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Nach bitterem DTM-Rauswurf: Spengler verspricht Fans würdigen Abschied

Bruno Spengler hat mit BMW-Motorsportchef Jens Marquardt darüber gesprochen, dass er sich würdig aus der DTM verabschieden kann - Details verrät er noch nicht

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Dezember gab BMW bekannt, dass Bruno Spengler 2020 nicht mehr zum DTM-Kader zählt. Der Kanadier, der 2012 den Meistertitel für BMW erobert hat, wird stattdessen in der US-amerikanischen Sportwagenserie platziert. Über diesen Rauswurf waren Spengler und seine Fans im ersten Moment nicht glücklich, er konnte die Gründe dafür nicht nachvollziehen.

Bruno Spengler

Seit dem Jahr 2005 fuhr Bruno Spengler in der DTM Zoom

Ist der Ärger des Publikumslieblings mittlerweile verflogen? "In dem Moment war ich, wie ich damals gesagt habe, überrascht und ein bisschen enttäuscht", blickt Spengler in einem Livechat auf dem Instagram-Kanal von Sat.1-Reporter Eddie Mielke zurück. "Das ist jetzt eine Weile hinter mir. Und nach dieser Zeit habe ich meine neue Challenge wahrgenommen und mich darüber sehr gefreut."

Weil Spengler beim Saisonfinale 2019 noch nicht wusste, dass es sein vorerst letztes DTM-Rennen sein würde, konnte er sich nicht von seinen Fans verabschieden. BMW wollte ihm 2020 einen ordentlichen Abschied, zum Beispiel als Gastfahrer, ermöglichen, aber Spengler hat sich laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' anfangs dagegen gesträubt.

Gäbe es ein Auto für einen Gaststart?

Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Spengler hat sich mit BMW-Motorsportchef Jens Marquardt darüber unterhalten, wie man einen würdigen Abschied gestalten könnte: "Ja, wir haben schon darüber gesprochen. Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber es wird was kommen. Wir haben darüber gesprochen, und wenn wir was machen, dann wird es auch schön."


Fotostrecke: DTM-Abschied: Die Karriere des Bruno Spengler

Allerdings gibt es ein Problem, denn das Testauto, mit dem normalerweise Gaststarts möglich sind, wurde an das ART-Team weitergegeben. Robert Kubica wird in diesem BMW M4 sitzen. Ob Spengler deshalb einen Gaststart absolvieren wird können, ist derzeit offen. Aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie ist ohnehin fraglich, wann Rennen stattfinden können.

Im derzeit aktuellen DTM-Kalender wäre der Norisring am 11. und 12. Juli der Saisonauftakt. "Es wäre auf jeden Fall geil, wenn es stattfindet", sagt Spengler, "denn ein Auftakt am Norisring ist natürlich ein Traum, wenn man bedenkt, wie viele Leute alleine schon nach Hockenheim kommen. Und die Stimmung ist am Norisring selbst zu Saisonmitte immer geil. Das wäre schon der Hammer. Aber ist es realistisch? Bis Juli ist schon noch ein bisschen Zeit, vielleicht geht das."

GT-Auto ist anders zu fahren als der DTM-Bolide

Fünfmal konnte Spengler am Norisring gewinnen. Auch sein letzter DTM-Sieg gelang ihm dort im vergangenen Jahr. Die Zukunft des 36-Jährigen heißt USA. Er fährt dort einen BMW M8 GTE von Rahal-Letterman-Lanigan-Racing (RLL). Das Team kennt Spengler schon von mehreren Einsätzen beim 24-Stunden-Rennen in Daytona und von Sebring.

"Das GT-Auto ist ein bisschen eine Veränderung für mich, aber nicht komplett anders, denn ich bin ein paar Tests damit gefahren", sagt Spengler. Ende Januar belegte er in Daytona mit seinen Kollegen den 17. Platz im Gesamtergebnis und den fünften Platz in der GTLM-Klasse. Das nächste Rennen soll am 25. Juni in Watkins Glen stattfinden.

Bruno Spengler

In den USA fährt Spengler einen BMW M8 GTE des RLL-Teams Zoom

Wird dieser Termin wirklich plangemäß über die Bühne gehen? "Ich habe nichts weiter gehört, dass sich das noch ändert. Momentan steht das. Ich hoffe, dass es stattfindet, aber ich schätze die Wahrscheinlichkeit 50:50 ein." Die Wartezeit verbringt Spengler daheim in Straßburg. Er nimmt auch an einigen Sim-Rennen teil.

Wie blickt er auf seine lange Zeit in der DTM zurück? Von 2005 bis 2011 fuhr Spengler für Mercedes und anschließend für BMW. Speziell zwischen 2006 und 2013 zählte er zu den absoluten Spitzenfahrern im Feld. In den vergangenen Jahren blieben konstante Topergebnisse oft aus. Es gab nur mehr vereinzelt Podestplätze und Siege.

"Langweilig war es nie. Ab und zu war es ärgerlich, ab und zu war es richtig geil. Man kann nicht immer ein Siegerauto haben, weil die Serie so schwierig ist. Diese Jahre musst du schlucken und weitermachen - und versuchen, als Fahrer und als Team etwas daraus zu lernen, ehe das Auto wieder stärker ist. Ich werde die DTM-Fans auf jeden Fall sehr vermissen. Aber ich bin nicht aus der Welt und werde die DTM-Fans sicher wieder sehen, sobald es die Möglichkeit gibt. Das ist klar."

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