powered by Motorsport.com

DTM 2022: Übersicht des Starterfelds mit allen Fahrern und Teams

Welche Teams, Autos und Fahrer werden in der DTM-Saison 2022 an den Start gehen? Hier sehen Sie alle 29 Piloten in unserer Übersicht

(Motorsport-Total.com) - Wie wird das Starterfeld für die DTM-Saison 2022 aussehen? Nach dem ersten GT3-Jahr und der Rettung der Traditionsserie nach dem Herstellerausstieg herrscht ein regelrechter Boom, was die Einschreibungen für die bevorstehende DTM-Saison angeht. Diese beginnt Ende April in Portimao (hier geht's zum Kalender) und umfasst erneut acht Rennwochenenden.

Kelvin van der Linde, Liam Lawson, Lucas Auer, Arjun Maini, Philip Ellis

Das DTM-Starterfeld für die Saison 2022 sieht vielversprechend aus Zoom

In dieser Übersicht zeigen wir alle Teams, Fahrer und Fahrzeuge, die für die DTM-Saison 2022 bestätigt wurden.

Die Übersicht (bestätigte Fahrzeuge):

3 Winward-Mercedes: Maximilian Götz, Lucas Auer, David Schumacher
2 HRT-Mercedes: Luca Stolz, Arjun Maini
2 GruppeM-Mercedes: Maro Engel, Mikael Grenier
1 Mücke-Mercedes: Maximilian Buhk
3 Abt-Audi: Kelvin van der Linde, Rene Rast, Ricardo Feller
2 Rosberg-Audi: Nico Müller, Dev Gore
1 Attempto-Audi: Marius Zug
2 Walkenhorst-BMW: Marco Wittmann, Esteban Muth
2 Schubert-BMW: Sheldon van der Linde, Philipp Eng
4 GRT-Lamborghini: Mirko Bortolotti, Clemens Schmid, Rolf Ineichen, Alessio Deledda
2 T3-Lamborghini: Esmee Hawkey, Nicki Thiim
2 SSR-Porsche: Laurens Vanthoor, Dennis Olsen
1 Bernhard-Porsche: Thomas Preining
2 AF-Corse-Ferrari: Felipe Fraga, Nick Cassidy (Ersatz Sebastien Loeb)
29 (Gesamtanzahl)

Winward Racing (Fahrzeug: Mercedes-AMG GT3, Autos: 3, Fahrer: Maximilian Götz, Lucas Auer, David Schumacher)
HTP-Winward ist eine etablierte Größe im GT3-Rennsport. 2013 gegründet, gewann man mit dem Mercedes SLS AMG GT3 bereits im ersten Jahr die 24 Stunden von Spa - unter anderem mit DTM-Meister Maximilian Götz. 2014 wurde Götz auch Meister in der Blancpain-Sprintserie. Nach einem Bentley-Jahr kehrte man 2016 zurück zu Mercedes-AMG.

Neben vielen VLN-Siegen wurde man 2018 im ADAC GT Masters Team-Champion. 2019 wurde HTP vom US-amerikanischen Winward-Team übernommen, hinter dem der texanische Geschäftsmann Bryce Ward und dessen Sohn Russell Ward stehen, die beide Rennen fahren. 2021 siegte man in der GTD-Klasse bei den 24 Stunden von Daytona - und auch in der DTM war man mit drei Saisonsiegen durch Lucas Auer und Philip Ellis bestes AMG-Team. 2022 kehrt Götz zum Team zurück und ersetzt Ellis. Ralf Schumachers Sohn David Schumacher wurde nachträglich in einem dritten Mercedes-AMG GT3 bestätigt.

Haupt Racing Team (Fahrzeug: Mercedes-AMG GT3, Autos: 2, Fahrer: Luca Stolz, Arjun Maini)
Das Haupt Racing Team von Ex-DTM-Pilot Hubert Haupt existiert erst seit dem Jahr 2020. Haupt übernahm größtenteils die erfolgreiche, von Mercedes-AMG unterstützte Black-Falcon-Truppe und setzt auf deren GT3-Fahrzeuge. Schon im ersten Jahr konnte man Laufsiege in der NLS-Serie auf der Nürburgring-Nordschleife und in der GT-World-Challenge Europe erzielen.

2021 stieß Ex-HWA-Chef Ulrich Fritz als Geschäftsführer zum Team und man stellte sich mit der DTM der nächsten Herausforderung. Und das mit Erfolg, denn Maximilian Götz holte für das HRT-Team im ersten GT3-Jahr den Meistertitel. 2022 trennt sich das Team aber vom Champion und setzt mit Luca Stolz und Arjun Maini auf frisches Blut.

GruppeM Racing (Fahrzeug: Mercedes-AMG GT3, Autos: 2, Fahrer: Maro Engel, Mikael Grenier)
Der Rennstalls des vermögenden Besitzers Kenny Chen hat seinen Sitz zwar in Hongkong, baute aber für das DTM-Engagement auch einen Standort in der Nähe von Stuttgart auf. Der Name des Teams geht auf den japanischen Tuner GruppeM zurück. Motorsport-Enthusiast Chen bezieht sich dabei auf die Kultmarke.

Abgesehen von mehreren Triumphen in der Intercontinental-GT-Challenge siegte das erste AMG-Performance-Team aus dem asiatischen Raum 2019 beim GT-Weltcup in Macau. Ende 2020 nannte man als erstes Team ein Auto für die neue DTM mit GT3-Reglement, in der Premierensaison gelang mit Daniel Juncadella ein Podestplatz. 2022 setzt man mit DTM-Rückkehrer Maro Engel und AMG-Neuling Mikael Grenier auf neue Fahrer.

Mücke Motorsport (Fahrzeug: Mercedes-AMG GT3, Autos: 1, Fahrer: Maximilian Buhk)
Das 1998 vom Ex-Rennfahrer Peter Mücke gegründete Team machte sich vor allem durch seine hervorragende Nachwuchsarbeit rasch einen Namen: Ob Sebastian Vettel, Sergio Perez, Robert Kubica oder Christian Klien - sie alle fuhren für das Formel-BMW-Team des Berliners. Von 2005 bis 2016 agierte man zudem als Mercedes-Werksteam in der DTM und holte mit Lucas Auer im Finaljahr auf dem Lausitzring den einzigen Sieg.

Durch die Reduzierung der Boliden pro Hersteller wechselte man 2017 ins ADAC GT Masters. 2021 nutzte man den Wechsel der Traditionsserie auf GT3-Autos, um in der DTM ein Comeback zu geben. Dank Partner Schaeffler-Paravan gelang die Finanzierung auch ohne Werksunterstützung - und Maximilian Buhk holte Ende 2021 den ersten DTM-Podestplatz mit einem Auto mit elektronischer Lenkung. 2022 geht man mit dem gleichen Paket an den Start.

Abt Sportsline (Fahrzeug: Audi R8 LMS GT3 Evo II, Autos: 3, Fahrer: Kelvin van der Linde, Rene Rast, Ricardo Feller)
Die Abt-Truppe aus Kempten war jahrelang das Audi-Team schlechthin in der DTM und bestätigte als erste Mannschaft der Ingolstädter den Verbleib als Kundenteam mit zwei Autos. Im Jahr 2000 leistete der Audi-Tuner Pionierarbeit, als man mit dem privat eingesetzten Audi TT und Laurent Aiello die neue DTM unsicher machte - und den Audi-Werkseinsatz im Jahr 2004 auslöste.

Auch nach dem Wechsel auf GT3-Autos blieb man der DTM treu und brachte gleich drei Audi R8 LMS an den Start. Kelvin van der Linde kämpfte bis zum Schluss um den Titel, nach seinem Rammstoß gegen Favorit Liam Lawson und einer Kollision mit Meister Maximilian Götz musste er sich aber mit Rang drei begnügen. Der Südafrikaner bleibt 2022 an Bord, bekommt aber mit Ex-Champion Rene Rast und Ricardo Feller - Meister im ADAC GT Masters - zwei starke Teamkollegen.

Team Rosberg (Fahrzeug: Audi R8 LMS GT3 Evo II, Autos: 2, Fahrer: Nico Müller, Dev Gore)
Die von Keke Rosberg gegründete Truppe aus Neustadt an der Weinstraße, die am Ende der Hersteller-Ära der DTM mit Audi und Rene Rast dominierte und drei Meistertitel holte, kam im ersten GT3-Jahr 2021 unter die Räder.

Mit dem Audi R8 LMS und DTM-Vizemeister Nico Müller sowie US-Rookie Dev Gore gelang nur ein achter Platz in der Teamwertung. 2022 setzt das Team, das auch in der Extreme-E-Serie an den Start geht, auf das gleiche Fahrerduo und will an alte Erfolge anknüpfen.

Attempto Racing (Fahrzeug: Audi R8 LMS GT3 Evo II, Autos: 1, Fahrer: Marius Zug)
Das in der Nähe des Flughafens von Hannover ansässige Team von Arkin Aka, dessen Sohn Alex Arkin Aka ebenfalls Rennen fährt, wurde im Jahr 2005 als reines Hobbyteam gegründet. Zunächst trat man in diversen Porsche-Cups an, wo man auch Titel einfuhr, ehe man im GT3-Bereich neben Porsche auch auf die Marken McLaren und Lamborghini setzte.

Seit 2018 tritt man als Audi-Team auf und startete zuletzt in der GT-World-Challenge Europe. Im Jahr 2020 hätte man beim 24-Stunden-Klassiker von Spa-Francorchamps, wo man Audi-Unterstützung erhielt, beinahe gewonnen und wurde Zweiter. 2022 steigt man mit Youngster Marius Zug in die DTM ein.

Walkenhorst Motorsport (Fahrzeug: BMW M4 GT3, Autos: 2, Fahrer: Marco Wittmann, Esteban Muth)
Walkenhorst Motorsport, die Mannschaft von Teamchef Henry Walkenhorst, ist schon seit Jahren eng mit der Marke BMW verbunden. Jahrelang setzte man in der VLN (heute NLS) auf der Nürburgring-Nordschleife auf GT3-Fahrzeuge aus dem Hause BMW. Gegen Ende der 2010er-Jahre expandierte das Team, man ging auch in der Blancpain-GT-Serie und der Intercontinental-GT-Challenge an den Start.

2018 feierte man den bisher größten Erfolg der Teamgeschichte, als man mit einem BMW M6 GT3 die 24h von Spa gewann. 2021 stieg man mit dem Boliden und Marco Wittmann in die DTM ein und holte nicht nur zwei Saisonsiege, sondern fuhr bis zum vorletzten Wochenende um den Titel. 2022 baut man das DTM-Engagement aus: Neben Wittmann wird Esteban Muth einen zweiten M4 GT3 steuern.

Schubert Motorsport (Fahrzeug: BMW M4 GT3, Autos: 2, Fahrer: Sheldon van der Linde, Philipp Eng)
Das Schubert-Team aus Oschersleben wurde 1999 von Rennfahrer Torsten Schubert gegründet, der auch einige BMW-Autohäuser hat und zu den größten Händlern seiner Marke in der Region zählt. 2010 fuhr man nach einigen Erfolgen auf der Nürburgring-Nordschleife erstmals im ADAC GT Masters.

Seit 2012 erhält das Team Werksunterstützung von BMW - und man wurde schnell zum Siegkandidaten. 2015 sicherte man sich die Teamwertung, 2018 wechselte man für ein Jahr zu Honda, ehe man wieder zu BMW zurückkehrte. Auch zuletzt gelangen immer wieder Siege, ehe man 2022 das Engagement auf die DTM ausweitet und dabei mit Sheldon van der Linde und Philipp Eng auf zwei BMW-Werksfahrer vertraut.

Grasser Racing Team (Fahrzeug: Lamborghini Huracan GT3 Evo, Autos: 4, Fahrer: Mirko Bortolotti, Clemens Schmid, Rolf Ineichen, Alessio Deledda)
Das unweit des Red-Bull-Rings in Knittelfeld ansässige Grasser-Team von Rennfahrer Gottfried Grasser stieg 2011 in das ADAC GT Masters ein und setzt seit 2012 auf die Marke Lamborghini, seit 2015 mit Werksunterstützung. Rasch stellten sich auch in anderen Serien Erfolge ein: 2017 gewann man die Blancpain-GT-Serie, 2018 und 2019 triumphierte man beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona.

2019 wurde überhaupt zum Erfolgsjahr für das österreichische Team, denn man siegte auch bei den zwölf Stunden von Sebring und wurde im ADAC GT Masters Vizemeister. Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti war an allen Highlights beteiligt und wird 2022 für das Team als einer von vier Piloten in der DTM starten. Das Projekt, für das Grasser aus dem ADAC GT Masters, der GT-World-Challenge Europe und der IMSA-SportsCar-Championship aussteigt, wird von Lamborghini unterstützt.

T3-Lamborghini (Fahrzeug: Lamborghini Huracan GT3 Evo, Autos: 2, Fahrer: Nicki Thiim, Esmee Hawkey)
Das 2018 in Dresden gegründete Team stieg 2019 mit zwei Audi R8 LMS ins ADAC GT Masters ein. Da man als eines von zahlreichen Audi-Teams keine Chance auf Werksunterstützung sah, folgte 2020 der Markenwechsel zu Bentley. Nach einem Jahr mit dem Continental gab es schlechte Nachrichten für die Truppe von Jens Feucht, denn die britische Nobelmarke zog beim GT3-Projekt den Stecker.

Dadurch folgte 2021 der zweite Markenwechsel: Diesmal entschied man sich für Lamborghini. Und für ein umfangreiches Engagement im ADAC GT Masters und in der DTM, in der man als einziges Lamborghini-Team den Einsatz von gleich zwei Boliden sicherstellte. 2021 gelang ein Podestplatz, 2022 präsentierte man zunächst nur den Lamborghini von Esmee Hawkey, ehe man mit dem zweiten Huracan GT3 Evo von Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim, der von Hersteller eine Freistellung erhielt, nachlegte.

SSR Performance (Fahrzeug: Porsche 911 GT3 R, Autos: 2, Fahrer: Laurens Vanthoor, Dennis Olsen)
Die SSR Performance GmbH, die ihren Sitz in München hat und sich im Tagesgeschäft um Reparaturen, Wartung und Service von Sportwagen und Oldtimern kümmert, wurde 2016 von Stefan Schlund - SSR steht für Stefan Schlund Racing - gegründet. 2020 rief man auch ein eigenes Rennteam ins Leben, das mit dem erfolgreichen Porsche-Team Manthey kooperiert, und holte damit im Premierenjahr im ADAC GT Masters auf Anhieb den Fahrer- und Teamtitel.

Obwohl die Titelverteidigung 2021 haarscharf scheiterte, stellt man sich nun nach dem Nürburgring-Gaststart mit der DTM einer neuen Herausforderung und setzt zwei Porsche 911 GT3 R in der Traditionsserie ein. Als Fahrer setzt man 2022 auf den belgischen Porsche-Werksfahrer Laurens Vanthoor, der zu den stärksten seines Faches zählt, und Porsche-Vertragsfahrer Dennis Olsen.

Team Bernhard (Fahrzeug: Porsche 911 GT3 R, Autos: 1, Fahrer: Thomas Preining)
Das Team 75, wie man sich ursprünglich nannte, wurde 2010 von Rüdiger Bernhard als Einsatzteam für die Rallye-Auftritte seines Sohnes Timo Bernhard gegründet, der als Langstrecken-Weltmeister, zweimaliger Sieger bei den 24 Stunden von Le Mans und Nordschleifen-Rekordsieger zu den erfolgreichsten Langstrecken-Piloten aller Zeiten zählt.

2013 wechselte das Team mit dem Einstieg in den Porsche-Carrera-Cup auf die Rundstrecke, ehe man sich 2016 dem ADAC GT Masters stellte, wo man insgesamt sechs Siege und vier Polepositions einfuhr. Bis zum Rücktritt Ende 2019 griff Timo Bernhard dabei auch noch selbst ins Lenkrad. 2022 wagt man nun mit einem Porsche 911 GT3 R und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining den Wechsel in die DTM.

AF Corse (Fahrzeug: Ferrari 488 GT3 Evo, Autos: 2, Fahrer: Felipe Fraga, Nick Cassidy)
Die Quasi-Werkstruppe von Amato Ferrari, der mit Enzo Ferrari nicht verwandt ist, stemmte den kompletten GTE-Einsatz für die Scuderia. Jetzt setzt man auch die GT3-Boliden ein - allerdings nicht auf Rechnung von Ferrari, sondern von Red Bull. Der österreichische Energy-Drink-Konzern finanziert das Projekt in der DTM.

Dafür dürfen die Österreicher auch die Piloten bestimmen: Nach der ersten Saison mit Alex Albon, der den Sprung zurück in die Formel 1 schaffte, und Liam Lawson, der durch den Rammstoß von Kelvin van der Linde den Titel verpasste, setzt man im zweiten Jahr auf den Brasilianer Felipe Fraga und Formel-E-Pilot Nick Cassidy, der allerdings nicht alle Rennen fahren kann.

DTM powered by Ran.de

DTM-Livestream

Nächstes Event

Hockenheimring

07.-09. Oktober

1. Qualifying Sa. 09:40 Uhr
1. Rennen Sa. 13:00 Uhr live auf ran.de
2. Qualifying So. 09:40 Uhr
2. Rennen So. 13:00 Uhr live auf ran.de

Folge uns auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt

Folge uns auf Twitter

Anzeige