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  • 06.07.2014 18:06

Zanardi absolviert Dolomiten-Marathon mit dem Handbike

Alessandro Zanardi meistert auf dem Handbike die Heruasforderung Dolomiten-Marathon: 138 Kilometer und 4.190 Höhenmeter in 7:52 Stunden

(Motorsport-Total.com) - Einmal mehr hat sich Alessandro Zanardi einer großen Herausforderung gestellt und sie mit einem beeindruckenden Ergebnis gemeistert: Am Sonntag war der BMW-Markenbotschafter auf seinem Handbike, mit dem er 2012 bei den Paralympischen Spielen in London zwei Goldmedaillen gewonnen hatte, beim traditionsreichen "Maratona Dles Dolomites" am Start. Zum 28. Mal gingen Ausdauersportler aus aller Welt mit ihren Rennrädern auf die Reise über einige der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Dolomitenpässe.

Alessandro Zanardi

Alessandro Zanardi fuhr auf dem Handbike durch die Alpen Zoom

Als einer von knapp 10.000 Teilnehmern startete Zanardi, der 2001 bei einem Rennunfall beide Beine verloren hatte, in La Villa und erklomm mit seinem Handbike auf einer Gesamtstrecke von 138 Kilometern nicht weniger als acht Dolomitenpässe. Auf der längsten von drei möglichen Streckenvarianten bewältigte Zanardi allein mit der Kraft seiner Arme 4.190 Höhenmeter und rollte nach 7:52 Stunden erschöpft, aber glücklich in Corvara ins Ziel.

"Was für ein fantastischer Tag. Es geht weniger um das, was ich getan habe, sondern wovon ich ein Teil war. Bei diesem Event dabei zu sein ist ein einmaliges Erlebnis, das man sich im Kalender anstreichen muss", meint Zanardi, der 2014 mit dem BMW Z4 GT3 in der Blancpain-Sprint-Serie seine Comeback-Saison im Motorsport bestreitet, nach der Zieleinfahrt. "Es war sehr hart, aber der Plan von meinem Trainer Francesco ist exakt aufgegangen. Im vergangenen Jahr habe ich die mittlere Strecke gefahren und war im Ziel dennoch völlig platt. Heute bin ich nicht gerade ausgeruht, aber im Verhältnis zu dem, was hinter mir liegt, ganz okay."


Alessandro Zanardi beim Dolomiten-Marathon

"Das, was heute passiert ist, ist mehr als je ein Mann ohne Beine geleistet hat. Mit Leidenschaft kann man sehr viel erreichen. Vielen Dank an meinen Trainer, der mir akribisch dabei geholfen hat, mich zu verbessern und meine begrenzten Ressourcen einzuteilen", sagt der Italiener. "Ich möchte auch BMW dafür danken, dass ich das Rennen in Zandvoort auslassen durfte - und für ein fantastisches Auto, das ich in der Slowakei wieder mit großer Freude fahren werde. Außerdem war es heute großartig, dass unsere Charity 'bimbingamba' viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen."

Nach diesem persönlichen Triumph strebt Zanardi im Jahresverlauf weitere Erfolge im Cockpit seines BMW Z4 GT3 an. Das nächste Rennwochenende der Blancpain-Sprint-Series, das der BMW-Werksfahrer mit dem speziell für seine Bedürfnisse umgebauten Fahrzeug bestreitet, steht am 23./24. August auf dem Slovakiaring nahe der slowakischen Hauptstadt Bratislava auf dem Programm.

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