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Technikdefekt: Frijns entlastet bestraften Wittmann nach Kollision

BMW-Ass Marco Wittmann wurde für seine Kollision mit Robin Frijns in Zolder bestraft, doch nun offenbart der Audi-Pilot den eigentlichen Grund für den Crash

(Motorsport-Total.com) - Es war der Aufreger des Sonntags-Rennens der DTM in Zolder: BMW-Pilot Marco Wittmann legte sich bei seiner Aufholjagd im Kampf um Platz fünf mit dem zweikampfstarken Audi-Piloten Robin Frijns an, ehe es krachte: Wittmann schob den Niederländer von der Strecke und kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe, wodurch er am Ende enttäuschender 13. wurde.

Robin Frijns

Robin Frijns' Rennen war nach der Kollision mit Wittmann beendet Zoom

Dass der Deutsche am Funk seine Unschuld beteuert hatte, konnte die Rennkommissare, die diesmal vom von BMW nominierten Dirk Adorf unterstützt wurden, nicht umstimmen. Doch nun wird Wittmann, der durch den enttäuschenden 13. Platz seine DTM-Führung los ist, von "Opfer" Frijns entlastet.

"Ich musste mich in der ersten Kurve gegen ihn verteidigen, bin am Scheitelpunkt aufs Gas gestiegen, aber ich hatte plötzlich keine Leistung mehr", erklärt der Niederländer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com', dass er ein technisches Problem hatte. "Ich konnte nichts tun, und deswegen hat er mich getroffen und mich umgedreht."

So sah Wittmann die Kollision

Marco Wittmann

Marco Wittmann wurde von Robin Frijns Reaktion überrascht Zoom

Das erklärt auch die Sichtweise Wittmann, der von einem Quersteher seines Rivalen spricht. "Wir sind auf die Gerade gekommen, er ist innen gefahren, ich habe außen angebremst und wollte seine Linie kreuzen", offenbart Wittmann seine Strategie, die Kurve außen anzufahren und seinen Rivalen dann innen auszutricksen.


DTM Zolder 2019: Wittmann dreht Frijns raus

Der BMW klar über Untersteuern und sorgt mit seiner Aktion gegen den Audi für eine Safety-Car-Phase Weitere DTM-Videos

"Er ist dann zu schnell hinein, hatte einen Quersteher und ich habe seine Linie gekreuzt. Durch den Quersteher hat er mein Auto erwischt, und ich habe ihn dann klar berührt", schildert Wittmann den Unfallhergang. "Durch seinen Quersteher war sein Dreher vorhersehbar."

Laut eigenen Angaben konnte er die Kollision nicht vermeiden: "Es tut mir natürlich leid für ihn, aber ich konnte in dieser Situation einfach nichts mehr machen." Erst als Wittmann den Zwischenfall nach dem Rennen mit Frijns besprechen wollte, wurde ihm bewusst, wie es zu dessen Quersteher kam.

Wittmann kann Strafe trotzdem nachvollziehen

"Er hat mir gesagt, dass er zu diesem Zeitpunkt eine Leistungsverlust hatte", erzählt der BMW-Pilot. "Er ist nicht einmal böse auf mich. Ich habe mich bei ihm entschuldigt, aber er hat gesagt, dass er ohnehin keinen Vortrieb gehabt habe und dass es schade sei, dass ich eine Strafe dafür bekommen habe."

Dennoch kann Wittmann die Entscheidung der Rennkommissare nachvollziehen: "Ich habe lange über den Funk versucht, den Rennkommissaren meine Sichtweise zu erklären, dass das ganze durch seinen Quersteher zustande gekommen ist, aber klar: Am Ende habe ich ihn umgedreht, er stand draußen. So sind nun mal die Regeln."

Interessant ist, dass auch Frijns, der laut Wittmann im direkten Gespräch die Strafe bereute, von einer fairen Entscheidung der Rennkommissare spricht: "Er hat mich umgedreht. Wenn man das tut, dann bekommt man immer eine Durchfahrtsstrafe. Das ist logisch. So läuft das eben."

Wittmann verliert in der Meisterschaft an Boden

Bleibt die Frage, was für Wittmann möglich gewesen wäre, wenn ihn die Rennkommissare verschont hätten. Nach dem Zwischenfall lag der BMW-Pilot auf dem fünften Platz und hatte mit Sieger Rene Rast und seinen BMW-Kollegen Sheldon van der Linde, Philipp Eng und Timo Glock Piloten vor sich deren Reifen um etliche Runden älter waren.

Zudem schob sich das Feld durch die Safety-Car-Phase zusammen. Doch nach dem Re-Start machte Wittmann im Duell mit Timo Glock einen Fehler und kam von der Strecke ab, wodurch er auf Platz 14 zurückfiel. Damit lösten sich seine Punktechancen im Grunde in Luft auf.

In der Gesamtwertung fehlen dem Drittplatzierten Wittmann nun elf Punkte auf den zweitplatzierten Audi-Piloten Rast. Marken-Kollege Philipp Eng, der die Meisterschaft anführt, liegt sogar schon 16 Punkte vor Wittmann, der durch sein Safety-Car-Pech am Vortag in Zolder nur neun Punkte einheimste.

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