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Green gewinnt Noris-Krimi

Jamie Green siegte trotz Malheur beim Boxenstopp vor Bruno Spengler und Timo Scheider, der in der letzten Kurve noch an Mattias Ekström vorbei ging

(Motorsport-Total.com) - Spannung bis zum Schluss: Das Rennen am Norisring war bis zum Schluss ein spannender Krimi mit einem Vierkampf an der Spitze. Am Ende holte sich Mercedes einen Doppelsieg: Jamie Green gewann mit 0,4 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Bruno Spengler. Und das, obwohl Green bei seinem zweiten Boxenstopp dafür sorgte, dass allen der Atem stockte. Er bekam zu früh die Freigabe zum Weiterfahren und die Tankkanne hing noch im Tank - nach einer halben Runde verlor er den unfreiwilligen Zusatzballast, immer noch knapp in Führung vor Spengler. Auf Rang drei kam mit weiteren 2,1 Sekunden Rückstand Timo Scheider, der in der allerletzten Kurve noch seinen Teamkollegen Mattias Ekström auf Platz vier verdrängte.

Jamie Green

Jamie Green entschied das turbulente Rennen am Norisring für sich

Mit diesem Manöver sicherte sich Scheider auch die weitere Tabellenführung. Mit 32 Punkten hat der Audi-Pilot jetzt einen Zähler Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten Green (31). Es war ein actionreiches Rennen, wie man es sich am Norisring erwartet. Die Zuschauer erlebten 74 Runden lang spannende Duelle und fliegende Spiegel.#w1#

Hinter Ekström wurde Gary Paffett Fünfter: Der Mercedes-Jahreswagen-Fahrer zeigte ein starkes Rennen und setzte die Neuwagenpiloten vor sich immer wieder kräftig unter Druck - oft genug überholte er dann auch. Paul di Resta konnte im 2008er-Mercedes seinen dritten Startplatz nicht nutzen. In Runde 21 drehte er sich in der Grundigkehre und fiel zurück, am Ende wurde er Sechster. Punkte gab es auch für Bernd Schneider (Mercedes/Siebter) und Tom Kristensen (Audi). Der Däne lag zwischenzeitlich auch in der Spitzengruppe, hatte aber dann Probleme in den Kehren, verlor mehrere Positionen und beendete das Rennen als Achter.

Green gleich am Start vorne weg

Den Grundstein zu seinem zweiten Saisonsieg legte Green gleich am Start, als er an Polsitter Spengler vorbeizog. Auch Ekström macht von Startplatz sieben aus gleich einmal ein paar Plätze gut Verlierer des Starts war DTM-Spitzenreiter Scheider, der von Platz vier zurückfiel auf Rang sieben. Doch mit guten Boxenstopps und beherzten Manövern kämpfte sich Scheider zurück aufs Podium.

Auch Mercedes-Pilot Ralf Schumacher hatte wieder einmal einen schlechten Start und rutschte von Startplatz elf zurück auf Platz 17. Im Laufe des Rennens arbeitete sich Schumacher aber wieder nach vorn und hatte sogar erstmals ein einstelliges Ergebnis in Reichweite. Allerdings rutschte er fünf Runden vor Schluss in der Grundigkehre auf Position neun liegend gerade aus von der Strecke und schied aus - Ursache war ein technischer Defekt, möglicherweise an den Bremsen.

Positionskämpfe im Feld

In den Runden nach dem Start gab es im gesamten Feld immer wieder Positionskämpfe, nur Green konnte an der Spitze etwas davonziehen, auch wenn er Probleme mit der Balance seines Autos hatte. Seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Spengler büßte er jedoch beim zweiten Stopp in Runde 41 ein, als er mit der Tankkanne an seiner C-Klasse zurück auf die Strecke fuhr.

Green konnte sich erst an der Ziellinie sicher sein, denn hinter ihm machten Spengler, und die beiden Audi-Piloten Ekström und Scheider Druck. Dauerduelle lieferten sich auch Bernd Schneider und Tom Kristensen.

Klarer Klassensieg der 07er-Mercedes

Die Mercedes-Jahreswagen-Piloten zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung: Zweitbester von ihnen war Mathias Lauda als Neunter, vor Maro Engel und Susie Stoddart. Die Audi-Jahreswagenpiloten hingegen mussten ihrem Gewicht Tribut zollen. Markus Winkelhock platzierte sich als Bester im 07er-Audi auf Rang zwölf vor Oliver Jarvis und Mike Rockenfeller.

Und bei Audi-Pilot Martin Tomczyk geht die Pechsträhne am Norisring weiter: Der Bayer lag lange in den Top 5, dann aber blieb der Gaszug hängen und er hatte immer wieder Probleme in den Kurven. So verlor er zunächst ein paar Positionen. In Runde 24 schlidderte Tomczyks A4 im Schöller-S links an der Leitplanke entlang ins Aus - Rennen beendet. "Da ist das Gaspedal dann endgültig hängengeblieben, ich konnte nicht mehr bremsen, sondern bin nur noch Vollgas gefahren. Deshalb musste ich an die Leitplanke, damit ich langsamer wurde. Schade - wieder mal am Norisring", erklärte Tomczyk.

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