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20 Sekunden mit Ansage: Singapur-Niederlage stachelte Verstappen an

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erzählt, dass Max Verstappen Suzuka von Anfang an mit 20 Sekunden Vorsprung gewinnen wollte - Entschlossen wie nie zuvor

(Motorsport-Total.com) - "Jeder wusste, dass die Siegesserie reißen würde. Trotzdem sind wir sehr frustriert aus Singapur abgereist." Red-Bull-Teamchef Christian Horner gibt zu, dass die Niederlage beim Großen Preis von Singapur dem Team wehgetan hat - und keinem mehr als Max Verstappen. Der hatte schon im Vorfeld einen überlegenen Sieg in Japan angekündigt, wie Horner erklärt.

Titel-Bild zur News: Christian Horner und Max Verstappen bei den Feierlichkeiten zum Konstrukteurstitel

Christian Horner und Max Verstappen bei den Feierlichkeiten zum Konstrukteurstitel Zoom

"Ich habe am Mittwoch mit Max Padel-Tennis gespielt. Er war total aufgeregt und hat mir gesagt: 'Ich will das Rennen mit 20 Sekunden Vorsprung gewinnen.' Und er ist bis auf sieben Zehntelsekunden herangekommen."

19,387 Sekunden waren für Verstappen in diesem Jahr eher durchschnittlich. Allerdings gab es im Rennen auch eine Safety-Car-Phase. Und Horner sagt, es hätten auch mehr als 20 Sekunden sein können, "wenn am Ende nicht die blaue Flagge gewesen wäre".

Wie motiviert Verstappen nach der Singapur-Niederlage war, zeigte er schon im ersten Training, wie Horner sagt: "Das konnte man von der ersten Runde an sehen. Er war auf harten Reifen 1,8 Sekunden schneller als alle anderen. Und alle anderen waren zu diesem Zeitpunkt auf Medium- oder Soft-Reifen unterwegs."

"Er war voll auf das Rennen konzentriert. Es ist eine Strecke, die er liebt und die ihm Spaß macht. Und ich denke, es ist der ultimative Test für die Fahrer hier. Es war also eine hervorragende Leistung. Ich denke, seine Runden im Qualifying, vor allem die letzte, gehören zu den besten Qualifying-Runden aller Zeiten." Verstappen sicherte sich die Poleposition mit einem Vorsprung von 0,581 Sekunden.


Fotos: F1: Grand Prix von Japan (Suzuka) 2023, Sonntag


"Dann hat er das nach einem nicht ganz optimalen Start umgesetzt, einen sehr souveränen Vorsprung herausgefahren und das Rennen kontrolliert."

Vergleiche mit Michael Schumacher werden lauter

Genau das zeichnet Champions aus: dass sie nach Niederlagen wieder aufstehen und sofort zu alter Stärke zurückfinden. Deshalb häufen sich die Vergleiche zwischen Verstappen und den größten Rennfahrern der Geschichte.

Oft fällt dabei der Name Michael Schumacher, der ähnlich entschlossen war. Horner dazu: "Er hat einfach diesen inneren Hunger, diese Entschlossenheit und diese enormen Fähigkeiten. Aber er kanalisiert das und lässt sich nicht von den Feinheiten der Formel 1 ablenken."

"Er ist einfach ein richtiger Rennfahrer. Wenn er nicht in der realen Welt fährt, fährt er in der virtuellen. Und das ist seine Leidenschaft, das will er." Auch Michael Schumacher ging, wenn er nicht gerade testete, am liebsten auf die Kartbahn. Bei Verstappen ist es das Sim-Racing.


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Wäre es da nur logisch, Schumachers Rekorde anzugreifen? "Ich weiß nicht, ob er sich sehr darauf konzentriert. Ich glaube, sie bedeuten ihm sehr viel, wenn er sie erreicht, aber sie diktieren nicht seinen Weg."

"Er ist ein Siegertyp. Er liebt es zu gewinnen. Und diesen Kampfgeist hat man an diesem Wochenende von der ersten Runde im FP1 an gesehen."

Kehrt die Singapur-Schwäche nochmal zurück?

Eine Variable, die Red Bulls Singapur-Schwäche erklären könnte, ist mit dem Suzuka-Sieg endgültig vom Tisch: das Verbot flexibler Unterböden. "Niemand hat wirklich geglaubt, dass der Unterboden das Problem war", versichert Horner.

Damit ist klar, dass die Schwäche streckenspezifisch war. Droht Red Bull so etwas im Laufe der Saison noch einmal? "Das lässt sich nicht vorhersagen. Letztes Jahr war Brasilien plötzlich ein Problem für uns. Jetzt haben wir viele Sprintrennen vor uns, fast jedes zweite Rennen ist ein Sprintrennen.

"Man hat nur eine Session, um das Auto abzustimmen. Das kann sehr viel Druck verursachen." Vor allem, wenn man im ersten Training das Set-up nicht auf den Punkt getroffen hat, es regnet oder die Teams zum falschen Zeitpunkt rausgehen und zum Beispiel in eine Unterbrechung hineinfahren, wie er betont.

"Das könnte ein interessanter Faktor für die nächsten Rennen werden", glaubt Horner. Sicher ist aber auch: Mit einem Max Verstappen in der Form von Suzuka ließe sich einiges kompensieren.

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