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McLaren will siegen: Wenn Le-Mans-Comeback, dann richtig

McLaren-Boss Zak Brown erneuert das Interesse seines Unternehmens an einem Comeback in Le Mans: "Verlockend wäre für uns der Kampf um den Gesamtsieg"

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans 2018 (16./17. Juni) will der Veranstalter ACO gemeinsam mit dem Automobil-Verband FIA die Eckdaten des Reglements 2020/21 vorstellen. Es gilt als sicher, dass die LMP1-Klasse abgelöst von einer Kategorie mit Autos, die an die ehemaligen GTP-Boliden erinnern. Das Interesse ist groß. Laut FIA-Präsident Jean Todt könnten sich in zwei Jahren bis zu sieben Hersteller um Gesamtsiege in Le Mans und in der WEC bekämpfen.

McLaren

McLaren siegte zuletzt 1995 bei den 24 Stunden von Le Mans Zoom

Neben Toyota, Aston Martin und Ford sitzt auch McLaren seit Monaten bei den Beratungen mit am Tisch. Die Briten wollen ihre Comeback an der Sarthe feiern. Vor allem die geplante Budget-Obergrenze in der Formel 1 könnte entsprechende Ressourcen frei machen. "McLaren hat eine große Geschichte auch in anderen Motorsportserien abseits der Formel 1, zum Beispiel in CanAm, IndyCar oder eben auch in Le Mans", sagt McLaren-Boss Zak Brown.

"Wir nehmen an den Beratungen über das neue Regelwerk der WEC teil, und wir schauen uns ganz genau an, wohin dies führt. Wir sind Fans der Marke Le Mans", so der Amerikaner. Man sei unter anderem auch "Fan der IndyCar-Szene" und habe deswegen Fernando Alonso 2017 in das Indy 500 geschickt. "Weil einfach die Gelegenheit perfekt passte", sagt Brown. "Wenn also in der Formel 1 die Kostendeckelung eingeführt wird, dann setzen wir uns definitiv mit Engagements in anderen Bereichen des Motorsports auseinander."


Fotostrecke: Hypercar-Konzepte für die 24h von Le Mans

"Die Regeln, die als Vorschlag auf dem Tisch liegen, finden wir durchaus anziehend", meint Brown mit Blick auf das LMP1-Nachfolge-Regelwerk. Man blicke nun nicht mehr in Richtung GTE-Kategorie, sondern an die Spitze. "Wir ziehen die neue Topklasse in Betracht - wie auch immer sie heißen wird: GTP, Silhouette oder LMP1. Da sind viele Namen zu hören. Verlockend wäre für uns, dass wir um den Gesamtsieg mitfahren könnten. Das hat für ein Team immer den höchsten Wert."

Das große Zugpferd von McLaren sammelt bereits erste Erfahrungen in der Szene. Fernando Alonso bestreitet die WEC-Saison 2018/19 am Steuer eines Toyota TS050. Er peilt den ersehnten Le-Mans-Sieg an. "Wir wollen Fernando so lange bei uns haben wie er Spaß am Rennsport hat. Wenn er nach seiner Formel-1-Karriere weitermachen möchte und wir in anderen Kategorien vertreten sind, dann würden wir ihn natürlich gern dort in einem unserer Autos sehen", sagt Brown.

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