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DTM-Rennen Brands Hatch 1: Wittmann rettet sich vor Rast zum Sieg

Marco Wittmann gewinnt das Samstagsrennen der DTM in Brands Hatch, wäre in der letzten Runde aber beinahe noch von Rene Rast abgefangen worden

(Motorsport-Total.com) - Vierter Saisonsieg für Marco Wittmann in DTM 2019. Der BMW-Pilot gewann am Samstag des erste Rennen auf der britischen Rennstrecke Brands Hatch vor dem Meisterschaftsführenden Rene Rast und Nico Müller (beide Audi). Für Wittmann war es der insgesamt 15. Sieg in der DTM.

Marco Wittmann

Marco Wittmann rettet sich in Brands Hatch gerade noch zum Sieg Zoom

Auch auf den Rängen vier und fünf platzierten sich mit Robin Frijns und Loic Duval zwei Audi-Piloten. Philipp Eng (BMW), Mike Rockenfeller (Audi), Sheldon van der Linde (BMW), Jonathan Aberdein (WRT-Audi) und Daniel Juncadella (Aston Martin) komplettierten die Top 10.

Wittmann war von der Pole-Position aus ins Rennen gegangen, bekam beim Start aber zu spüren, dass der leicht ansteigende Startplatz eins in Brands Hatch nicht der beste ist. In Kurve 1 musste er sich hinter Paul di Resta (Astion Martin) einreihen, der von Positon vier aus noch vorne geschossen kam.

Video der Rennleitung überführt di Resta

Doch beim Start des Briten ging nicht alles mit rechten Dingen zu. Während er im TV-Bild unverdächtig war, zeigt ein Video der Rennleitung, dass di Resta vor dem Ausschalten der roten Ampeln anrollt. Dementsprechend entschieden die Sportkommissare auf einen Frühstart, eine 5-Sekunden-Boxenstopp-Strafe war der Fall.

Über diese Strafe war Wittmann nicht im Bilde, dennoch griff er di Resta nicht an. Die beiden bildeten zusammen Rast, Duval und Rockenfeller eine Fünfergruppe, die sich von den Verfolgern absetzte. In Runde 14 bog Wittmann als erster Fahrer dieser Gruppe zum Pflichtboxenstopp ab, eine Runde später folgte Rast.

Als Rast aus der Box kam, wurde es in der ersten Kurve, der legendären Paddock-Hill-Bend, eng. Jamie Green, der auf einer Zweitstopp-Strategie unterwegs war, wollte seinem Markenkollegen Rast Platz machen, kam dabei aber zu weit nach außen und fuhr durch den Kies. Damit war die Tür offen für Wittmann, der in der Mitte zwischen beiden Audis durchfuhr und damit boxenstopp-bereinigt die Führung übernahm.

Undercut bringt Wittmann in Front

Rast wurde dann auch noch von Müller überholt, der schon in Runde 13 gestoppt hatte und dessen Reifen daher im Gegensatz zu denen von Rast schon auf Betriebstemperatur waren. Wenige Runden später eroberte Rast Rang zwei aber zurück.

Die Positionen an der Spitze wirkten anschließend bezogen, Wittmann hielt den Vorsprung auf Rast lange bei um die fünf Sekunden. In den letzten Rennrunden schmolz dieser Vorsprung aber rapide zusammen, im letzten Umlauf hatte Rast zum führenden BMW aufgeschlossen. Doch für einen Angriff war es zu spät.

"Ich wusste, dass es die letzte Runde ist und da nicht mehr viel passieren wird", sagt Wittmann bei 'ran.de'. "Am Ende sind ein bisschen die Reifen in die Knie gegangen, aber man muss auch bedenken, dass Rene und Nico dahinter Push-to-pass und DRS verwenden dürfen, was man als Führender nicht kann."

Rast vergisst den Push-to-pass

Mit dieser Analyse lag Wittmann aber nur zum Teil richtig. Zwar hatte Rast in der Schlussrunde DRS aktiviert, allerdings nicht den Push-to-pass-Knopf gedrückt. "Im Eifer des Gefechtes vergisst man das schnell. Daher habe ich leider nur DRS genutzt, aber ich glaube, morgen werde ich mich daran erinnern", meint er bei 'ran.de'.


DTM Brands Hatch 2019: So lief Rennen 1

Marco Wittmanns Sieg von Pole Position war kein Selbstläufer - Pech war auch bei Aston Martin dabei Weitere DTM-Videos

Trotz dieses möglicherweise entscheidenden Fauxpas war Rast mit seinem Rennen zufrieden. "Ich bin happy mit Platz zwei. Am Ende haben nur ein paar Meter auf den Sieg gefehlt", so der Audi-Pilot. "Zwei weitere Runden hätten glaube ich geholfen. Ich bin vielleicht ein bisschen zu vorsichtig mit den Reifen umgegangen, aber ich habe schlechte Erinnerungen an Assen. Daher wusste ich nicht genau, wie hart ich pushen kann."

Durch den frühen Stopp fuhr Müller von Startplatz acht aus auf Rang drei und hielt seine Meisterschaftshoffnungen damit am Leben. "Mit dem heutigen Tag müssen wir zufrieden sein. Nach einem schwierigen Qualifying doch hier wieder auf dem Podest zu stehen ist zufriedenstellend", so der Schweizer bei 'ran.de'.

Müller hat mit 151 Punkten nun 27 Zähler Rückstand auf den führenden Rast. Von hinten rückt allerdings Wittmann mit nur noch fünf Punkten Rückstand an Müller heran.

Platz zehn trotz Durchfahrtsstrafe für Juncadella

Aston Martin erlebte beim Heimrennen ein Wechselbad der Gefühle. Di Resta sammelte zwar Führungskilometer, wurde aber durch die Strafe wegen des Frühstarts zurückgeworfen. In der zweiten Rennhälfte fiel er dann Position um Position zurück, kurz vor dem Rennende musste er sein Auto an der Box abstellen.

Paul di Resta

Aston Martin erlebte beim Heimrennen ein Wechselbad der Gefühle Zoom

Bester Aston-Martin-Pilot war am Ende Daniel Juncadella als Zehnter - und das trotz einer Durchfahrtsstrafe, die er als Verursacher einer Startkollision erhalten hatte. Juncadella hatte beim Start Timo Glock (BMW) abgedrängt, der daraufhin mit dem Auto von Jake Dennis (Aston Martin) kollidierte. Dennis streifte die Boxenmauer, wobei der Heckflügel seines Autos beschädigt wurde. Nach nur einer Runde musste er das Rennen in der Box beenden.

Pietro Fittipaldi (WRT-Audi) konnte nach seinem heftigen Abflug im Qualifying nicht zum Rennen antreten. Zwar überstand der Brasilianer den Unfall unverletzt, doch sein Auto war in der Kürze der Zeit nicht zu reparieren. Auch Joel Eriksson (BMW) musste aufgrund eines Getriebedefekts auf einen Start verzichten.

Das zweite Rennen in Brands Hatch findet am Sonntag um 14:30 Uhr und ist bei Sat.1 sowie im Livestream bei 'ran.de' zu sehen.

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