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Drama in Runde 13: So holte Aston Martin die nächsten sechs Punkte!

Wie ausgerechnet der Aston-Martin-Doppelausfall in Runde 13 dafür sorgte, dass die mutige Strategie von Paul di Resta und Ferdinand Habsburg in Zolder aufging

(Motorsport-Total.com) - Als in der 13. Runde mit Jake Dennis und Dani Juncadella gleich zwei Aston-Martin-Boliden ausrollten, sah alles nach der ganz großen Pleite für die Neueinsteiger aus. Denn: Paul di Resta und Ferdinand Habsburg rangierten zu diesem Zeitpunkt beim Samstag-Rennen der DTM in Zolder am Ende des Feldes. Doch dann holten der schottische Routinier und der österreichische Rookie mit den Plätzen acht und neun auf wundersame Art und Weise sechs weitere Punkte für die R-Motorsport-Mannschaft.

Paul di Resta, Ferdinand Habsburg

Paul di Resta und Ferdinand Habsburg auf dem Weg zu den Plätzen acht und neun Zoom

Aber wie war es möglich, dass die Truppe von Florian Kamelger auch im dritten Rennen in Folge in die Punkteränge fuhr? Der Auslöser war kurioserweise ausgerechnet das Aston-Martin-Drama in Runde 13, als bei Juncadella und Dennis plötzlich der Vortrieb fehlte. Da die Autos an ungünstigen Stellen liegenblieben, wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt, wodurch die Strategie von di Resta und Habsburg aufging.

"Wir haben heute auf eine andere Strategie gesetzt, und das hat sich ausgezahlt", verweist di Resta auf die ungewöhnliche Taktik, schon nach einer Runde an die Box zu kommen, um den Pflichtboxenstopp zu absolvieren, und dann auf Rennglück zu hoffen. Habsburg kam eine Runde später herein, während Juncadella und Dennis bis zum Ausfall nicht stoppten.

So kamen di Resta und Habsburg nach vorne

Als die beiden Pechvögel gleichzeitig ausrollten und das Rennen neutralisiert wurde, nutzten die beiden verbleibenden Aston-Martin-Pilot die Gelegenheit, um sich nach der 14. (di Resta) und 15. Runde (Habsburg) einen weiteren Satz frischer Reifen zu holen.

Aston Martin

Beim Start rangierte das Aston-Martin-Quartett noch am Ende des Feldes Zoom

Da Stopps während der Safety-Car-Phase nicht als Pflichtstopp zählen, mussten sieben Rivalen ihre Stopps noch absolvieren, als das Rennen wieder freigegeben war. Dabei verloren sie viel Zeit, wodurch di Resta und Habsburg auf die Plätze sieben und acht nach vorne gespült wurden. Das Duo hielt sich wacker und musste sich bis zur Zielflagge nur noch BMW-Ass Marco Wittmann beugen.


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"Wir werden weiter alles geben, um vielleicht über außergewöhnliche Wege gute Ergebnisse zu erzielen, bis wir aus eigener Kraft vorne mitmischen können", weiß di Resta, dass man aus eigener Kraft noch nicht wirklich in Punkteform ist. Noch viel größer ist die Überraschung allerdings bei Rookie Habsburg, der nach einem bis dahin rabenschwarzen Wochenende seine ersten DTM-Punkte holte.

Habsburg nach rabenschwarzem Auftakt völlig überrascht

Ferdinand Habsburg

Ferdinand Habsburg überraschte sich selbst mit den ersten Punkten Zoom

"Mir fehlen ein bisschen die Worte", sagt der Österreicher gegenüber 'Sat.1'. "Das war hart erarbeitet. Nach dem Qualifying sah es nicht so aus, als hätte ich überhaupt die Pace dafür." Tatsächlich fehlte ihm nach einem Motorwechsel bei seinem Vantage im Kampf um die Startplätze über eine halbe Sekunde auf di Resta, der Vorletzter wurde.

"Nach dem Qualifying sah es nicht so aus, als hätte ich überhaupt die Pace für Punkte." Ferdinand Habsburg

"Ich muss mich einfach bei den Jungs bedanken, denn wir hatten ja auch einen Motorenwechsel, und sie hatten eine lange Nacht", meint Habsburg, der schon in Hockenheim technische Probleme hatte. "Jetzt sehe ich die Sonne wieder und kann wieder lächeln."

Schrecksekunde für Habsburg

Obwohl er weiß, dass die ersten DTM-Punkte ohne die glückliche Taktik nicht möglich gewesen wären. "Mit einer coolen Strategie des Teams, einem Super-Boxenstopp und einem beruhigendem Fahrverhalten der jungen Dame, die ich hier herumbegleitet habe, hat es geklappt", spielt er auf seinen Vantage an.

Dabei musste er sogar eine Schrecksekunde wegstecken: "Ich bin in Kurve zwei voll über ein Karbonstück gefahren und dachte, jetzt habe ich meine Reifen kaputtgemacht." Was am Sonntag möglich ist? "Ich glaube, es wird schwierig, es morgen wieder so umzusetzen", antwortet er.

Ausfallursache von Dennis und Juncadella ungeklärt

Auch Teamchef Kamelger bleibt trotz des guten Ergebnisses realistisch: "Angesichts der beiden Ausfälle dürfen wir nicht vergessen, dass wir jedes Rennen im Moment als Testfahrt betrachten müssen, da wir bei der Kürze der Entwicklungszeit bei Weitem nicht genug Testkilometer zurücklegen konnten, um derartige Probleme im Rennen ausschließen zu können."

Warum Dennis und Juncadella, der sogar kurz auf Platz acht lag, ausgefallen sind, "müssen wir noch herausfinden", sagt der Südtiroler.

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