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Ex-Formel-1-Tester: LMP1-Klasse steht vor dem Aus

Laut Ex-Formel-1-Testpilot Sam Bird steht es nicht gut um die LMP1-Kategorie in der WEC - Deshalb solle der Fokus auf die GT-Kategorien gelegt werden

(Motorsport-Total.com) - Sam Bird sorgt sich um die LMP1-Kategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und glaubt an ein mögliches Aus. Deshalb solle sich die Rennserie auf die GT-Kategorien konzentrieren, die sowohl in der WEC als auch in Le Mans den Fans tollen Motorsport bieten würden. Er wünscht sich, dass in Zukunft wieder ein GT-Fahrzeug die 24 Stunden von Le Mans gewinnt.

Start, Fuji

Wie lange wird in der WEC noch die LMP1-Klasse das Zugpferd sein? Zoom

"Die LMP1-Kategorie macht mir große Sorgen", sagt Bird gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Sie ist noch nicht gestorben und ich hoffe, dass es niemals passieren wird. Aktuell sieht die Entwicklung aber nicht gesund aus." Sollte die LMP1-Klasse ausradiert werden, würden nur noch die LMP2- und die GT-Klassen übrig bleiben.

"Die LMP2-Kategorie ist wirklich toll und es hat viel Spaß gemacht, diese Auto zu fahren", so Bird. "Wollen wir aber wirklich ein LMP2-Auto mit einem Gentleman-Fahrer an der Spitze von Le Mans sehen?" Bird will, dass GT-Marken wie Aston Martin, Ferrari, Porsche und BMW um den Sieg kämpfen. "Die Fans wollen sicher auch eine Marke oder einen Hersteller in Le Mans siegen sehen." Bird selbst stand in den Jahren 2016 und 2017 für AF Corse in der GTE-Pro-Klasse in Le Mans am Start.


Fotostrecke: WEC 2017: Alle LMP1-Sieger

Außerdem seien für Bird die standardisierten Fahrzeuge in der LMP2-Kategorie ein Dorn im Auge. "Die Fans kommen mit Ferrari-Flaggen zu den Rennstrecken und nicht mit Ligier- oder Oreca-Flaggen. Das ist ein großer Unterschied", stellt Bird klar. Für die Hersteller würden die GT-Kategorien attraktiver sein, als die Prototypen-Klassen, meint Bird. "Die Fans assoziieren die Fahrzeuge sofort mit den Straßenautos." So könnten die Marken ihre Verkäufe ankurbeln. Die Fans würden sich für die Straße Serienfahrzeuge kaufen, die den Rennwagen ähneln.

"Junge Fans können sich mit den Autos identifizieren", sagt Bird. "Die Prototypen haben auch einen gewissen Charme und sind in den Kurven wahnsinnig schnell." Trotzdem wünscht sich Bird, dass in Zukunft wieder ein GT-Auto an der Spitze von Le Mans steht, wie es in den 1990er-Jahren der Fall war. "Wir haben eine Menge Pferdestärken, hohe Geschwindigkeiten und nun auch den nötigen Abtrieb. Die Rundenzeiten sind Phänomenal."

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