AMG präsentiert sechs DTM-Boliden für 2023: Ex-Champion Götz ohne Cockpit

Mercedes-AMG präsentiert das DTM-Aufgebot für die Saison 2023: Wer in den sechs Boliden sitzt, wie sich Landgraf aufstellt und wie sich der finanzielle Support ändert

(Motorsport-Total.com) - Einen Tag nach der ADAC-Bekanntgabe der 13 DTM-Teams für die Saison 2023 hat Mercedes-AMG als erster Hersteller sein DTM-Programm präsentiert: Die drei Teams Winward, HRT und Neuankömmling Landgraf setzen jeweils zwei Mercedes-AMG GT3 ein, wodurch sechs statt im Vorjahr acht Boliden am Start sind. Auffällig ist, dass Ex-Champion Maximilian Götz nicht mehr Teil des Fahreraufgebots ist.

Titel-Bild zur News: Maximilian Götz

2021 war er noch DTM-Meister mit AMG, 2023 ist Götz nicht mehr Teil des Aufgebots Zoom

Denn Mercedes-AMG teilt die drei sogenannten Performance-Fahrer Lucas Auer, Luca Stolz und Maro Engel auf die Teams Winward, HRT und Landgraf auf, im zweiten Cockpit sitzt jeweils ein Pilot mit Juniorenstatus. Performance-Fahrer Götz, der im Vorjahr wie Auer für Winward startete und als Titelverteidiger eine schwierige Saison erlebte, wurde nicht berücksichtigt.

Während das aktuelle ADAC-GT-Masters-Meisterteam Landgraf den Sprung in die DTM schafft und die abgewanderte GruppeM-Truppe ersetzt, ist auch das Mücke-Team nicht mehr am Start, nachdem das Projekt mit Paravan und Robert Wickens nicht zustande kam.

Schumacher fährt zweite Saison, Owega bei Landgraf

Auf welche Junioren die Teams setzen? Bei Winward geht der 21-jährige David Schumacher an der Seite von Vizemeister Auer, der sich von seinem Daytona-Crash erholt, in seine zweite DTM-Saison und erfüllt damit seinen Zweijahresvertrag.

Beim Team von Hubert Haupt darf der 25-jährige Inder Arjun Maini ein weiteres Mal von Stolz lernen, insgesamt ist es bereits seine dritte DTM-Saison. Und bei Landgraf erlebt der 20-jährige Kölner Jusuf Owega - 2022 im Land-Audi im ADAC GT Masters im Einsatz - seine DTM-Premiere und wird Teamkollege von Routinier Engel. Er war beim Young-Driver-Test der Mercedes-AMG-Teams in Barcelona im Einsatz.

Profi Raffaele Marciello, der zu den schnellsten Mercedes-AMG-Piloten zählt, im Vorjahr mit Landgraf im ADAC GT-Masters den Titel holte und 2024 zu Lamborghini wechselt, ist nicht Teil des DTM-Aufgebots.

"Die Nachwuchsfahrer können bei den Profis lernen"

"Die Zusammensetzung pro Team mit einem Routinier und einem jungen Fahrer ist aus unserer Sicht eine sehr gute Geschichte, weil wir sagen, dass die Nachwuchsfahrer bei den Profis entsprechend lernen", erklärt Thomas Jäger, DTM-Sportdirektor von Mercedes-AMG, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' das Konzept.

"Das ist denke ich ein sehr gutes Konzept, um die Leute im ersten, zweiten oder dritten Jahr - wie bei Maini - an die Spitze und an das Profiniveau heranzuführen. Um dann zu sehen, ob sie auf dem Level performen können und 2024 den Sprung als fester AMG-Performance-Fahrer schaffen."

Jusuf Owega

Neues DTM-Gesicht: Der 20-jährige Jusuf Owega startet 2023 für Landgraf Zoom

Der Plan von Winward, in der DTM ein drittes Auto einzusetzen, ließ sich übrigens nicht verwirklichen: Für dieses Auto war laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' Ex-Attempto-Youngster Marius Zug vorgesehen, der auch beim Engstler-Team Kandidat war.

Doch am Ende entschied man sich, Zug in ersten Mercedes-AMG-Jahr nicht in der DTM zum Einsatz zu bringen. Er soll stattdessen für Winward die GT-World-Challenge Europe bestreiten.

Rund 200.000 Euro, aber nur ein Auto pro Team

Wie Mercedes-AMG seine DTM-Teams 2023 unterstützt? Der Support wurde laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' nach Ende der Zweijahresverträge mit den Teams etwas reduziert. Denn bislang wurden abgesehen von der Basisunterstützung mit Datenaustausch und Ingenieur bei HRT und bei Winward je zwei Boliden auch finanziell mit etwas mehr als 200.000 Euro pro Auto unterstützt.

Abgesehen davon erhielten die Teams auch die Boliden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die finanzielle Unterstützung bleibt zwar pro Auto weiterhin in einem ähnlichen Bereich, sie wird aber 2023 von Mercedes-AMG auf nur ein Auto pro Team verringert. Dieses Modell wird auch bei Neueinsteiger Landgraf angewendet.

DTM-Leiter Jäger: "Total happy mit diesem Programm"

Zur Einschätzung: Auch wenn zum Beispiel das neue BMW-Team Project 1 laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' für zwei Autos eine knappe Million Euro Unterstützung erhält, ist der Support pro Auto mit Mercedes-AMG durchaus vergleichbar, denn die BMW-Teams erhalten die Fahrzeuge nicht gratis, sondern über ein Leasing-Modell.

Jäger zeigt sich zufrieden mit dem Aufgebot, zumal sich Mercedes-AMG weiterhin klar zum Kundensport und zum GT-Programm bekennt. "Wenn man uns mit anderen Herstellern vergleicht, dann sind wir sehr gut vertreten mit sehr professionellen, erfolgreichen Teams - auch jetzt mit Landgraf, die im GT-Masters sehr erfolgreich waren", freut sich der DTM-Sportdirektor auf die Truppe von Klaus Landgraf aus Gensingen in Rheinland-Pfalz.

"Auch die Kombination mit Routinier und Nachwuchsfahrer macht total Sinn. Wir sind total happy mit diesem Programm", lautet Jägers Fazit.

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