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DTM-Rennen Zolder 1: Abt-Audi-Duo setzt sich gegen cleveren Albon durch

Zweiter Saisonsieg für DTM-Leader Kelvin van der Linde: Der Abt-Audi-Pilot siegt knapp vor Teamkollege Rockenfeller und Alex Albon, der für Spannung sorgt

(Motorsport-Total.com) - Zweiter DTM-Triumph für Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde: Der Südafrikaner feierte in Zolder bei trockenen Bedingungen einen Start-Ziel-Sieg und setzte sich gegen seinen Teamkollegen Mike Rockenfeller und AF-Corse-Ferrari-Pilot Alex Albon durch (hier geht's zum Ergebnis). Der Red-Bull-Pilot setzte das Audi-Duo am Ende dank einer cleveren Strategie unter heftigen Druck, kam aber auf dem winkeligen Kurs nicht vorbei.

Kelvin van der Linde

Kelvin van der Linde baut mit seinem zweiten Saisonsieg die DTM-Führung aus Zoom

"Klar ist man immer froh, wenn der Teamkollege dazwischen ist. Aber der Mike hatte heute auch seine Hörner auf", lachte van der Linde hinterher gegenüber 'ran'. "Also ich glaube, der wollte auch gewinnen heute. Von daher: Mit dem Extragewicht vom Lausitzring war es ein schwerer Kampf heute. Aber es war trotzdem eine geile Show, glaube ich."

Gleich nach dem Start hatte es eine Kettenreaktion gegeben, an der Rosberg-Audi-Pilot Nico Müller, AF-Corse-Ferrari-Pilot Liam Lawson und die beiden Mercedes-AMG-Fahrer Daniel Juncadella und Arjun Maini beteiligt waren. Während der Audi-Fahrer das Rennen fortsetzen konnte, schieden die anderen drei Beteiligten aus.

Abt-Audi-Pilot van der Linde verteidigte daraufhin erneut die Führung, während HRT-Mercedes-Pilot Maximilian Götz, der aus der ersten Reihe ins Rennen gegangen war, bis auf Platz sechs durchgereicht wurde. Er wurde am Ende nur Siebter.


DTM Zolder 2021: Albon macht Druck auf Abt

Startcrash, Safety-Car und ein Ferrari, der zwei Audi unter druck setzte: Beim zweiten DTM-Sieg von Kelvin van der Linde war am Samstag schon wieder einiges los in Zolder! Weitere DTM-Videos

Der Gewinner der Boxenstoppphase war ganz klar Albon: Der AF-Corse-Ferrari-Pilot, der vor den Stopps nur Neunter war, zögerte seinen Stopp hinaus und ließ neun Runden nach Leader van der Linde die Reifen wechseln. Der Overcut gelang, obwohl er seinen Motor abwürgte - und er kam auf Platz drei hinter dem Abt-Audi-Duo van der Linde und Rockenfeller auf die Strecke zurück.

In der Endphase entspann sich ein Dreikampf um den Sieg, doch Albon musste sich trotz einiger Attacken mit Platz drei begnügen. Dennoch fuhr der 25-Jährige seinen ersten DTM-Podestplatz ein. McLaren-Pilot Christian Klien hatte bei seiner DTM-Premiere mit der Spitze nichts zu tun und kam auf Platz zwölf ins Ziel.

Späte Stopps helfen Rockenfeller und Albon

An der Spitze gab es jedoch kein Vorbeikommen an den Meisterschaftsführenden Kelvin van der Linde. Der Südafrikaner feierte trotz Erfolgsballasts von 15 Kilogramm einen Start-Ziel-Sieg, der nur beim Boxenstopp ernsthaft in Gefahr war. Van der Linde kam in Runde 7 von 39 herein und schaffte es dabei nur knapp vor Marco Wittmann wieder zurück auf die Strecke.

Wittmann seinerseits ist der Verlierer der Stopp-Runde: Eine Runde nach ihm kam Mercedes-Pilot Vincent Abril an die Box und schaffte den Overcut. Das Duo fuhr anschließend einige Runden hinter van der Linde auf den Verfolgerposition, verlor aber sukzessive an Boden.


DTM in Zolder (Belgien) 2021

Stattdessen kristallisierten sich zwei andere Piloten als schärfste Verfolger heraus: Van der Lindes Abt-Audi-Teamkollege Mike Rockenfeller kam erst drei Runden nach Abril an die Box und reihte sich nach der Boxenausfahrt zwischen beiden Fahrern ein.

Weitere fünf Runden später suchte Alex Albon seine AF-Corse-Ferrari-Mannschaft auf. Der Thailänder reihte sich auf der dritten Position hinter van der Linde und Rockenfeller ein. Womöglich wäre sogar noch mehr drin gewesen, doch beim Anfahren würgte Albon seinen Ferrari ab. In dieser Szene verlor er ein bis zwei Sekunden, die am Ende vielleicht den Ausschlag gegeben hätten.

Nach den Stopps schob sich das Führungstrio van der Linde, Rockenfeller und Albon immer dichter zusammen. Der drittplatzierte Ferrari-Pilot war in dieser Phase der schnellste Mann im Feld. Doch auf der Rennstrecke in Zolder ist Überholen ganz schwierig. Die Reihenfolge blieb zunächst unverändert.

Spannend wurde es kurz vor Schluss nochmal, als das Spitzentrio auf Sophia Flörsch und Maxi Buhk auflief. Beide waren noch nicht für ihren Pflichtboxenstopp drin. Abt bereinigte die Situation, indem man Flörsch rechtzeitig hereinholte, während Buhk die Top 3 per Blauer Flagge passieren lassen musste.

Startcrash wirft Lawson aus dem Rennen

Kelvin van der Linde

Knapper Zieleinlauf: Die Abt-Audi-Piloten vor AF-Corse-Ferrari-Pilot Albon Zoom

Doch an der Reihenfolge änderte das nichts mehr: Kelvin van der Linde holte im Samstags-Rennen in Zolder seinen zweiten DTM-Saisonsieg vor Rockenfeller und Albon und baut damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Der Südafrikaner liegt nun schon 32 Zähler vor seinem schärfsten Verfolger Liam Lawson, der unschuldiges Opfer der Startkarambolage war.

In der ersten Runde waren sich gleich mehrere Fahrer ins Gehege gekommen: Daniel Juncadella schob Arjun Maini beim Anbremsen der Schikane von Kurve 5 und 6 an. Der wiederum riss Lawson mit ins Aus. Für alle drei Fahrer war das Rennen nach diesem Zwischenfall beendet.

Update 17:10 Uhr: Nach einer Anhörung durch die Rennkommissare wurde Juncadella als Schuldiger des Startunfalls ausgemacht. Der Mercedes-Pilot erhielt in Folge dessen eine Startplatz-Strafe von zehn Positionen für das Sonntagsrennen in Zolder.

Auch das Rosberg-Duo war involviert. Doch Nico Müller und Dev Gore konnten das Rennen fortsetzen. Die beiden Audi-Piloten sahen die Zielflagge auf den Plätzen zehn und 14. Vizemeister Müller hatte dabei noch Glück im Unglück, denn er rettete den letzten Punkt.

In der Verfolgergruppe dahinter behauptete Abril den vierten Platz vor Wittmann und Esteban Muth. Der Belgier sorgte in der zweiten Rennhälfte mit Überholmanövern gegen Philip Ellis und Maximilian Götz für Aufsehen. Götz und Muth erreichten hinter dem Lamborghini-Piloten die Positionen sieben und acht, gefolgt von Lucas Auer und Müller.

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