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AF-Corse-Pilot Fraga hadert mit Pech: "Weiß nicht, was ich sagen soll"

Sechs Rennen, einmal in den Punkterängen: Wie die aktuelle Pechsträhne in der DTM AF-Corse-Pilot Felipe Fraga zusetzt und wie er den Crash am Sonntag erlebte

(Motorsport-Total.com) - Was für ein bitteres Wochenende für AF-Corse-Ferrari-Pilot Felipe Fraga: Der Brasilianer holte beim Ferrari-Heimspiel in Imola statt dem angepeilten Sieg nur zwei Punkte für den zweiten Startplatz am Sonntag, wodurch der zweite Platz in Portimao nach bisher sechs Saisonrennen seine einzige Zielankunft in den Punkterängen bleibt.

Felipe Fraga

Bis zum Re-Start sah Felipe Fraga wie ein absoluter Siegkandidat in Imola aus Zoom

"Es ist lange her, dass ich so eine Serie von Problemen hatte", schreibt der frustrierte Fraga, der eigentlich dieses Jahr um den Titel fahren wollte, auf 'Instagram'. "Ich weiß nicht mal, wie ich das nennen soll."

Fraga, der von Imola direkt in die USA reiste, wo er sich bei seinem Riley-LMP3-Einsatz in der IMSA-Sportscar-Championship in Watkins Glen von der DTM ablenken kann, ist nach der bisherigen Saison ratlos: "Ich schlage mich gut, das Team schlägt sich gut, aber es läuft einfach nicht für uns."

Frust pur bei Fraga am Samstag: "Jetzt sind wir nirgends"

Man werde "trotzdem weiterarbeiten und es stehen ja noch ein paar Rennen bevor, aber aktuell ist es sehr hart", sagt er mit Blick auf die Meisterschaft. Denn Fraga hält aktuell als Elfter bei 22 Punkten, während DTM-Leader Sheldon van der Linde schon 80 Zähler auf seinem Konto hat. Dabei wollte Fraga eigentlich beim Ferrari-Heimrennen, bei dem er nach dem Lausitzring-Feuer ein neues Auto erhielt, seine Aufholjagd in der Meisterschaft starten.

Doch dann gab es beim in Piacenza neu aufgebauten 488 GT3 Evo ein Problem mit der Servolenkung - und auch die Balance of Performance erwies sich am Samstag als ungünstig für den Ferrari. "Was für ein furchtbares Wochenende", klagte Fraga nach Startplatz 24 und einen Rennen ohne Chance auf Punkte, nachdem er an der Box aufgegeben hatte.

Felipe Fraga

Felipe Fraga macht kaum Fehler, wird aber trotzdem vom Pech verfolgt Zoom

"Wir haben keine Pace und hatten sowohl beim Rennen als auch im Qualifying Probleme", verwies er auf den BoP-Nachteil und die Servolenkung, obwohl er mit dem Auto an sich zufrieden war. "Es ist unglaublich frustrierend, denn wir hatten in Portugal und auf dem Lausitzring das Potenzial, zu kämpfen. Jetzt sind wir nirgends, und ich fühle mich schlecht."

BoP-Änderungen brachten vermeintliche Wende

Nachdem man beim Ferrari schon vor dem Samstagsrennen 25 Kilogramm ausladen durfte, wurde das Auto am Sonntagmorgen dank einer neuen Balance of Performance (BoP) noch einmal um fünf Kilogramm leichter, während bei Lamborghini und Audi 25 Kilogramm zusätzlich ins Auto eingeladen werden musste.

Und so zeigte sich am Sonntag ein völlig neues Bild: Fraga, dessen Problem mit der Servolenkung ebenfalls gelöst war, wurde Zweiter im Qualifying - und übernahm nach der ersten Runde von Abt-Audi-Pole-Setter Ricardo Feller die Führung.

"Ich habe am Anfang richtig hart gepusht, um Feller zu überholen - und ich denke, dass er einen niedrigen Luftdruck hatte, um lang draußen zu bleiben, während ich auf einen frühen Stopp setzte und alles probierte", sagt Fraga, der Feller nach dessen Fehler in der Zielkurve überholte. Doch dann kam die Safety-Car-Phase und der vorgezogene Boxenstopp, bei dem sich Fraga noch gegen Feller behauptete, ehe der Schweizer beim Re-Start besser beschleunigte.

Fraga und die Re-Starts: "Beide Male hat es mich getroffen"

Es kam aber noch dicker: Fraga kollidierte in der Tamburello-Schikane mit AMG-Mercedes-Pilot Lucas Auer, wodurch sein rechter Hinterreifen kaputtging - und das Rennen erneut vorzeitig zu Ende war. "Ich wurde von hinten getroffen", so Fraga, der laut eigenen Angaben erst als Folge der Berührung von hinten - es kann sich nur um Marco Wittmann gehandelt haben - mit Auers Auto zusammenkrachte.


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Erinnerungen an das erste Portimao-Rennen wurden wach, als dem Brasilianer beim Re-Start als Folge einer Kettenreaktion Rene Rast ins Auto gekracht war. "Diese Re-Starts sind ein großes Chaos", sagt er. "Es ist schlimm, denn beide Male, als es zu einem Re-Start kam, wurde ich von hinten getroffen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es ist wirklich enttäuschend."

Fraga hadert mit dem Schicksal. "Das Auto war das ganze Wochenende lang gut, aber wir hatten Probleme", sagt er. Und als die Probleme mit der Lenkung am Sonntag gelöst waren, "ist etwas im Rennen passiert". Wie es nun weitergeht? "Wir werden uns jetzt einfach auf das nächste Rennen konzentrieren und sehen, ob wir auf dem Norisring etwas erreichen können", so der ernüchterte Brasilianer. "Ich hoffe, dass ich mit diesem schönen Auto bald ganz oben auf dem Podest stehen kann."

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