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Alfa Romeo: Keine einzige Infektion mit COVID-19 im Team

Frederic Vasseur verrät, wie es der Formel-1-Mannschaft von Alfa Romeo während des Corona-Lockdowns erging - Saisonziel für 2020: "Jede Gelegenheit nutzen"

(Motorsport-Total.com) - Seit dem 25. Mai läuft der Betrieb im Werk von Alfa Romeo in Hinwil (Schweiz) wieder. Der verordnete Corona-Lockdown von 63 Tagen hat seine Spuren hinterlassen, doch Teamchef Frederic Vasseur betont: "Zuerst einmal hat sich keiner aus der Mannschaft mit dem Virus angesteckt. Alle sind gesund. Das ist das Wichtigste."

Antonio Giovinazzi

Antonio Giovinazzi und Teammitglieder von Alfa Romeo beim Trackwalk in Melbourne Zoom

Im Interview mit 'auto motor und sport' verrät er: "Die Auswirkungen auf das Team waren mehr psychologischer Natur. Wir waren bereit, das Rennen in Melbourne zu fahren. Und dann musst du eine Pause von fast drei Monaten verkraften." Der geplante Saisonauftakt Mitte März war wegen eines Corona-Falls gecancelt worden.

Die weltweite Ausbreitung des Virus führte in der Folge zu weiteren Absagen und Verschiebungen, sodass die Saison erst mit reichlich Verspätung am 5. Juli mit dem ersten Rennen in Spielberg beginnen kann. "Es war sicher das erste Mal für jeden von uns, solange weg vom Rennfahren zu sein", resümiert Vasseur die lange Pause.

Weitere Konsequenzen des Stillstands würden sich erst mit der Zeit zeigen, sagt er weiter. "Wichtig war es zunächst, dass alle aus unserem Team sicher waren." So kurz vor dem Start ist die Aufregung nun groß, auch bei Vasseur selbst: "Ich muss zurück ins Fahrerlager. Wir brauchen wieder Rennen. Die Pause war für mich viel zu lange."


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Auch wenn die Saison unter erschwerten Bedingungen und mit weniger Grands Prix als geplant stattfinden wird, ist sein Ziel klar definiert: "Wir wollen besser abschneiden als 2019. Das Mittelfeld wird sehr eng zusammen sein. Wir wissen nicht, wie viele Rennen der Kalender haben wird. Wir werden jede Gelegenheit nutzen müssen."

Als Vorbild dienen "ein paar gute Rennen" aus dem Vorjahr, wie etwa Platz vier und fünf von Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi in Brasilien. "Wenn sich eine goldene Gelegenheit eröffnet, wie zum Beispiel letztes Jahr in Hockenheim oder Sao Paulo, müssen wir zur Stelle sein und abräumen. Jedes Mal", nimmt sich Vasseur vor.

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