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Auer von Wittmann in letzter Runde überholt: "Ein beschissener Fehler"

Marco Wittmann hat sich in der letzten Runde des Sonntagsrennens der DTM in Imola mit einem beherzten Manöver auf das Podium geschoben - Lucas Auer ist sauer

(Motorsport-Total.com) - "Man lässt sich in der letzten Runde nicht überholen", sagt Lucas Auer nach dem zweiten DTM-Rennen im italienischen Imola gegenüber 'ProSieben'. Der Österreicher verpasste ein sicher geglaubtes Podium am Sonntag in allerletzter Sekunde, da Marco Wittmann den Winward-Mercedes-Piloten auf der letzten Runde mit einem knackigen Überholmanöver auf der Außenbahn noch auf Platz vier verbannte.

Lucas Auer vor Marko Wittmann in Imola bei der DTM 2022

Lucas Auer übt nach der letzten Runde in Imola Selbstkritik Zoom

"Ich habe einen beschissenen Fehler gemacht in der ersten Schikane", beschreibt Auer die entscheidende Situation in der Verlängerung des Rennens, das aufgrund einer Gelbphase drei Runden länger als geplant ging.

"Der BMW ist beim Topspeed stark und er setzte sich neben mich. Crashen wollte ich auch nicht, aber es ist unmöglich, in der letzten Runde überholt zu werden. Normalweise kracht es, aber sich von außen überholen zu lassen, ist ein No-Go!"

Wittmann: Nach Auer-Fehler "all-in gegangen"

Wittmann, der sich in seinem Walkenhorst-BMW sein erstes Podium in der DTM-Saison 2022 sicherte, spricht von einem "chaotischen Rennen" in Imola. Der Deutsche hatte zu Beginn des Laufes mit Problemen zu kämpfen, als er beim Start eine Position gegen Maro Engel verlor und auch beim Boxenstopp wichtige Zehntel liegen ließ. Der gebührte Fürther schlug aber zurück!

Der Re-Start nach der Safety-Car-Phase war der Wendepunkt für Wittmann: "Die Piloten um mich herum hatten Schwierigkeiten oder sogar Reifenschäden. Ich habe also einige Positionen gut gemacht und lag dann hinter Lucas. Wir hatten das schnellere Auto, aber es ist schwierig, in Imola zu überholen, wenn man keinen großen Pace- oder Reifenvorteil hat. Ich habe versucht, Lucas unter Druck zu setzen."


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Der BMW-Pilot zuckte immer wieder heraus, um Auer zu überholen und setzte, typisch für den GT-Sport, mehrmals die Lichthupe ein, um den Österreicher auf Platz drei zu verunsichern. "In Kurve 4 der letzten Runde hat er dann einen kleinen Fehler gemacht", so Wittmann. "Ich habe den Schwung in Kurve 5 mitgenommen und bin dann 'all-in' gegangen. Das war ein tolles Gefühl." Der Walkenhorst-Pilot lobt Auer für seine faire Fahrweise, obwohl es um Platz drei ging.

Auer nach enormer Anspannung und Hitze "selten so fertig"

Auer, der nach dem Imola-Wochenende auf Platz vier der Gesamtwertung liegt, ärgert sich sehr und geht sehr selbstkritisch mit sich ins Gericht. Dennoch hat er das große Ganze im Blick.

"Ich bin Vierter und die Punkte habe ich. Man muss fairerweise sagen, dass wir am Wochenende schlecht waren, aber wegen des Re-Starts war es trotzdem gut", verweist er auf die Tatsache, dass viele Piloten vor ihm Schwierigkeiten hatten, die Ampel zu sehen.

Außerdem hat dem Österreicher die Hitze in Italien massiv zugesetzt. Am Sonntag wurden Temperaturen über 30 Grad gemessen, weshalb es in den Autos schnell über 60 Grad heiß wurde: "Ich habe so viel Wasser verloren, weil es so warm war und Marco war jede Runde gefühlt eine Sekunde schneller als ich. Ein Fehler ist einer zu viel, wie man in der letzten Runde gesehen hat. Das war eine Menge Anspannung, ich war selten so fertig."

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