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"Habe Glück gehabt": Wieso Rast rechtzeitig vor dem Safety-Car stoppte

Rene Rasts Boxenstopp vor der Safety-Car-Phase war entscheidend für den Ausgang des DTM-Rennens in Zolder - Jetzt darf er wieder von der Titelverteidigung träumen

(Motorsport-Total.com) - Als Robin Frijns in Zolder in der Boxenausfahrt in die Mauer krachte, lag eine Safety-Car-Phase in der Luft. Nur wenige Sekunden später bog der aktuelle DTM-Champion Rene Rast in die Boxengasse ab, um seinen Pflichtstopp abzuleisten. Das war reines Glück, wie der Mindener nach dem Rennen verrät. Sein Rosberg-Audi-Team hat also nicht blitzschnell auf den Unfall des Niederländers reagiert, was durch das Funkverbot gar nicht möglich gewesen wäre, sondern den Stopp bereits geplant gehabt.

Rene Rast

Rene Rast war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort Zoom

"Ich hatte einfach Glück", sagt Rast nach seinem zweiten DTM-Sieg in Folge. "Wir haben am Funk nicht gesprochen. Mir wurde die Boxentafel gezeigt, nachdem Robin hereingekommen war. Wir haben also geschaut, dass er keinen Undercut bei uns macht." Das Team Rosberg hatte also geplant, den Audi-Piloten gleich nach Frijns an die Box zu holen, um keinen strategischen Nachteil zu haben.

"Dann hatte er den Crash am Boxenausgang", so Rast weiter. "Ich weiß nicht, ob es eine gelbe Flagge gab oder sie mit mir sprechen durften. Sie haben es auf jeden Fall nicht getan. Ich habe erst vom Crash erfahren, als ich in die Boxengasse einfuhr." Nur wenige Sekunden nach dem Stopp von Rast wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt.

Der Deutsche hatte damit seinen Pflichtboxenstopp bereits hinter sich gebracht und ging auf neuen Reifen in den Re-Start des Rennens. Anschließend kämpfte sich Rast, der bereits die Anfangsphase dominiert hatte, problemlos an die Spitze und gewann das Rennen vor Mike Rockenfeller und Lucas Auer, während Nico Müller, der vor der Safety-Car-Phase nicht an der Box war, nur auf Rang neun ins Ziel kam.

Rasts Start ging beinahe in Flammen auf

Vor dem Rennen bangte Rast lange um seinen Start im zweiten DTM-Rennen von Zolder. Als er seinen Audi in der Startaufstellung geparkt hatte, fing das Auto plötzlich im Motorraum an, zu brennen. Die Rosberg-Mechaniker reagierten blitzschnell und verhinderten Schlimmeres. 15 Minuten vor dem Rennstart war dann klar: Rast kann am Rennen teilnehmen.

"Ja, da gab es Flammen unter meiner Motorhaube, aber meine Mechaniker haben glücklicherweise schnell reagiert und die Situation unter Kontrolle gebracht, ohne das etwas beschädigt wurde", so der DTM-Meister. "Sie sind cool geblieben und haben es gut gemanagt. Beim Start bin ich vor der ersten Kurve von Platz drei auf Platz eins vorgefahren. Das war der Schlüssel zum heutigen Erfolg."

"Ich habe im Spiegel gesehen, dass ich beinahe von Timo [Glock] getroffen worden bin, der dann ganz knapp hinter mir gedreht wurde", erklärt Rast. "Auch da hatte ich heute Glück. Danach kam der Boxenstopp im richtigen Moment. Wir hatten Glück, dass wir in der Box waren, als das Safety-Car auf die Strecke geschickt wurde."

Rene Rast

Rene Rast gewinnt beide Rennen in Zolder Zoom

Anschließend hat Rast versucht, sich aus allen Scherereien herauszuhalten. Obwohl es hier und da Lackaustausch mit Marco Wittmann und Lucas Auer gab, fuhr der Rosberg-Audi-Fahrer unaufgeregt zum vierten Saisonsieg. Nach dem ersten von zwei Zolder-Wochenenden fehlen Rast nur noch zehn Punkte auf Müller, der weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung liegt.

Titelverteidigung zum Greifen nah

Von Extra-Motivation möchte Rast nach dem perfekten Wochenende in Belgien aber nicht sprechen: "Wir sind immer motiviert! Es war unwahrscheinlich, hier an diesem Wochenende fast alle Punkte mitzunehmen. Außerdem hatte die Konkurrenz ihre Probleme. Wir haben noch vier Rennen vor uns und das Gute ist, dass hier noch zwei Läufe stattfinden."

Der vier Kilometer lange Circuit Zolder wurde neu asphaltiert und ist deshalb deutlich schneller als in der Vergangenheit. Auch Feuchtigkeit verschwindet auf der neuen Fahrbahndecke schnell. Rast glaubt, dass der neue Asphalt für ihn eine Schlüsselrolle gespielt hat.


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"Die Strecke scheint sowohl zu meinem Fahrstil als auch zum Auto zu passen", sagt er. "Das ist positiv. Wir haben aber dieses Wochenende gesehen, dass alles passieren kann, weshalb die Geschichte kommendes Wochenende eine völlig andere sein kann. Wir müssen konzentriert bleiben und versuchen, das Maximum herauszuholen."

Kommendes Wochenende finden wieder zwei DTM-Rennen in Zolder statt, ehe es am 7. und 8. Oktober zum Saisonfinale am Hockenheimring geht. Vier Rennen vor Saisonende hat Müller zehn Punkte Vorsprung auf Rast und 16 Zähler Vorsprung auf Frijns, der im zweiten Rennen in Belgien aufgrund seines Ausfalls keinerlei Punkte gesammelt hat.

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