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DTM-Qualifying Imola 2: Abt-Audi-Rookie Feller holt erste DTM-Pole, Ferrari zurück

Nächste Audi-Pole in Imola: Abt-Rookie Ricardo Feller sichert sich im Sonntags-Qualifying den besten Startplatz vor Felipe Fraga - Porsche nicht in den Top 10

(Motorsport-Total.com) - Bei ähnlicher Hitze wie am Vortag (30 Grad Luft-, 40 Grad Streckentemperatur) - und trotz einer geänderten Balance of Performance - gibt es beim Sonntags-Qualifying der DTM in Imola die nächste Audi-Pole: Abt-Rookie Ricardo Feller setzte sich mit einer Bestzeit von 1:39.814 gegen AF-Corse-Ferrari-Pilot Felipe Fraga durch, dem 0,152 Sekunden fehlten (hier geht's zum Ergebnis). Ferrari ist also beim Heimspiel nach dem enttäuschenden Samstag wieder da.

Ricardo Feller

Der Schweizer Youngster Ricardo Feller trumpfte beim Imola-Qualifying auf Zoom

"Ich kann es irgendwie gerade kaum fassen und hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht", so der 22-jährige Feller bei 'ran.de', der um drei Tausendstel schneller war als Rast am Vortag. "Es ist das dritte Rennwochenende für mich in der DTM, und das Auto war so geil. Die Runde war einfach mega und ich bin glücklich. Ich freue mich riesig auf das Rennen heute."

Der Schweizer rechnet sich nun gute Chancen auf den Sieg aus. "In anderen Meisterschaften ist meine Bilanz nicht schlecht, wenn ich von der Pole gestartet bin. Ich hoffe, dass ich daran anknüpfen und heute vielleicht ein Ausrufezeichen setzen kann."

Fraga fordert Feller heraus: "Heute zählt nur der Sieg"

Aber AF-Corse-Rookie Fraga, der bislang in dieser Saison vom Pech verfolgt war und am Lausitzring am Sonntag wegen seines Qualifying-Brandes nicht starten konnte, wirft Feller den Fehdehandschuh zu. "Heute zählt für uns nur der Sieg", sagt der Brasilianer, der auch einen italienischen Pass besitzt, bei 'ran.de'.

"Wir hatten zu viele Probleme. Und wir haben gezeigt, dass wir vorne sind, wenn wir keine Probleme haben. Ich will es jetzt umsetzen", ist der 26-Jährige voll motiviert.

Auf Platz drei zeigte Walkenhorst-BMW-Pilot Marco Wittmann mit 0,212 Sekunden Rückstand als bester Pilot der Münchner auf, ehe auf Platz vier mit GruppeM-Pilot Maro Engel (+0,245) der beste Mercedes-AMG GT3 folgt.

Überraschungsmann Schmid erneut bester Lamborghini-Pilot

Stärkster Lamborghini war wie schon am Samstag Grasser-Überraschungsmann Clemens Schmid (+0.252), der erneut schneller war als Aushängeschild Mirko Bortolotti auf Platz zehn (+0,400). Dadurch liegen fünf Marken auf den ersten fünf Plätzen.

Samstag-Sieger Rene Rast kam auf den achten Platz und war damit zweitbester Audi, während Rosberg-Markenkollegen Nico Müller 13. und Teamkollege Kelvin van der Linde 14. wurde. "Leider habe ich es nicht ganz zusammengebracht, denn ich hatte einen kleinen Fehler in der Schikane", sagt Rast, der mit seinem Auto aber zufrieden war.

"Ich glaube aber nicht, dass ich die Rundenzeit hätte fahren können, die Ricardo gefahren ist. Großen Respekt - das ist schon eine große Leistung mit den 25 Kilogramm, die wir reinbekommen haben jetzt, auf die Pole zu fahren", verweist er auf die geänderte Einstufung (alle Details zur BoP-Änderung), von der Audi und Lamborghini am stärksten betroffen sind.

Rast rechnet: Durch Gewicht um fünf Zehntel langsamer?

Rast rechnet mit einem schwierigen Rennen, da er auch noch die 25 Kilogramm Erfolgsballast durch den Sieg am Vortag ins Auto bekommt, wodurch sein R8 LMS GT3 Evo II um 45 Kilogramm schwerer ist als am Samstag, als er nur fünf Kilo Erfolgsballast an Bord hatte.

"Das bedeutet, dass ich heute auf eine Runde drei bis fünf Zehntel langsamer sein werde als gestern - und die Konkurrenten um mich herum", lautet die Prognose des 35-jährigen Mindeners. "Überleben heißt die Devise. Ich werde versuchen, irgendwie in die Punkte zu fahren, auch wenn es nicht viele sind."

Preining muss vom Ende des Feldes starten

Immerhin erwischte - zumindest aus Sicht von Rast - auch DTM-Leader Sheldon van der Linde kein perfektes Qualifying und kam nur auf Rang elf. Deutlich schlechter lief es für die Porsche-Teams, die fünf Kilogramm Ballast ins Auto bekamen - und nach Startplatz drei für Bernhard-Pilot Thomas Preining am Vortag diesmal nicht in die Top 15 kamen.

Laurens Vanthoor

Für Porsche lief es diesmal wieder schlecht: Der beste 911er steht auf Platz 16 Zoom

Bester Porsche-Pilot war SSR-Performance-Pilot Dennis Olsen, der mit 0,650 Sekunden Rückstand auf dem 16. Platz landete, während Preining direkt dahinter auf Platz 17 folgt. Weil er nicht zum Wiegen erschien, wurde der Österreicher aber disqualifiziert und muss nun vom Ende des Feldes starten.

Gastfahrer Glock startet als 18.: Reifendruck nicht optimal

Auch für Ceccato-BMW-Gaststarter Timo Glock lief es nicht perfekt - er musste sich mit Platz 20 begnügen und hatte 0,831 Sekunden Rückstand auf die Pole. Durch Rückversetzungen darf er aber als 18. starten. Woran es lag, dass er nach dem Ausfall in der ersten Runde nun erneut im Mittelfeld starten muss?

"Wir konnten das mit den Reifen noch nicht umsetzen, weil einfach die Drücke vorne zu hinten nicht ganz gepasst haben", sagt der 40-Jährige bei 'ran.de'. "Sie waren wieder leicht zu hoch wegen des warmen Autos." Glock ist damit erneut viertbester von fünf BMW-Piloten, weil Esteban Muth nur auf den 25. Platz kam.

Auf den besten BMW-Piloten Wittmann fehlten diesmal 0,619 Sekunden. "Ein Zehntel zu Marco vorne wäre auch mit guten Reifen nicht drin gewesen, glaube ich", so Glocks Analyse. "Vielleicht zwei bis drei Zehntel, aber dann wären wir wenigstens näher dran gewesen."

Drei Rückversetzungen wegen Tracklimits-Verstößen

Dem Team fehle einfach die Erfahrung mit den Michelin-Reifen. "Was passiert wenn das Auto heiß ist? Wie schnell geht der Druck hoch? Das haben wir gestern und heute noch nicht so richtig hinbekommen", sagt er. Was sich Glock nun für das Rennen ausrechnet? "Ich hoffe, dass ich weiter als gestern komme - also mehr als eine Runde", grinst der Ex-Formel-1-Pilot.

Durch Tracklimits-Strafen vom Vortag gibt es nun für die Startaufstellung (die genaue Übersicht) drei Rückversetzungen: Ex-Champion und Winward-Mercedes-Pilot Maximilian Götz wird von Platz 18 auf Platz 21 zurückgereiht.

Sein Teamkollege David Schumacher muss von Platz 26 losfahren und Attempto-Audi-Rookie Marius Zug wird wegen eines vierten und eines fünften Tracklimits-Verstoßes um gleich sechs Plätze zurückversetzt und startet vom Ende des Feldes. Das Rennen geht wie gewohnt um 13:30 Uhr los (hier geht's zum Zeitplan und zum Streaming-Angebot).

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