powered by Motorsport.com

Ekström und Audi triumphieren in Zandvoort

Audi hat in Zandvoort wieder einen Vierfachsieg gefeiert: Mattias Ekström vor Timo Scheider, Tom Kristensen und Martin Tomczyk - Bruno Spengler Fünfter

(Motorsport-Total.com) - Mattias Ekström hat sich das perfekte Geschenk zu seinem morgigen 30. Geburtstag gemacht: Der Schwede holte in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg. Wie schon im Vorjahr gelang Audi auf dem niederländischen Dünenkurs ein Vierfachsieg. Hinter Ekström kamen Timo Scheider und Tom Kristensen aufs Podium, Martin Tomczyk komplettierte den Erfolg als Vierter. "es ist ganz toll für die ganze Audi-Truppe, es war ein super Rennen", sagte Ekström danach in der 'ARD'. "Im Titelkampf habe ich jetzt wieder alle Möglichkeiten. Ich freue mich auf den Kampf mit Timo."

Mattias Ekström

Mattias Ekström hat in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg geholt Zoom

Bester Mercedes-Pilot war Bruno Spengler auf Rang fünf vor seinen HWA-Teamkollegen Jamie Green und Paul die Resta. Der letzte Punkt ging an Audi-Jahreswagen-Pilot Markus Winkelhock, der vor Bernd Schneider und Mike Rockenfeller Achter wurde. Winkelhock schob sich in der vorletzten Runde mikt einem tollen Manöver an den beiden vorbei. Ralf Schumacher fuhr vom letzten Startplatz vor auf Rang Zwölf.#w1#

In der Gesamtwertung führt weiter Scheider mit fünf Punkten Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten Ekström, Green ist zurückgefallen auf Rang drei und hat sechs Punkte Rückstand auf Scheider. Vierter ist di Resta mit elf Punkten Rückstand, Spengler liegt 14 Punkte zurück.

Ein ereignisloses Rennen

Nach dem spannenden Rennkrimi auf dem Norisring verlief das Rennen in Zandvoort - mit wenigen Ausnahmen - weitgehend ereignislos. Am Start behauptete Ekström seine Führung vor Scheider und Kristensen. Tomczyk erwischte von Platz sechs einen guten Start und war nach der ersten Kurve schon Vierter vor Spengler, di Resta und Green, der von Platz vier auf sieben zurückgefallen war.

Den ersten Ausfall gab es in der zweiten Runde: Lokalmatador Christijan Albers, der einen starken 14. Startplatz hatte, kam im Zweijahres-Audi von Futurecom TME in einer schnellen Rechtskurve zu weit nach außen, rodelte durch den Kies und krachte frontal in die Leitplanke. Wenige Runden später fuhr auch seine Teamkollegin Katherine Legge in derselben Kurve durch den Kies. Sie konnte das Rennen aber zunächst fortsetzen. Erst fünf Runden vor Schluss stellte sie das Auto endgültig in der Box ab.

Probleme bei di Restas Boxenstopp

Mit der zehnten Runde wurde das Boxenstoppfenster eröffnet und die Mercedes-Piloten eröffneten den Reigen der Stopps. Eine Runde später folgten unter anderem Kristensen und Tomczyk, noch eine Runde später Spitzenreiter Ekström. Scheider kam einen Umlauf später an die Box. Beim ersten Stopp konnte sich nur Green um einen Platz verbessern - er kam an di Resta vorbei und war Sechster.

Nach der 15. Runde begann die Serie der zweiten Boxenstopps. Di Resta kam nach der 16. Runde zum Stopp, es gab aber Probleme und der Schotte verlor Zeit und damit an Boden auf seinen Vordermann Green. Rekordchampion Schneider konnte sich beim Stopp an Audi-Pilot Oliver Jarvis vorbeischieben.

Dreikampf um den letzten Punkt

In Runde 20 war das Rennen für Alexandre Prémat beendet. "Zuerst brach das Heck aus und dann das ganze Auto. Ich hatte die ganze Zeit Probleme mit dem unruhigen Auto", sagte Premat. Sein Phoenix-Teamkollege Oliver Jarvis stellte sein Auto dann nach 29 Runden mit Problemen an der Antriebswelle in der Box ab.

Vorne an der Spitze war das Rennen nach den zweiten Stopps entschieden, zwar konnte Scheider zwischenzeitlich wieder Boden auf Ekström gut machen, doch der Schwede behauptete seine Führung bis ins Ziel.

Schneider schimpft wieder auf Rockenfeller

Spannend war vor allem der Kampf um den letzten Punkt. Rockenfeller hielt den achten Platz bis zwei Runden vor Schluss und erwehrte sich gegen rundenlange Attacken von Schneider. Dann gelang es dem Mercedes-Routinier, an Rockenfeller vorbeizuziehen - doch als lachender Dritter dahinter lauerte Winkelhock, der seine Chance nutzte, an Schneider und Rockenfeller vorbeizog und sich Platz acht sicherte.

Schneider schimpfte wieder auf Rockenfeller, den er gestern schon beschuldete, ihn im Qualifying aufgehalten und damit das Rennen kaputt gemacht zu haben. "Rockenfeller ist mir absichtlich reingefahren. Wenn so ein junger Kerl schon so linke Sachen macht, sollte er sich das wirklich überlegen", so Schneider in der 'ARD'. "Nach der Aktion gestern hat er mich abgedrängt, er wusste, dass ich in den Dreck muss - und dann kam Winki vorbei."

Folgen Sie uns!

Anzeige

Neueste Diskussions-Themen