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Mehr als 100 Runden: Erfolgreiches Rollout des Glickenhaus 007

Der erste Test des neuen Glickenhaus 007 in Vallelunga ist gut verlaufen - An zwei Tagen konnten mehr als 100 Runden absolviert werden - Team bestätigt Start in Spa

(Motorsport-Total.com) - In der vergangenen Woche hat die Scuderia Cameron Glickenhaus in Vallelunga (Italien) den ersten Test mit dem brandneuen 007 Le-Mans-Hypercar absolviert. Am Donnerstag und Freitag wechselten sich Romain Dumas und Franck Mailleux am Steuer ab.

Romain Dumas

Der Glickenhaus 007 wurde zwei Tage lang in Vallelunga getestet Zoom

An diesen beiden Tagen wurden mehr als 100 Runden abgespult. Zunächst wurde die Elektronik kalibriert, bevor man am zweiten Tag längere Versuche fahren konnte. Das erste Fazit von diesem Rollout fällt positiv aus, auch wenn es nicht ganz einfach war.

"Am ersten Tag arbeiteten wir an der Software, was wegen der Corona-Situation kompliziert war", sagt James Glickenhaus gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Niemand von Bosch und Xtrac konnte vor Ort sein, weshalb wir Datenverbindungen herstellen mussten."

"Am Freitag sind wir dann gefahren, gefahren und gefahren. Romain hat mir erzählt, dass er bei größeren Herstellern war und sie an zwei Tagen nicht mehr als vier Runden fahren konnten. Wir sind am ersten Tag 20 Runden gefahren und am zweiten ungefähr 100."


Fotos: Glickenhaus 007 LMH in allen Details


Deswegen ist Glickenhaus sehr zufrieden: "Wir konnten alle notwendigen Dinge testen, wie die Kupplung und die Launch Control. Schließlich haben wir auch etwas am Set-up gearbeitet." Ursprünglich hätte das Rollout schon Anfang Februar stattfinden sollen.

Aufgrund der Gesundheitskrise kamen Teile von Zulieferern verzögert an. Dazu kam die neue Zollsituation im Zuge des Brexit. Fest steht mittlerweile auch, dass Glickenhaus beim WEC-Saisonauftakt am 4. April in Portimao (Portugal) nicht dabei sein wird.

Renndebüt soll in Spa stattfinden

Das Team will den 007 erst homologieren, wenn das Fahrzeug gründlich getestet wurde. "Es ist wichtig, dass wir das Auto richtig hinbekommen, damit es gut funktioniert, wenn wir die Rennen starten. Wenn das Auto homologiert ist, gilt das für fünf Jahre", sagt Glickenhaus.

"Ich plane langfristig, vor allem weil nun auch Ferrari angekündigt hat, dass sie 2023 dabei sein wollen. Nichts macht mich glücklicher als die Aussicht, 2023 gegen Ferrari in Le Mans anzutreten. Deswegen möchte ich sichergehen, dass wir das bestmögliche Auto haben."

Als weiteren Fahrplan will der Rennstall Anfang März einen Test in Monza (Italien) absolvieren. Mitte April ist ein Ausdauertest über 30 Stunden im MotorLand Aragon (Spanien) geplant. Anschließend will man in die neue WEC-Saison einsteigen.

Am 1. Mai stehen die 6 Stunden von Spa-Francorchamps auf dem Programm. Der Klassiker in Belgien ist traditionell die Vorbereitung für die 24 Stunden von Le Mans (12./13. Juni). "Wir werden in Spa sein", bestätigt Glickenhaus. "Ich würde sagen, dass wir nach dem 30-Stunden-Test für die Homologation bereit sind."

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