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  • 23.11.2017 09:43

Abu-Dhabi-Facts: Alles, was du wissen musst!

Worauf es für die Formel-1-Piloten beim Nachtrennen in Abu Dhabi ankommt und warum Pirelli mehr Reifen mitbringt als sonst, lesen Sie in den Facts zum Finale

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag beginnt mit dem ersten Freien Training der Grand Prix von Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Der Yas Marina Circuit ist 5,554 Kilometer lang und seit 2009 Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Fünfmal war er Austragungsort des Saisonfinals. Den Streckenrekord auf dem von Hermann Tilke designten Kurs hält Sebastian Vettel mit einer Bestzeit von 1:40.279 Minuten, aufgestellt 2009 auf Red Bull-Renault.

Mit dieser Artikelreihe, die 2017 jeden Donnerstag vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts" (eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke) begleitende Informationen. Etwa: Warum ist die Pole-Position kein besonderer Glücksbringer in Abu Dhabi und wer sind die Rekordsieger auf der Strecke?

Für die Antworten jetzt durchklicken!

Reifen

Pirelli nominierte für den letzten Lauf der Formel-1-Saison 2017 die Mischungen P Zero Yellow (soft), P Zero Red (supersoft) sowie P Zero Purple (ultrasoft). Am Dienstag und Mittwoch nach dem Rennen werden die Reifen für die Saison 2018 erstmals getestet.

Der Yas Marina Circuit zeichnet sich durch seinen glatten Asphalt sowie durch vielfältige Kurven aus. Dies und die warmen Witterungsbedingungen machten den Kurs in der Vergangenheit zu einem beliebten Austragungsort für Testfahrten. Die diesjährige Reifennominierung entspricht der des Vorjahres. Doch aufgrund höherer Kurvengeschwindigkeiten, neuer Regularien sowie breiterer Reifen stehen die Chancen gut, dass auch am kommenden Wochenende neue Rundenrekorde aufgestellt werden.

Reifen-Key-Facts

Die Strecke in Abu Dhabi ist hinsichtlich Tempo und Kurven sehr abwechslungsreich. Daher neigen die Teams beim Set-up zu einem Kompromiss mit mittlerem Abtrieb.

Da der Grand Prix am späten Nachmittag beginnt und am Abend endet, fallen die Temperaturen während des Rennens deutlich.

Wie in Brasilien fahren die Piloten gegen den Uhrzeigersinn.

Abrieb und Verschleiß halten sich auf der glatten Oberfläche in Grenzen.

Bei der Vielzahl der Brems- und Beschleunigungsprozesse während einer Runde steht die Traktion im Vordergrund.

Weil das Überholen auf dem Yas Marina Circuit eher schwierig ist, kommt es besonders auf das Qualifying und die Rennstrategie an.

Die Zwei-Stopp-Variante war im vergangenen Jahr die beliebteste Option.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 20.0 psi (Vorderreifen), 19.0 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -3.50 Grad (Vorderreifen), -2.00 Grad (Hinterreifen).

Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Der Grand Prix von Abu Dhabi ist meist ein relativ unkompliziertes Rennen unter konstanten Bedingungen, wenn auch mit einem ungewöhnlichen Rennformat, weil der Start am Nachmittag erfolgt und das Rennen am Abend endet."

"Das Rennen ist nicht zuletzt mit Blick auf die kommende Saison wichtig: Am Donnerstag präsentieren wir im Fahrerlager die gesamte Range der 2018er Formel-1-Reifen, welche die Teams dann am Dienstag und Mittwoch nach dem Grand Prix erstmals testen können. Die einzige Ausnahme bilden die Intermediates und die Regenreifen: Weil es in Abu Dhabi noch nie ein Regenrennen gab, werden wir die neuen Reifen für feuchte und nasse Strecken erst im kommenden Jahr in Aktion sehen."

Strecke & Sicherheit

In den Kurven 8 und 21 wurden zusätzliche TecPro-Barrieren aufgestellt.

DRS-Zonen

Beim Grand Prix von Brasilien gibt es zwei DRS-Zonen. Der Aktivierungspunkt von DRS-Zone 1 liegt 390 Meter nach Kurve 7, der zweite im Scheitelpunkt nach Kurve 10. Ob DRS ausgelöst werden darf, entscheidet sich am einheitlichen Detektionspunkt. Dieser liegt für Zone 1 40 Meter vor Kurve 7 und für Zone 2 50 Meter nach Kurve 9. Beträgt der Rückstand auf das vorfahrende Auto am Detektionspunkt weniger als eine Sekunde, darf DRS aktiviert werden.

Boxengassen-Speedlimit

80 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.


Inside GP Abu Dhabi: Die Strecke im Detail

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FIA-Rennkommissare

Tim Mayer ist der Sohn des ehemaligen McLaren-Teamchefs Teddy Mayer. Zwischen 1992 und 1998 organisierte er IndyCar-Rennen und betätigte sich im Streckenbau, ehe er zu einem der Gründerväter der CART-Serie wurde. Als US-Delegierter der FIA ist er heute für alle WM-Events in seinem Heimatland zuständig. Obendrein mischt er immer noch in der Langstrecken-Rennserie IMSA mit.

Enzo Spano ist Sportpräsident des venezolanischen Automobilverbandes. Spano wurde in Italien geboren, studierte aber in Venezuela Jus. Seit 1991 arbeitet er in verschiedenen Funktionen für den venezolanischen Motorsportverband. Er ist seit 2003 lizenzierter Formel-1-Rennkommissar. Außerdem ist er Mitglied des Motorsport-Weltrats der FIA.

Emanuele Pirro ist fünfmaliger Sieger der 24 Stunden von Le Mans und ehemaliger Formel-1-Fahrer. Neben seinen großen Erfolgen auf der Langstrecke gelangen ihm vergleichbare Siege auch im Tourenwagen. Von 1989 bis 1991 fuhr er selbst in der Formel 1 - zuerst auf Benetton, dann für die Scuderia Italia. Bei Sebastian Vettels erstem WM-Titel in Abu Dhabi 2010 war er zum ersten Mal FIA-Rennkommissar. Seither ist er als solcher regelmäßig im Einsatz.

Der vierte Rennkommissar für Abu Dhabi wird vom nationalen Verband in Abu Dhabi gestellt.

Eine Runde mit Pat Symonds

"Abu Dhabi ist eine interessante Strecke. Es erzeugt keine besonders spannenden Rennen, vor allem weil das Überholen hier sehr schwierig ist - und das selbst mit DRS. Dennoch ist es immer für spektakuläre Rennen gut, dank des Tag-Nacht-Elements und der ungewöhnlichen Umgebung."

"Der Wechsel von Tag zu Nacht stellt kein Problem dar. Weil die Beleuchtung so gut ist, ist das Einzige, was sich ändert, dass die Fahrer keine dunklen Visiere benutzen. Technisch gesehen ändert sich nichts."

"Interessant ist, dass wir diese Nachtrennen ziemlich nah am Äquator abhalten und deshalb keine langen Sonnenuntergänge haben. Der einzige Ort, wo es ein kleines Problem verursacht, ist in Australien, wo die Sonne sehr niedrig steht und die Fahrer blendet. Bei den anderen Austragungsorten ist der Übergang schnell, sodass es kein Problem gibt."


Ferrari-Vorschau Abu Dhabi: Der wichtigste Faktor

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"Das wahre Problem besteht im Temperaturwechsel. Die aktuelle Reifengeneration reagiert noch immer sehr sensibel auf diesen Aspekt. Deshalb hofft man, dass in der zweiten Trainingssession ähnliche Temperaturen herrschen wie im Rennen. Oft ist das aber nicht der Fall. Selbst bei einem normalen Nachmittagsrennen ist es oft anders und bei einem Nachtrennen ist es oft ganz anders. Es macht einen Unterschied."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 15:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr MEZ):
Lewis Hamilton (Mercedes)
Daniel Ricciardo (Red Bull)
Sebastian Vettel (Ferrari)
- - -
Fernando Alonso (McLaren)
Valtteri Bottas (Mercedes)
Max Verstappen (Red Bull)

Freitag, 19:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MEZ):
Maurizio Arrivabene (Ferrari)
Christian Horner (Red Bull)
Toto Wolff (Mercedes)
- - -
Cyril Abiteboul (Renault)
Zak Brown (McLaren)
Mario Isola (Pirelli)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

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