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Green: Mental stark zum Sieg

Jamie Green kämpfte erfolgreich gegen den Druck und die Dämonen der Vergangenheit: Am Norisring holte er seinen vierten Sieg in sieben Rennen

(Motorsport-Total.com) - "Danke an mein Team, mein Auto war heute sehr gut" - so bedankte sich Norisring-Sieger Jamie Green in fast perfektem Deutsch bei seinem Team. In einem 74-Runden-Krimi hatte sich der Mercedes-Pilot seinen zweiten Saisonsieg gesichert. Am Start zog er an Polesitter Bruno Spengler vorbei. Er musste aber bis ins Ziel kämpfen - und baute noch eine spektakuläre Einlage ein, als er beim zweiten Boxenstopp die Tankkanne gleich mitnahm.

Jamie Green

So sehen Sieger aus: Jamie Green hat das Rennen am Norisring gewonnen Zoom

"Ja, es war hart", bekannte Green erschöpft, aber strahlend. "Manchmal hatte ich zwar etwas Luft zum Atmen und zwei Sekunden Vorsprung auf Bruno, aber gegen Ende des ersten Stints wurde er recht stark. Nach dem Boxenstopp bin ich ein bisschen im Verkehr hängen geblieben und ich hatte auch ein paar Probleme mit der Balance meines Autos. Es war eine große Herausforderung, ich habe in der Schikane zwei kleine Fehler gemacht. Das ist ein Stadtkurs - wenn man nur ein bisschen von der Linie abkommt, verliert man schnell Zeit. Mich haben die Fehler eine Sekunde gekostet. Und da hat Bruno gemerkt, dass für ihn der Sieg immer noch drin war."#w1#

Dem Druck Stand gehalten

Deshalb sei er bis ins Ziel unter Druck gestanden, so Green, "aber ich bin ganz gut damit umgegangen. Vor zwei Jahren hatte ich hier die Chance, zu gewinnen und habe es nicht geschafft. Das war auch mein Fehler. Es ist schön, wieder herzukommen und zu zeigen, dass ich mental stark genug bin, den Job zu erledigen und mit dem Druck umgehen zu können. Es ist eine schöne Belohnung, ein Rennen zu gewinnen, das nicht leicht war."

Sein erster Saisonsieg in Mugello sei eine "recht klare Angelegenheit" gewesen, erklärte Green: "Dort hatte ich alles unter Kontrolle - hier dagegen war der Druck schon groß. Und es ist toll, hier zu gewinnen, vor allem, wenn ich bedenke, was 2006 hier passiert ist."

Auch die Starts klappen jetzt

"Das war einer der Dämonen, gegen die ich gekämpft habe." Jamie Green

Ein Schlüssel zum Sieg war das gewonnene Startduell gegen Spengler: "Ich scheine allmählich meine Starts hinzubekommen", sagte Green. "Das hat wesentlich länger gedauert, als ich gehofft hatte. Das war einer der Dämonen, gegen die ich gekämpft habe. Ich war so oft auf der Pole Position und konnte nicht als Führender in die erste Kurve gehen. Es ist auch schön, zeigen zu können, dass jetzt das Gesamtpaket stimmt. Die vergangenen sieben Rennen haben das gezeigt." Da hat er Recht: Green hat seine Bilanz auf vier Siege in sieben Rennen ausgebaut.

Und mit dem Erfolg am Norisring ist der Brite neuer Gesamtzweiter der Gesamtwertung - nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Timo Scheider. Jetzt darf er ganz offen vom Titel träumen: "Ja natürlich! Timo ist nicht zu weit weg, wir haben noch sechs Rennen vor uns. Wir haben Halbzeit. Wir müssen weiter hart arbeiten, uns immer auf den nächsten Tag konzentrieren. Das machen wir jetzt, wir hatten hier ein super Auto. Ich bin sicher, dass mir meine Teamkollegen das Leben weiter schwer machen werden. Ich denke, dass wir ein interessantes Jahr haben."

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