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Timo Bernhard: WEC braucht schnelle und "sexy Autos"

Nach dem Ausstieg des LMP1-Werksteams von Porsche muss sich die Langstrecken-WM neu aufstellen: Die Prototypen als "schnelle Schocker"

(Motorsport-Total.com) - Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht nach dem Abschied der LMP1-Werksmannschaft von Porsche vor einer Übergangsphase. In der Supersaison 2018/19 wird Hersteller Toyota in der Topklasse gegen einige LMP1-Privatmannschaften antreten. Der Wechsel zu einem Winterkalender mit jeweiligen Saisonfinale in Le Mans wird vollzogen. Gleichzeitig arbeiten die Verantwortlichen am Reglement 2020, auf dessen Grundlage neue Hersteller einsteigen sollen.

Weng Sun Mok, Keita Sawa, Matt Griffin

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"Man braucht mehr Autos, mehr Teams, mehr Hersteller. Das ist einfach gesagt. Wichtig ist, dass die Serie Autos hat, die schnell und sexy sind", beschreibt Timo Bernhard, der seine LMP1-Karriere mit Porsche in diesem Jahr mit dem Gewinn der 24 Stunden von Le Mans krönen konnte. Der erfahrene Saarpfälzer wird bei den Stuttgartern unter Vertrag bleiben und in der kommenden Rennsaison zahlreiche Kämpfe im 911er ausfechten.

"Ich habe einige Freunde und Bekannte, die sich nicht unbedingt so stark für Motorsport interessieren. Die waren vor zwei Jahren am Nürburgring und schwer begeistert von der Serie. Es war für jeden etwas dabei", sagt Bernhard. "Verschiedene Sounds, ganz unterschiedliche Autos und alle sichtbar am Limit. Für viele war es ein ganz neues Erlebnis, einen Ferrari zu erkennen - die Marke steht schließlich für schnelle Autos - und dann fliegt da ein LMP wie irre dran vorbei. Jede Runde passiert etwas. Das ist spektakulär und toll."


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Die Mischung soll in ähnlicher Form erhalten bleiben. Fraglich ist derzeit, ob das zukünftige Reglement derart hochtechnologische Fahrzeuge in der Topkategorie zulassen wird. Derzeit wird über verschiedene Konzepte nachgedacht: Prototypen nach dem Vorbild der amerikanischen DPi, oder ähnlich der früheren GTP-Fahrzeuge. "Ich würde mir wünschen, dass die Serie sichtbarer wird. Über den normalem Motorsport-Tellerrand hinaus. Das hat man abseits von Le Mans nicht immer. Leider", sagt Timo Bernhard.

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