powered by Motorsport.com

Dreifachpole für Mercedes

Bruno Spengler holte sich am Norisring die Pole Position vor Jamie Green und Paul Di Resta - Timo Scheider als bester Audi-Pilot auf Rang vier

(Motorsport-Total.com) - Vorjahresseiger Bruno Spengler hat auch in der Qualifikation unter Beweis gestellt, dass ihm der Norisring besonders gut liegt. Der Mercedes-Pilot holte sich mit 47.785 Minuten die deutliche Bestzeit und damit die Pole Position. Bei Mercedes gab es allen Grund zum Feiern: Die Stuttgarter durften über eine Dreifach-Pole jubeln. Auf Startplatz zwei kam mit 0,178 Sekunden Rückstand Spenglers Teamkollege Jamie Green, Paul Di Resta wurde Dritter.

Bruno Spengler

Bruno Spengler holte sich in der Qualifikation die deutliche Bestzeit

Bester Audi-Pilot war Timo Scheider, der mit einem Rückstand von 0,243 Sekunden auf Spengler Rang vier belegte. Nur fünf Tausendstelsekunden dahinter wurde sein Teamkollege Martin Tomczyk Fünfter vor Tom Kristensen. Bernd Schneider (Mercedes) steht auf Startplatz sieben, Champion Mattias Ekström (Audi) ist Achter. Im dritten und letzten Qualifyingabschnitt haben die Neuwagen-Piloten die Startplätze wieder einmal unter sich ausgemacht.#w1#

Alle "Gebrauchtwagen" außerhalb der Top 8

Die "Gebrauchtwagen"-Piloten hatten auch am Norisring keine Chance, es in das Shoot-Out der letzten Acht zu schaffen. Bester Jahreswagen-Pilot war Gary Paffett als Neunter, dem eineinhalb Zehntelsekunden gefehlt haben. "Ich wäre natürlich gern weiter vorn innerhalb der Neuwagen gewesen, aber das erste Ziel ist nun schon, der beste Jahreswagen-Pilot zu sein", sagte der Mercedes-Pilot. "Wir haben eine gute Rennpace, hoffentlich habe ich morgen die Chance auf Punkte."

Dahinter reihte sich Alexandre Prémat als Zehnter ein. "Ich bin sehr zufrieden, denn an diesem Wochenende sind wir hier mit den schwersten Autos unterwegs", sagte der Audi-Jahreswagen-Pilot. "Wir haben einen guten Job gemacht, P10 ist wirklich cool. Jetzt werden wir im Rennen pushen. Es wird sehr, sehr lang und wir müssen noch hart arbeiten."

"Das Team hat einen super Job gemacht, mich dahinzuhieven, wo ich bin." Ralf Schumacher

Ralf Schumacher beendete die Qualifikation auf Rang elf: "Es ist eine tolle Erfahrung, wieder hier zu sein", sagte der Mercedes-Pilot. "Die Kulisse hier ist einzigartig. Das Qualifying war soweit okay, die Strecke ist schon sehr speziell und das Fahrzeug unruhig, da muss ich mich erst einmal daran gewöhnen. Aber ich bin ganz happy, das Team hat einen super Job gemacht, mich dahinzuhieven, wo ich bin."

Sein Mücke-Teamkollege Maro Engel steht direkt dahinter auf Platz zwölf und holte damit sein bisher bestes Qualifikationsergebnis in der DTM. "Es war ein harter Kampf, Nerven aufreibend und ganz eng. Ich bin nicht ganz unzufrieden. Es ist mir zwar keine optimale Runde gelungen, hatte mir auch nach dem Trainings mehr erhofft. Aber es ist keine schlechte Ausgangslage."

Oliver Jarvis musste ebenfalls dem Gewicht seines Audi-Jahreswagens Tribut zollen und belegte Rang 13, Mathias Lauda (Mercedes) kam auf Platz 14. Er hatte in Q2 plötzlich Übersteuern und war mehr als enttäuscht, nachdem er im ersten Quali-Abschnitt Sechster war.

Plötzliches Übersteuern bei Winkelhock

Bereits nach dem ersten Qualifying-Abschnitt ausgeschieden ist Susie Stoddart. Der Mercedes-Piloten fehlten gerade einmal drei Hundertstelsekunden, um sich noch für Q2 zu qualifizieren. Sie steht damit auf Startplatz 15. Ebenfalls beendet war das Qualifying früh für die Audi-"Gebrauchtwagen"-Piloten Mike Rockenfeller (16.), Christijan Albers (17.), Markus Winkelhock (18.) und Katherine Legge (19.)

"Es ist schwer, wenn man kein Vertrauen ins Auto hat." Mike Rockenfeller

"Ein bisschen mehr wäre heute schon drin gewesen, aber wir hatten heute Morgen Probleme, nachdem wir gestern eigentlich recht zufrieden waren", sagte Rockenfeller. "Deshalb haben wir noch einmal alles geändert, aber es ist schwer, wenn man kein Vertrauen ins Auto hat."

Winkelhock berichtete, es sei "mehr schlecht als recht" gelaufen: "Ich kam in allen freien Sessions gut zurecht, aber jetzt hatte ich plötzlich Übersteuern. Das Auto hat sich komplett anders angefühlt. Ich weiß auch nicht, warum." Albers sagte, er habe "das Maximum herausgeholt": "Wenn man sich unsere Zeiten ansieht, dann sind wir sehr konstant und ich denke, dass wir morgen ein schönes Rennen erleben."