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Nach Classics-Streit: DTM setzt 2021 auf Tourenwagen-Legenden

Warum die DTM 2021 nicht mehr auf die -Classics, sondern auf die Tourenwagen-Legenden setzt, welche Autos fahren sollen und wo diese zum Einsatz kommen

(Motorsport-Total.com) - Die DTM intensiviert ihre Zusammenarbeit mit den Classic-Rennserie Tourenwagen-Legenden: Statt - wie bisher für 2021 geplant - an drei Rennwochenenden werden die Tourenwagen-Legenden nun an sechs von acht DTM-Wochenenden im Rahmenprogramm der Traditionsserie starten und für historischen Flair sorgen. Das hat die DTM-Dachorganisation ITR in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Tourenwagen-Legenden

An sechs DTM-Wochenenden sollen die Tourenwagen-Legenden am Start sein Zoom

Die Saisonpremiere der Tourenwagen-Legenden soll Anfang Juli beim zweiten Saisonrennen auf dem Norisring in Nürnberg steigen. Mit dem Lausitzring, dem Nürburgring und dem Saisonfinale in Hockenheim stehen alle Deutschland-Rennen auf dem Programm, zudem fährt man auch in Assen in den Niederlanden und in Zolder in Belgien. Nur Italien und Österreich lässt man aus.

Zudem verspricht man bei den zwei Rennen pro Wochenende ein hochkarätiges Feld: Sowohl von legendären Tourenwagen aus den Jahren 1984 bis 1996 wie AMG-Mercedes C-Klasse, Audi V8 quattro, Alfa Romeo 155 V6 und Opel Calibra V6 oder BMW M3, Ford Sierra Cosworth und Mercedes 190E Evo als auch von echten Legenden wie DTM-Champion Klaus Ludwig, Ex-Meister Kurt Thiim und Volker Strycek, erster Titelträger der DTM, ist die Rede.

Wie es zum Bruch mit den Tourenwagen-Classics kam

In der Vergangenheit gastierten auch immer wieder die Tourenwagen-Classics im Rahmenprogramm der DTM, doch im Vorjahr kam es laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' im Rahmen des Lausitzring-Wochenendes zu einem Streit zwischen ITR und der Rennserie, weil es in Hinblick auf Qualität und Anzahl der Fahrzeuge Differenzen gab.

Im Feld der Tourenwagen-Classics waren 16 BMW 318iS aus Polen, die der technischen Kontrolle wegen mangelnder Zertifikate für die Überrollkäfige nicht standhielten, weshalb nur 16 Autos am Start waren. Das führte schließlich zum Bruch, nachdem es bereits davor Spannungen wegen des Starterfelds gegeben hatte.

Bei der Präsentation des DTM-Konzepts für die Zukunft im Rahmen des Saisonfinales in Hockenheim 2020 stellte man den Bereich DTM Classic dann als eine von fünf Säulen vor, auf denen die neue ITR-Strategie fußt. Dabei baut DTM-Boss Gerhard Berger auf den neuen sportlichen Ausrichter AvD, der den DMSB ersetzt - und unter anderem durch die Durchführung des traditionellen AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring (Europas größter Event für historische Fahrzeuge) in diesem Bereich viel Erfahrung hat.

So will die DTM Classic-Fans bedienen

"Wenn die Tourenwagen-Legenden an sechs DTM-Wochenenden am Start sind, können die Zuschauer an den Bildschirmen und hoffentlich auch wieder an den Rennstrecken ein Wiedersehen mit den automobilen Rennsport-Helden der Vergangenheit feiern", freut sich AvD-Generalsekretär Lutz Leif Linden über das Programm für 2021.

"Wenn dann ein dichtes Feld legendärer Rennwagen seine Runden dreht, wird das ein hoch emotionales Erlebnis für Motorsport-Fans, aber auch für die ganze Familie." Auch Jörg Hatscher, Geschäftsführer der Tourenwagen-Legenden, ist "sehr glücklich", dass man in der dritten Saison der Serie "ein wesentlicher Bestandteil des attraktiven Programms" der DTM ist.

"Der Schulterschluss mit der erfolgreichsten Motorsport-Plattform Europas ist auch für unsere Teilnehmer ein echter Höhepunkt. Das Gros unserer Fahrzeuge hat auf unvergessliche Art und Weise bereits Geschichte geschrieben."

Auch historisches Formel-1- und Gruppe-C-Revival geplant

Das soll aber nicht der einzige klassische Programmpunkt im Rahmen der DTM sein, wie der bei der ITR für den Eventbereich zuständige Frederic Elsner klarstellt. Neben den Tourenwagen-Legenden machen "künftig auch historische Formel-1-Boliden und legendäre Gruppe-C-Sportwagen die DTM Classic zu einem emotionalen Motorsport-Erlebnis, das über Generationen hinweg begeistern wird", verspricht der Österreicher.

Bei welchen Rennwochenenden das der Fall sein soll, wurde aber noch nicht kommuniziert. Wie das weitere Rahmenprogramm aussehen soll? Die DTM-Trophy soll 2021 in ihre zweite Saison gehen, dazu kommt der neue BMW-M2-Cup. Und neben dem Porsche-Carrera-Cup, der in Monza ein einmaliges Gastspiel gibt, sind auch wie im Vorjahr Rennen des Porsche-Carrera-Cup Benelux geplant.

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