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  • 04.06.2015 · 08:24

  • von Stefan Ziegler

Aufrecht: "Ab der DTM-Saison 2018 fahren wir in Amerika"

DTM-Serienchef Hans-Werner Aufrecht hält die "US-DTM" nicht für tot, sondern will zur DTM-Saison 2018 zum Beispiel mit Ford und GM richtig durchstarten

(Motorsport-Total.com) - Was ist eigentlich aus der Idee einer "US-DTM" geworden? Das fragen sich Fans und Experten gleichermaßen. Denn in den vergangenen Wochen und Monaten ist es mächtig still geworden um das Vorhaben, in Nordamerika eine Rennserie nach DTM-Vorbild entstehen zu lassen. Das Interesse an einem solchen Projekt hielt sich bei den US-Herstellern in Grenzen. Inzwischen ist es offenbar anders.

US-Flagge in Austin

Ob die DTM in der Saison 2018 in Amerika landet? Hans-Werner Aufrecht glaubt daran Zoom

DTM-Serienchef Hans-Werner Aufrecht zeigt sich jedenfalls zuversichtlich. Im Gespräch mit 'Spox' sagt er: "Es ist keine Hängepartie. Ab der Saison 2018 werden wir in Amerika fahren. Für uns und die japanischen Kollegen ist es eine Voraussetzung, dass ein amerikanischer Hersteller dabei ist. Die Verhandlungen laufen gut. Aktuell sind General Motors und Ford die Favoriten für einen Einstieg."

Aus seiner Sicht sei nachvollziehbar, weshalb bisher nicht viel in einen nordamerikanischen Ableger der DTM investiert worden sei. "Das Handicap", sagt Aufrecht, "ist aktuell die Laufzeit der deutschen Achtzylindermotoren." Die werden bis Ende 2016 genutzt. "Danach", so Aufrecht weiter, "sind wir in der Lage, das Projekt umzusetzen. Dass unsere amerikanischen Freunde den Start (der Rennserie; Anm. d. Red.) so lange zurückgeschoben haben, bis wir so weit sind, ist für mich selbstverständlich."

Erst vor wenigen Wochen hatten ITR (Deutschland), GTA (Japan) und IMSA (USA) weitere Elemente des ab 2017 angestrebten gemeinsamen Reglements beschlossen (alle Hintergründe!). Unter anderem wurde dabei das Zweiliter-Turbomotoren-Format endgültig fixiert. Zumindest Asien und Europa sollen im nächsten Schritt bereits 2017 in Japan erstmals auf der Strecke gegeneinander antreten, ehe 2018 das "Rückspiel" in Europa erfolgen soll. Wie genau diese Aufeinandertreffen aussehen sollen, ist noch offen.