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Keine Überraschung: A1GP sagt Auftaktrennen ab

Jetzt ist es amtlich: Die A1GP musste ihren geplanten Saisonauftakt in Surfers Paradise absagen - Tony Teixeria betont: Die Rennserie sei deswegen nicht am Ende

(Motorsport-Total.com) - Eine große Überraschung ist es nicht: Die Formelserie A1GP hat ihr Eröffnungsrennen in Surfers Paradise abgesagt. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten und Schulden bei Motorenlieferant Ferrari und Logistikpartner Delivered on Time war es dem selbst ernannten Weltcup des Motorsports nicht möglich, seine Autos fristgerecht nach Australien zu schicken, um das Rennen auszutragen.

Neel JaniKyalami, Kyalami Grand Prix Circuit

Das A1GP-Auftaktrennen zur Saison 2009/10 ist abgesagt worden Zoom

Zerknirscht musste Serienboss Tony Teixeira vor die Presse treten: "Ich möchte mich bei allen betroffenen Leuten für diese bedauerliche, aber unvermeidbare Entscheidung entschuldigen. Die Regierung von Queensland und Veranstalter Gold Coast Motor Events Co. waren mit uns in den vergangenen Wochen sehr geduldig und haben uns sehr unterstützt."#w1#

"Wir wissen, dass sich die australischen Motorsportfans sehr für diese Veranstaltung eingesetzt haben und uns immer mit offenen Armen willkommen geheißen haben. Auch bei ihnen muss ich mich entschuldigen, weil wir ihnen eine Show bieten wollten, die sie nie vergessen würden." Parallel dazu kommen auf Teixeira Entschädigungskosten für die Veranstalter in Down Under zu, die fest mit einem Auftritt der Serie geplant hatte.

Nach dem kurzen Intermezzo der IndyCars in Surfers Paradise war die beliebte legendäre australische Rennstrecke ein großer Coup für die A1GP. Die Streichung des Auftakts verstärkt die Gerüchte, wonach die Serie am Ende sei. Nicht nur bei Motorenpartner Ferrari steht die A1GP in der Kreide, auch Logistikpartner Delivered on Time wartet auf ausstehende Zahlungen - ein Grund, warum die Autos nicht fristgerecht nach Australien verschickt werden konnten.

Die Pleite von A1GP Operations rächt sich bitter

Zwar sei dieses Problem durch den neuen Deal mit Sportvermarkter IMG lösbar gewesen, aber durch die Pleite der operativen Teilfirma A1GP Operations mit Sitz in Großbritannien sei der Zugang zu den Autos und die Zahlungsfähigkeit an die Lieferanten erschwert worden.

"Die Rennserie befand sich in einem Rennen gegen die Zeit, ihre Autos vor Ablauf der Deadline von Großbritannien aus nach Australien zu schicken. Die Macher der Serie haben nie gezweifelt, dass dies möglich sei, aber heute waren wir zur Einsicht gezwungen, dass es nicht zu schaffen ist", erklärte der enttäuschte Serienboss. "Der Sommer, als unsere Technik für das erste Rennen 2009/10 weiterentwickelt werden sollte, hat sich zu einem sehr frustrierenden Zeitabschnitt verwandelt."

Allerdings besteht Teixeira darauf, dass dies nicht automatisch bedeute, dass die komplette Rennserie vor dem Aus stehe, und betont, nach wie vor 19 Rennteams auf seiner Seite zu wissen. "Momentan haben wir 19 Teams, die bereit waren, in Australien zu fahren. Ich weiß, dass sie weiterhin Teil unserer einzigartigen Rennserie bleiben möchten."

Bis zum "zweiten" Saisonlauf im chinesischen Zhuhai hat die A1GP nun drei Wochen Zeit, ihre Probleme zu lösen. Der A1GP-Macher gibt sich kämpferisch: "Es mag ein Tiefschlag für die A1GP sein, aber ich wehre mich gegen Gerüchte, dass wir am Ende seien. Wir haben vier spannende Saisons hinter uns, welche gezeigt haben, dass wir in der Lage sind, den Sport richtig zu forcieren, und wir sollten aus dem, was wir bis heute erzielt haben, neue Stärke ziehen. Ich tue alles, um gemeinsam mit einigen sehr loyalen Leuten einen Weg nach vorn zu finden."

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