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DTM-Ass Lawson: "Würde es hassen, zu früh in die Formel 1 einzusteigen"

Wie AF-Corse-Ferrari-Pilot und Red-Bull-Junior Liam Lawson seine Formel-1-Chancen 2022 einschätzt und welche Rolle dabei DTM-Teamkollege Alex Albon spielt

(Motorsport-Total.com) - Nach Liam Lawsons sensationellem Triumph im ersten DTM-Rennen in Monza gab Gerhard Berger seinem Landsmann Helmut Marko den Rat, den 19-jährigen Red-Bull-Junior bereits 2022 in die Formel 1 zu holen. Doch obwohl der AF-Corse-Pilot, der auch in der Formel 2 an den Start geht, auf dem Red-Bull-Ring beide Rennen für sich entschied, will er bei seiner Formel-1-Premiere reif genug sein.

Liam Lawson

Liam Lawson feierte beim Red-Bull-Heimrennen der DTM einen Doppelerfolg Zoom

"Ich würde es hassen, wie andere Fahrer zu früh oder zu jung in die Formel 1 zu kommen und nicht die besten Möglichkeiten zu haben", sagt der Neuseeländer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich will erst dorthin, wenn ich auch konkurrenzfähig bin."

Für 2022 wird sich Lawsons Formel-1-Traum nicht verwirklichen, denn AlphaTauri macht mit Pierre Gasly und Yuki Tsunoda weiter. "Ich denke, nächstes Jahr wird es für alle Formel-2-Fahrer schwierig, denn es sind nicht viele Plätze verfügbar", sagt er.

So schätzt Lawson die Red-Bull-Pläne ein

"AlphaTauri will mit Pierre weiter machen und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Yuki rauswerfen", ging er schon vor wenigen Tagen von einer Vertragsverlängerung der aktuellen Stammpiloten im Red-Bull-Nachwuchsteam aus.

Da Max Verstappen und Sergio Perez bereits über Verträge für die Saison 2022 verfügen, würde Lawson daher nur die Möglichkeit bleiben, bei einem Nicht-Red-Bull-Team Erfahrung zu sammeln.


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Doch auch diesbezüglich sind die Chancen eingeschränkt, denn aktuell bemüht sich auch sein DTM-Teamkollege Alex Albon um eine Rückkehr in die Formel 1 - und erhält dabei Hilfe von Red Bull. "Da eigentlich nur Räikkönen die Formel 1 verlässt, sind nicht viele Plätze verfügbar. Und es gibt viele professionelle Fahrer wie Alex, die erste Wahl für diese Teams sind", räumt er dem Red-Bull-internen Rivalen bessere Perspektiven ein.

Lawson von DTM positiv überrascht: "F1 des GT-Sports"

Sollte es also 2022 mir der Formel 1 noch nicht klappen, "dann mache ich gerne das, was sie für mich vorgesehen haben", sagt er - und stellt klar, dass er mit einem weiteren Formel-2-Jahr "sicherlich" leben könnte. Aber wie würde es mit einer weiteren DTM-Saison aussehen? "Das hängt von Red Bull ab", antwortet er. Aus seiner persönlichen Sicht habe die DTM aber die eigenen Erwartungen klar übertroffen.

"Ich genieße es viel mehr, als ich gedacht hätte", offenbart Lawson, der drei Rennwochenenden vor Schluss erster Verfolger von Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde ist und sich mit nur zwölf Punkten Rückstand gute Titelchancen ausrechnen darf.

"Ich hatte keinerlei Erwartungen, als ich hierher gekommen bin, und war mir nicht sicher, wie es laufen würde", sagt er. "Aber ich genieße die Wochenenden, vor allem solche wie in Spielberg. Es macht viel Spaß, hier in einem Red-Bull-Auto unterwegs zu sein."

Albon: Formel-1-Comeback 2022 "sieht gut aus"

Dazu kommt, dass er sich durch das DTM-Engagement nicht mehr wie ein wirklicher Nachwuchsfahrer fühlt. "In der DTM bist du kein wirklicher Junior mehr, denn es handelt sich um die Formel 1 des GT-Sports", sagt er. "Es ist ziemlich cool, wie du behandelt und unterstützt wirst. Ich fliege mit Flugzeugen und im Helikopter - und mache Sachen, die man normalerweise nicht macht."

Doch wie sieht die Zukunft von Lawsons AF-Corse-Teamkollegen Albon aus? Der klingt in Hinblick auf ein Formel-1-Cockpit deutlich zuversichtlicher. "Es gibt Möglichkeiten, und darauf konzentriere ich mich wirklich", sagt der Thailänder bei 'ran.de'. Als er auf die Option Williams angesprochen wird, die derzeit kursiert, antwortet er: "Ja! Es gibt aber ein paar Optionen. Und wir müssen abwarten."

Aktuell sehe es "gut aus", lässt er sich daraufhin entlocken. "Und es hängt natürlich von Marko und Christian ab", verweist er auf Red Bulls Motorsportkonsulenten Helmut Marko und Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Sie unterstützen mich sehr und ermöglichen es mir, dass ich diese Plätze kriegen kann."

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