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Paul Ricard: Oreca-Dominanz geht weiter

Oreca bestimmt auch den zweiten Tag bei den offiziellen LMS-Testfahrten in Le Castellet: Benziner vor Diesel

(Motorsport-Total.com) - Die schnellsten Runden, die größte Medienaufmerksamkeit: Der zweitägige Test der Le-Mans-Series (LMS) stand ganz im Zeichen von Oreca. Die französische Mannschaft um Teamchef Hugues de Chaunac bereitete sich in Le Castellet auf die neue Saison vor und platzierte sich auf den ersten beiden Plätzen der Zeitenliste. Verkehrte Welt: Der Oreca 01 mit AIM-Benzinermotor war stets schneller als der Kunden-Peugeot 908 HDi FAP.

Soheil Ayari

Benziner in Front: Der Oreca-AIM 01 gab in Le Castellet das Tempo vor Zoom

Wie schon am Sonntag setzte sich Soheil Ayari im Oreca-AIM auch am zweiten und letzten Testtag recht deutlich an die Spitze. Der Franzose war in 1:42.963 Minuten nicht nur schnellster Mann, sondern mit fast 160 Runden am Montag auch sehr fleißig. Der Oreca-Peugeot mit Olivier Panis und Co. konnte am Vormittag ein gutes Tempo zeigen, am Nachmittag schaffte man mit dem Kundendiesel allerdings nur zehn Runden.#w1#

"Mit weicheren Reifen konnte ich viel mehr Druck machen", sagt Oreca-Neuzugang Loïc Duval nach seinem ersten Test im Peugeot. Man hatte es allerdings nicht auf schnelle Runden abgesehen. "Ich gewöhne mich immer mehr an die Schaltzeitpunkte, die Lenkung und die Traktionskontrolle. Am Vormittag hat es 'Klick' gemacht, weil ich plötzlich gewisse Dinge am Auto verstanden habe. Ich kann natürlich noch weiter zulegen. Mein erster Ritt in dem Auto verlief genau wie erwartet."

Ayari, der sich den Oreca 01 mit Andrew Meyrick und Didier André teilte, fasst zusammen: "Wir haben einen guten Job gemacht. Vor allem bezüglich der Reifen haben wir viel ausprobiert und dabei interessante Erkenntnisse gewonnen. Das Auto ist schneller als im Vorjahr. Es geht besser über die Randsteine, die Kurvengeschwindigkeiten sind höher und in den engen Ecken geht es gut. Ich mag solche Sessions wie heute, ich hatte extrem viel Spaß!"

Olivier Panis

Nicolas Lapierre und Olivier Panis fahren den Oreca-Peugeot in Mondrian-Farben Zoom

Die französische Teststrecke bot an beiden Tagen schwierige Bedingungen. Es war sehr kühl im ansonsten oft sonnigen Süden, starker Wind machte die aerodynamische Abstimmung kompliziert. Zu allem Überfluss fielen in der Nachtsession einige Regentropfen und sogar ein paar wenige Schneeflocken, sodass viele Teams die Tests in der Dunkelheit ausließen.

In der großen LMP1-Klasse präsentierte sich Rebellion am Montag erneut sehr stark. Andretti/Jani/Prost (3./1:44.025) legten am Nachmittag erheblich zu, auch das zweite Rebellion-Trio Belicchi/Bouillon/Smith (4./1:44.264) legte ein gutes Tempo auf die Bahn. "Der Lola fühlt sich ähnlich an wie der LMP2-Acura, den ich 2008 fahren durfte", so Marco Andretti nach seinen ersten Runden für das neue Team. "Wir dürfen in Le Mans ein gutes Ergebnis erwarten."

Ähnlich zuversichtlich waren die Stallgefährten. "Der Wagen ist gut balanciert und einfach zu fahren", lobt Guy Smith. Und weiter: "Vor allem der Rebellion-Motor hat mich positiv überrascht." Die neuen Piloten haben sich offenbar schnell zu Teams zusammengefunden. "Mit der Arbeit können wir zufrieden sein. Wir haben noch längst nicht das komplette Potenzial der Autos ausgeschöpft", so Nicolas Prost. Neel Jani fügt hinzu: "Wir haben nun Gewissheit, dass wir mit dem Lola-Rebellion vorne mitfahren können."

Hinter dem Lola-Aston Martin von Signature platzierte sich Nigel Mansell gemeinsam mit seinen Söhnen Greg und Leo im Beechdean-Auto auf Platz sechs. Die britische Mannschaft um den Ex-Formel-1-Weltmeister konnte zwar am Vormittag viel fahren, am Nachmittag kamen jedoch nur noch zwei Runden hinzu. Enttäuschend schnitt die Werksmannschaft von Aston Martin ab. Man platzierte sich mit dem LMP1 nur auf Rang sieben.

Fisichella, Alesi und Vilander werden im Ferrari F430 von AF Corse fahren Zoom

In der LMP2-Klasse konnte Strakka das Tempo vorgeben. Der Acura, der im Vorjahr in den USA in der American Le-Mans-Series (ALMS) kaum zu schlagen war, läuft offenbar auch in Europa hervorragend. Quifel ASM und RML kamen hinter Strakka auf die LMP2-Plätze zwei und drei. Hinter je zwei Fahrzeugen von Racing Box und OAK zeigte sich die deutsche KSM-Mannschaft nach dem Umstieg auf den Judd-Motor noch nicht in Bestform.

In der GT1-Klasse bestimmte Ford das Geschehen. Marc VDS und Matech konnten viele schnelle Runden abspulen. Dahinter gelang Stefan Mücke mit dem DBR9 von Young Driver AMR der Sprung auf Rang vier. In der GT2-Klasse markierte Marco Holzer im Prospeed-Porsche die Bestmarke, Pierre Kaffer im CRS-Ferrari war nicht weit weg, auch Jean Alesi und Giancarlo Fisichella im Ferrari von AF Corse hielten Schritt. "Ich muss viel lernen, weil es ganz anders ist als in der Formel 1", so Fisichella. "Ich habe aber viel Spaß."

Wenig Spaß hatte man am zweiten Tag mit BMW. Die Mannschaft um Uwe Alzen hatte bereits am ersten Tag technische Probleme mit dem M3 GT2. Am Montag fuhr man vormittags für einen kurzen Check auf die Strecke, packte dann aber frühzeitig zusammen. Insgesamt blieb die LMS-Szene am zweiten und letzten Testtag von Zwischenfällen verschont. Trotz der schwierigen Streckenverhältnisse gab es keine Unterbrechungen aufgrund von Unfällen.


Fotos: LMS-Testfahrten in Le Castellet


Die Zeitenliste vom Montag (kombiniert Vor- und Nachmittag):

01. #6 Team Oreca Matmut - Oreca 01 AIM - 1:42.963 Minuten
02. #4 Team Oreca Matmut - Peugeot 908 HDi FAP - 1:43.756
03. #12 Rebellion Racing - Lola B10/60 Rebellion - 1:44.025
04. #13 Rebellion Racing - Lola B10/60 Rebellion - 1:44.264
05. #008 Signature Plus - Lola Aston Martin - 1:44.502
06. #5 Beechdean Mansell Motorsport - Ginetta-Zytek 09S - 1:44.633
07. #009 Aston Martin Racing - Lola Aston Martin - 1:45.342
08. #42 Strakka Racing - HPD Acura ARX01c - 1:46.174
09. #40 Quifel-ASM Team - Ginetta-Zytek 09S - 1:46.548
10. #25 RML - Lola B08/80 HPD - 1:47.313
11. #35 OAK Racing - Pescarolo 01 Judd - 1:49.061
12. #30 Racing Box - Lola B09/80 Judd - 1:49.063
13. #29 Racing Box - Lola B09/80 Judd - 1:49.335
14. #24 OAK Racing - Pescarolo 01 Judd - 1:49.715
15. #41 Team Bruichladdich - Ginetta-Zytek 09S - 1:50.403
16. #39 KSM - Lola B08/47 Judd - 1:52.198
17. #48 Hope Polevision - FLM09 - 1:54.253
18. #44 DAMS - FLM09 - 1:54.432
19. #49 Applewood Seven - FLM09 - 1:55.643
20. #43 DAMS - FLM09 - 1:56.075
21. #46 JMB Racing - FLM09 - 1:56.578
22. #47 Hope Polevision - FLM09 - 1:56.931
23. #70 Marc VDS Racing Team - Ford GT - 1:57.711
24. #61 Matech Competition - Ford GT - 1:58.111
25. #68 Marc VDS Racing Team - Ford GT - 1:58.597
27. #52 Young Driver AMR - Aston Martin DBR9 - 1:58.819
28. #75 Prospeed Competition - Porsche 911 GT3 RSR - 1:59.213
29. #91 CRS Racing - Ferrari F430 GT - 1:59.272
30. #95 AF Corse - Ferrari F430 GT - 1:59.651
31. #96 AF Corse - Ferrari F430 GT - 1:59.754
32. #89 Hankook Team Farnbacher - Ferrari F430 GT - 1:59.865
33. #94 AF Corse - Ferrari F430 GT - 1:59.898
34. #92 JMW Motorsport - Aston Martin V8 Vantage - 1:59.922
35. #77 Team Felbermayr Proton - Porsche 911 GT3 RSR - 1:59.976
36. #76 IMSA Performance Matmut - Porsche 997 GT3 RSR - 2:00.533
37. #87 IMSA Performance Matmut - 2:02.176
38. #90 CRS Racing - Ferrari F430 GT - 2:02.209
39. #78 BMW Team Schnitzer - BMW M3 - ohne Zeit

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