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Die Tücken der erste Kurve und der Box

Am Sonntag müssen die Fahrer zwei kritische Punkte überstehen - Die erste Kurve nach dem Start und die Boxenstopps

(Motorsport-Total.com) - Der Norisring bietet viele Möglichkeiten für ein spannendes und abwechslungsreiches Rennen. Das beginnt schon am Start bzw. in der ersten Kurve. Wenn 29 Fahrzeuge auf eine Spitzkehre zufahren, voll beschleunigen, versuchen ihren Vordermann zu überholen und gleichzeitig alles dafür tun ihren Hintermann auch hinter sich zu halten - ist Chaos vorprogrammiert. Dem schaut auch schon der achtplatzierte Mattias Ekström mit leichtem Entsetzen und Ironie entgegen: "Ich kann mir nichts besseres vorstellen, als mitten im Pulk auf die ersten Kurve zu zufahren."

Christijan Albers

Beim Rennen kann es in der Boxengasse sehr eng zugehen. Zoom

Doch da ist er nicht alleine, auch Tom Kristensen weiß um die Tücken der ersten Kurve: "Ich starte als "echster und bin genau im Bereich zwischen Platz vier und zehn, in dem viel los ist." Die drei Mercedes an der Spitze und vielleicht noch Timo Scheider haben da klar bessere Karten. Doch je weiter man nach hinten kommt, um so größer wird das Bangen. "Ich denke, dass es wichtig ist, gut durch die erste Kurve zu kommen - ohne Unfall. Dann habe ich eine Chance auf ein gutes Rennen", so Susie Stoddart. Die Britin weiß wovon sie redet, sie schied 2007 nach einer Kollsion in der ersten Kurve aus.#w1#

Wer die erste Kurve überlebt hat, hat auch die erste Hürde erfolgreich überstanden. In den folgenden Runden wird es hauptsächlich darauf ankommen, nicht in der Mauer einzuschlagen oder sich anderwertig zu verbremsen. Immerhin stehen den Fahrern auf dem Norisring mehrere Überholmöglichkeiten zur Verfügung. So läuft das normale Renngeschehen bis Runde 25 und dem Beginn der Pflichtboxenstopps. Die haben hier gleich mehrfaches Potenzial für Trouble zu sorgen:

"Wenn vor einem Autos sind, dann wird es wirklich verdammt eng." Maro Engel

Da der Norisring eine provisorische Rennstrecke ist, hält sich der Platz in der Boxengasse stark in Grenzen. Deswegen wurde von vornherein ein Speedlimit von 60 km/h eingerichtet, um das Unfallrisiko zu senken. Doch die Enge bleibt "Wenn vor einem Autos sind, dann wird es wirklich verdammt eng und noch mehr, wenn die Mannschaften bereitstehen", erklärte Maro Engel. "Da kann man schon mal eine Sekunde verlieren und eine Sekunde auf dieser Strecke ist nur sehr schwer wieder einzuholen."

Durch die kurze Strecke ist die Anzahl der Runden, in denen das Boxenstoppfenster geöffnet ist recht hoch. Wodurch die Teams und Fahrer zumindest kleine Taktikspielchen durchführen können. "Hier hat man mehr Möglichkeiten, weil der Reifen sehr lange hält. Man kann sehr, sehr viel Runden fahren", erläuterte Mike Rockenfeller gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Es macht eigentlich keinen Unterschied, ob du gebrauchte oder neue Reifen drauf hast." Zudem wird über die Distanz das Auto immer leichter, da Benzin verbraucht wird.

"Da muss man erstmal durchkommen." Tom Kristensen

Sind die Boxenstopp absolviert, kommt es wieder alleine auf Fahrer und Fahrzeug an. Besonders die Bremsen werden auf dem Norisring stark beansprucht. "Es ist auch wichtig, dass man die letzten 30 Runden eine gute Bremse hat. Und bis dahin ist es lang - immerhin 40 Runden. Da muss man erstmal durchkommen", gibt Tom Kristensen zu bedenken. Am Ende ist nur eins wichtig, gibt Rockenfeller zu bedenken: "Freie Fahrt haben."

Den Fahrern steht am Sonntag also einiges bevor - mehr als auf manch anderer Rennstrecke. Aber genau das macht den Norisring schließlich aus. Überraschungen und Trouble sind demnach vorprogrammiert.

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