auf allen Strecken nah am Mittelfeld dran war. "Wir brauchen daher nur einen weiteren Performance-Schritt. Und dann können wir mit der Gruppe kämpfen, die das Potenzial hat, in die Punkte zu kommen", so Pujolar.

Ein wichtiger Faktor dabei ist auch Giovinazzi, der sich in seinem dritten Jahr befindet und laut dem Spanier in diesem Jahr "sehr gute Leistungen" zeige. "Im vergangenen Jahr hat er schon Anzeichen von Verbesserungen im Qualifying gezeigt. Er ist im Saisonverlauf stärker und stärker geworden. Aber im Rennen hatte ihm noch etwas Pace gefehlt."

"Heute ist er aber ein solides und zuverlässiges Rennen gefahren und hat mit Aston Martin und zu Beginn auch mit [Fernando] Alonso gekämpft", lobt er. "Er macht gute Fortschritte. Im Qualifying hat er einen Schritt gemacht und ist das gesamte Rennen über gut, konstant und solide."

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