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VW Golf (2020): Jetzt sind fünf Benziner- und zwei Diesel-Versionen bestellbar

Der neue Golf startete im Dezember 2019. Sieben Monate später sind immer noch nicht alle Motoren bestellbar, auch zahlreiche Derivate fehlen noch

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der Golf VIII hatte Marktstart am 6. Dezember 2019, also vor ziemlich genau sieben Monaten. Zeit, einmal nachzusehen, welche Versionen nun bestellbar sind und welche noch fehlen. In diesem Artikel bringen wir Sie auch in Sachen Preise auf den neuesten Stand.

VW Golf (2020)

VW Golf 8 (2019) Zoom

Wegen der ab 1. Juli gesenkten Mehrwertsteuer von nun 16 statt 19 Prozent ist es interessant, ob VW diesen Vorteil an die Kunden weiterreicht. Die aktuelle Preisliste von der VW-Website hat einen Stand vom 2. Juli, die neue Mehrwertsteuer ist also wohl schon berücksichtigt.

Zum Marktstart gab es den Golf nur mit zwei Versionen des 1.5 TSI (130 und 150 PS) sowie zwei PS-Stufen des 2.0 TDI (115 und 150 PS), davon die stärkere Dieselversion mit DSG. Inzwischen hat sich das Motorenangebot deutlich erweitert:

Golf
1.0 TSI 90 PS: 19.881 Euro
1.0 TSI 110 PS: 22.050 Euro
2.0 TDI 115 PS: 25.374 Euro

Life
1.0 TSI 110 PS: 24.316 Euro
1.5 TSI 130 PS: 26.037 Euro
1.5 TSI 150 PS: 27.031 Euro
1.5 eTSI 150 PS DSG: 29.687 Euro
2.0 TDI 115 PS: 27.640 Euro
2.0 TDI 150 PS DSG: 32.207 Euro

Style
1.5 TSI 130 PS: 28.254 Euro
1.5 TSI 150 PS: 29.249 Euro
1.5 eTSI 150 PS DSG: 31.905 Euro
2.0 TDI 150 PS DSG: 34.425 Euro

R-Line
1.5 TSI 130 PS: 29.580 Euro
1.5 TSI 150 PS: 30.574 Euro
1.5 eTSI 150 PS DSG: 33.231 Euro
2.0 TDI 150 PS DSG: 35.750 Euro

Hinzu kamen der 1.0 TSI in zwei PS-Stufen sowie die 48-Volt-Mildhybridvariante 1.5 eTSI. Während es anfangs ausschließlich die Ausstattung Life gab, sind nun vier Versionen bestellbar.

VW Golf (2020)

Mildhybrid-Antriebskomponenten des Golf 1.5 eTSI Zoom

Was die Preise angeht, so hat VW die Preise tatsächlich gegenüber der Preisliste vom 4. Juni gesenkt, beim Basismodell von 19.995 auf (gerundete) 19.881 Euro, bei der Topversion von 36.525 auf 35.750 Euro.

Amortisiert sich die MHEV-Technik im Golf 1.5 eTSI?

Die Mildhybridversion kostet 2.656 Euro mehr als die gleich starke Version ohne MHEV-Technik. Abziehen muss man allerdings den Preis des Siebengang-DSG-Getriebes. Dieses kostete beim alten Golf rund 2.000 Euro Aufpreis. Der Aufpreis für die Mildhybrid-Technik dürfte also bei rund 650 Euro liegen.

Amortisiert sich das, wenn man den geringeren Verbrauch (4,6 statt 4,8 Liter) gegenrechnet? Bei einem Spritpreis von 1,24 Euro (Super E10, laut ADAC) spart man etwa 25 Cent pro 100 Kilometer. Dann amortisiert sich die Mehrausgabe erst nach 260.000 Kilometern. Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometer würde der Break-even erst nach 17 Jahren erreicht. Die Mehrausgabe lohnt sich rein ökonomisch gesehen also nicht.

VW Golf (2020)

VW Golf (2020) Zoom

Noch eine Bemerkung zum Golf 1.5 eTSI: Unser Kollege Fabio Gemelli fuhr den Wagen kürzlich auf seiner Verbrauchstest-Standardstrecke und benötigte nur 4,15 Liter pro 100 Kilometer. Damit war das Auto etwas schlechter als der alte Golf 1.0 TSI (4,00 Liter) und dem Spritsparkönig dieser Kategorie, dem alten Opel Astra 1.0 (4,05 Liter). Schlechter waren der Mazda 3 mit Mildhybrid-Benziner (4,30 Liter), der Honda Civic 1.5 Turbo (4,45 Liter) und der Mercedes A 200 (4,70 Liter).

Welche Versionen fehlen noch?

Zahlreiche Motorisierungen sind noch nicht bestellbar. Das betrifft die beiden Plug-in-Hybrid-Varianten (eHybrid mit 204 und GTE 245 PS), den Golf GTI und den Golf GTD, die alle bereits vorgestellt wurden. Es betrifft auch den noch nicht präsentierten Golf R, der kürzlich fast ungetarnt fotografiert wurde. Auch Erlkönige des GTI TCR wurden bereits öfter erwischt. 

Außerdem wird noch ein Golf 1.0 eTSI erwartet und eine Erdgasversion. In puncto Karosserieversionen fehlen auch noch einige Derivate. Einen Variant soll es wieder geben, er wurde bereits öfter als Erlkönig gesichtet. Auf den Golf Sportsvan will VW dagegen verzichten, genauso wie auf einen e-Golf (der durch den ID.3 ersetzt wird).

Auf dem Golf basiert auch der Caddy, dessen neue Version zwar vorgestellt wurde, aber noch nicht bestellbar ist. Der derzeit angebotene Touran II basiert noch auf dem Golf VII; ob es eine neue Generation geben wird, ist nicht bekannt. Kompaktvans sind derzeit wenig beliebt, aber der Touran verkaufte sich im Jahr 2019 fast 40.000 Mal und damit besser als der Caddy oder der T-Cross. Die allermeisten der genannten Versionen dürften noch 2020 auf den Markt kommen.

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