Juncadella über Alonsos Premiere im DTM-Aston-Martin: "Hat ihn beeindruckt"

Ex-DTM-Pilot Daniel Juncadella war dabei, als Fernando Alonso seine Premiere im Class-1-Aston-Martin gab: Wie es dazu kam und was den F1-Superstar beeindruckt

(Motorsport-Total.com) - Ein Formel-1-Superstar, der einen DTM-Prototypen aus der Class-1-Ära kauft, um damit Spaß zu haben? Genau das hat Fernando Alonso mit dem Aston Martin Vantage DTM aus der Saison 2019 getan. Für Daniel Juncadella, der den Boliden vor vier Jahren als Einsatzfahrer steuerte und der seinen prominenten Landsmann bei der Jungfernfahrt in Madrid-Jarama unterstützte, kam das nicht überraschend.

Titel-Bild zur News: Fernando Alonso

Jungfernfahrt bei Fanevent: Alonso geht im DTM-Auto von Aston Martin auf die Strecke Zoom

"HWA hat mir vor ein paar Jahren gesagt, dass Fernando Interesse habe, das DTM-Auto von Aston Martin zu kaufen", offenbart Juncadella im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Ich hab ihn dann dieses Jahr in Barcelona beim Grand Prix gesehen - und er sagte: 'Ich habe dein Auto gekauft!'"

Dabei handelte es sich allerdings nicht exakt um Juncadellas Boliden aus der DTM-Saison 2019, sondern um das Testfahrzeug. "Ich habe ein bisschen mit ihm geplaudert und gesagt: Cool, wenn du was brauchst, dann lass es mich wissen!", "erinnert er sich an das Formel-1-Wochenende Anfang Juni 2023.

Juncadella über Alonso: "Er stellt nicht viele Fragen"

Und tatsächlich war Juncadella auch im September wenige Tage nach dem Italien-Grand-Prix beim Fanevent auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs in Spanien dabei, als HWA den mit einem Beifahrersitz ausgestatteten Boliden an Alonso übergab, der einige Taxifahrten für Fans plante. "Ich war dort, um ihn ein bisschen zu unterstützen, falls er Hilfe benötigt, was die Basics des Autos angeht", so Juncadella.

Das hatte vor allem mit HWA zu tun, denn Juncadella hatte den Boliden vor der Verkauf an Alonso auf dem Flugfeld in Nördlingen 100 Kilometer vom Firmensitz in Affalterbach einem Shakedown unterzogen. Viel Hilfe benötigte "Tausendsassa" Alonso allerdings nicht, erzählt Juncadella: "Er ist sehr erfahren, kennt sich mit Rennautos aus. Aber es war interessant, mit ihm den Tag zu verbringen."

Daniel Juncadella, Fernando Alonso

Daniel Juncadella erklärt Landsmann Alonso die Funktionen des Lenkrads Zoom

Was Juncadella auffiel? "Man sieht, dass für ihn alles sehr natürlich ist", sagt er. "Er gewinnt sehr schnell ein Verständnis und stellt nicht viele Fragen, denn er weiß, was er tut." Aber wie war der Eindruck des Spaniers vom DTM-Boliden aus der Prototypen-Ära, der über einen Turbomotor und 650 PS Leistung verfügt?

"Performance war für ihn besser als erwartet"

"Er hat gesagt, dass ihn das Auto beeindruckt hat", verrät Juncadella. "Die Performance war für ihn besser als erwartet." Und an eine weitere Aussage erinnert sich der langjährige DTM-Pilot, der nun als Werksfahrer die Corvette steuert: "Fernando ist ja viel Leistung und eine gute Bremswirkung gewohnt. Er hat aber gesagt, dass das Auto ziemlich direkt ist. Er habe damit gerechnet, mehr am Lenkrad drehen zu müssen."

Aber hat Juncadella eine Erklärung, warum Alonso ausgerechnet einen DTM-Boliden gekauft hat? "Heute ist das ja etwas anders mit den GT3-Autos, aber die Prototypen waren Hochleistungs-Fahrzeuge", weiß Juncadella. "Fernando mag jede Form des Racing - er würde alles fahren, wenn es einen Wettbewerb und eine Herausforderung gibt."

Warum der Class-1-Boliden für Alonso so attraktiv ist

Zudem sei die DTM Alonso natürlich ein Begriff gewesen, "sie hatte schon immer einen bekannten Namen". Besonders attraktiv sei das Auto aber, weil es trotz der Leistung und der Kurvengeschwindigkeiten durch den Einbau eines Beifahrersitzes gut geeignet sei für Taxifahrten.


Fotostrecke: Alonso im DTM-Boliden: Test im Aston Martin aus dem Jahr 2019

"Es gibt zwar den Formel-1-Doppelsitzer, aber wenn man all die Autos weltweit anschaut, die als Taxis genutzt werden können, ist das Class-1-Auto aus der DTM das beste, was man kriegen kann, damit der Passagier wirklich spürt, was sich in einem echten Rennauto abspielt", weiß Juncadella.

Ob Alonso schon bei der Premiere im Aston Martin ans Limit ging? "Ich hatte den Eindruck, dass er es sehr entspannt anging, denn er wollte sicherstellen, dass nichts schiefgeht. Es war das erste Mal für ihn in diesem Auto - und da waren viele Gäste von einem der Sponsoren." Es wäre aber nicht Alonso, wenn er sein neues Spielzeug nicht in Zukunft auf die Probe stellen würde.

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