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Di Resta zweifelt an Frühstart: "Was hat die Rennleitung da gesehen?"

Lokalmatador Paul di Resta als tragischer Held in Brands Hatch: Warum der Langzeit-Leader von einem Frühstart nichts wissen will, obwohl ihn die Beweise überführen

(Motorsport-Total.com) - Paul di Restas Raketenstart von Platz vier an die Spitze, der von der Rennleitung als Frühstart geahndet und mit einer Fünf-Sekunden-Strafe geahndet wurde, sorgt im Fahrerlager für Aufregung. Denn der Schotte zweifelt die Entscheidung von Rennleiter Sven Stoppe klar an.

Start, Brands Hatch

Aston-Martin-Pilot Paul di Resta katapultiert sich in Brands Hatch an die Spitze Zoom

"Ich weiß nicht, was die Rennleitung da gesehen hat, aber ich habe einfach einen sehr guten Start hingekriegt, und die andere Piloten waren langsamer", verteidigt er sich gegenüber 'ran.de'. "Dadurch sieht es extremer aus." Er habe die Wiederholung zwar noch nicht gesehen, dennoch sagt er: "Ich bin sicher, dass ich mich nicht bewegt habe und keinen Frühstart hingelegt habe".

In seiner Meinung fühlt sich di Resta von seinem Team R-Motorsport bestärkt: "Auch das Team ist sicher, dass es kein Frühstart war. Und ich vertraue dem Team." Di Resta, der bis zur 14. Runde in Führung lag, dann aber beim Stopp auch die Zeitstrafe absitzen musste und bis zum Ausfall drei Runden vor Schluss auf Rang neun lag, schließt nicht aus, dass er die Rennleitung wegen der Entscheidung zur Rede stellen wird.

Warum die Strafe korrekt war

"Es ist wirklich dumm, und ich werde mir das ansehen. Und wenn ich danach das Gefühl habe, dass ich ein Wörtchen mit ihnen reden muss, dann werde ich nach oben gehen und das tun. Wenn das Team sich das anschaut und der gleichen Meinung ist wie ich, dann gibt es offensichtlich Beweise für beide Standpunkte."

Florian Kamelger, Paul di Resta

Paul di Resta will nichts von einem Frühstart wissen Zoom

Di Resta und sein Team waren nicht die einzigen, die die Entscheidung zunächst anzweifelten, denn die Wiederholung der Inboard-Aufnahmen schienen den Schotten zu entlasten. Der Routinier reagierte auf das Erlöschen des letzten Rotlichts perfekt und dosierte offensichtlich auch Gas und Kupplung perfekt, um an Loic Duval, Rene Rast und Marco Wittmann vorbeizuschießen.

Video beweist Frühstart

Hat sich die Rennleitung also geirrt? Keinesfalls. Denn jede Startbox ist mit einer Kamera versehen, die genau überwacht, ob sich ein Auto vorzeitig bewegt. Diese Videoaufnahmen liegen 'Motorsport-Total.com' vor. Es zeigt: Als das letzte der fünf roten Lichter angeht, rollt di Resta ganz leicht an, was ausreicht, um überführt zu werden, auch wenn er dadurch nicht einmal einen Vorteil hatte.

Gut möglich, dass das Anrollen auf die Bergab-Start-Ziel-Gerade in Brands Hatch zurückzuführen ist, das die Piloten dazu zwingt, nach dem Handbremsenverbot in dieser Saison bis zuletzt auf der Bremse zu stehen, auch wenn die Hangneigung bei den hinteren Startplätzen größer ist.

TV-Bilder schienen di Resta recht zu geben

Ex-Champion Timo Scheider zeigt Mitleid mit di Resta, weiß aber, dass Rennleiter Stoppe keine andere Wahl hatte. "Wenn man sich bewegt, wenn die Ampel auf rot geht, ist es ein Frühstart - leider Gottes", stellt er gegenüber 'ran.de' klar, auch wenn er den Zwischenfall zunächst auch anders gesehen hatte.

"Ich habe es in der Zeitlupe der Wiederholung des Livebildes nicht gesehen, dass es ein Frühstart war, und auch aus dem Cockpit sah es nicht so aus", gibt Scheider zu. "Es gibt aber für jede Startreihe eine Kamera. Und da sieht man wirklich, ob es eine Bewegung am Rad gibt. Und dadurch war es dann wohl klar, dass es ein Frühstart war."

Wittmann erfuhr von di-Resta-Strafe erst nach Rennen

Auch wenn di Resta am Ende wegen eines Leistungsverlustes sein Auto abstellte und Aston Martin beim Heimspiel mit einem Pünktchen durch Daniel Juncadella vorliebnehmen musste, verschaffte man sich zumindest Respekt für die tolle Show. "Ich muss sagen, dass Paul einen Megastart hingelegt hat", meint Sieger Wittmann. "Und es war für alle schön, dass ein Aston Martin für relativ lange Zeit ein Rennen anführt."

Dass di Resta für seinen Start bestraft wurde, erfuhr der BMW-Pilot erst nach dem Rennen. "Ich habe das nicht gewusst und erst später von Rene Rast erfahren", offenbart Wittmann. "Selbst nach dem dem Boxenstopp haben ich nichts von seiner Strafe gewusst. Woher sollen wir das auch wissen, denn niemand darf dir was sagen", verweist er auf das Funkverbot.

Am Ende gibt auch di Resta trotz allen Frusts zu, dass das erste Heimrennen auch seine positiven Aspekte hatte. "Es war toll, 14 Runden lang mit einem Aston Martin vor meinen britischen Landsleuten in Führung zu liegen."

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