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Nicolas Lapierre im LMP2: "So spielt das Leben"

Vor einem Jahr noch den WM-Titel vor Augen, nun mit KCMG in der zweiten Liga unterwegs: Nicolas Lapierre nimmt seinen "Abstieg" gelassen zur Kenntnis

(Motorsport-Total.com) - Nicolas Lapierre hat den Sprung zurück in die WEC-Szene geschafft. Der Franzose wird das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und die 24 Stunden von Le Mans an der Seite von Matt Howson und Richard Bradley im Oreca-Nissan von KCMG bestreiten. Für Lapierre, der 2014 noch mit Toyota auf dem Siegerpodest an der Sarthe gestanden hatte, ist dieser Schritt in die kleinere Prototypenklasse ein Abstieg - allerdings einer, den er mit Fassung trägt.

Nicolas Lapierre

Wird immerhin zwei WEC-Rennen bestreiten dürfen: Toyota-Pilot Nicolas Lapierre Zoom

"Es war die Entscheidung von Toyota, mich zum Ende der vergangenen Saison nicht mehr fahren zu lassen. So spielt das Leben", wird Lapierre von 'endurance-info.com' zitiert. Die Japaner hatten den Franzosen nach einigen vermeintlichen Fahrfehlern aus dem Cockpit verbannt, seine beiden Teamkollegen Sebastien Buemi und Anthony Davidson fuhren anschließend als schnelles Duo zum WM-Titel. Ein Engagement in der japanischen Super-GT-Serie kam für Lapierre ebenso wenig zustande wie eine Verpflichtung seitens Nissan.

"Für mich ist es eine Art Rückkehr nach Hause", meint der 30-Jährige aus Thonon-les-Bains. Hinter den Einsätzen bei KCMG als Ersatz für Porsche-Werksfahrer Nick Tandy steht vor allem Oreca. "Ich bin mit Oreca seit vielen Jahren eng verbunden. Dieser Draht hat immer weiter bestanden. Mein Debüt in Le Mans 2007 war am Steuer eines Saleen, der von der Mannschaft von Hugues de Chaunac eingesetzt wurde."

Insgesamt war Lapierre bereits siebenmal in Le Mans am Start. Sein bestes Ergebnis (Platz drei) realisierte er 2014 mit Toyota. Den noch größeren Erfolg, den Sieg beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, feierte er jedoch 2011 am Steuer eines Peugeot 908 von Oreca. "Nun ist es also LMP2. Ich kenne die Kategorie von meinen Fahrten im Oreca 03. Mit dem neuen Coupe werde ich mich beim Prolog anfreunden können", sagt der ehemalige A1GP-Champion.

"Anschließend fahre ich in Spa, dann gibt es den Testtag in Le Mans und schließlich das Rennen", so Lapierre. "Ich komme in die LMP2-Klasse und will mich dort gut präsentieren. Die Autos sind schön und die Rennen immer hart umkämpft. Natürlich haben die Fahrzeuge weniger Leistung als jene der LMP1-Kategorie, aber ich freue mich dennoch darauf. Wir werden voll auf Sieg gehen." Trotz des KCMG-Engagements und der engen Beziehung zu Oreca steht Lapierre weiterhin bei Toyota (TMG) unter Vertrag.

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