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  • 04.08.2011 · 12:11

  • von Roman Wittemeier

Langstrecken-WM ab 2012: Tauziehen um Termine

Vor dem Start der Langstrecken-WM 2012 befinden sich Organisatoren und Hersteller in einem Termin-Teufelskreis: Ohne Kalender kein TV-Vertrag

(Motorsport-Total.com) - Endlich haben Le-Mans-Veranstalter ACO und der Automobil-Weltverband FIA das Kriegsbeil begraben. Verbandspräsident Jean Todt und ACO-Boss Jean-Claude Plassart schmiedeten sogleich einen wundervollen Plan: 2012 wird es endlich wieder eine Weltmeisterschaft für Prototypen geben. So groß der Jubel von Teams, Herstellern, Verbänden und Fans auch ist: Es gibt auf dem Weg dorthin auch Probleme.

Sonnenaufgang bei den 24 Stunden von Le Mans 2011

Geht den Verantwortlichen der Langstrecken-WM bald ein Licht auf?

Um die neue große Langstreckenbühne entsprechend nutzen zu können, sind die Hersteller (Porsche kommt 2014, auch Jaguar plant einen LMP1) auf eine gute Medienpräsenz der Serie angewiesen. Das Beispiel der aktuellen GT1-Weltmeisterschaft zeigt, dass dies längst nicht bei allen FIA-Weltmeisterschaften entsprechend gegeben ist. Ein TV-Vertrag für die insgesamt sieben Events inklusive Le Mans muss her.

Doch genau diese Verhandlungen gestalten sich derzeit als äußerst kompliziert. Solange kein Rennkalender für 2012 vorliegt, kann man kaum einen Deal abschließen. Der Kalender lässt aber auf sich warten. Es gibt viele Fragen zu klären: Wo wird man in Japan und China fahren? Welches Rennen in den USA (Sebring oder Petit Le Mans) wird möglicherweise nicht im Rahmen der WM stattfinden können?

Sicher sind bislang nur zwei Termine: Das 24-Stunden-Rennen an der Sarthe wird am zweiten Juniwochenende 2012 stattfinden, der entsprechende Vortest an der Sarthe genau zwei Wochen zuvor. Alle weiteren Bauteile sind in etwa so leicht zu platzieren wie die Puzzelteile eines wolkenlosen Himmels. Die Interessen der großen Hersteller Audi und Peugeot spielen in diesem Rahmen eine wichtige Rolle.

Alle Verantwortlichen wollen Terminkollisionen mit der Formel 1 möglichst vermeiden. Audi ist zudem in der DTM engagiert, will somit auch dort keine Überscheidungen. Peugeot-Sportchef Olivier Quesnel ist gleichzeitig Rennleiter beim Rallyeengagement von PSA-Schwester Citroen. Somit bleiben eigentlich nur noch wenige Lücken für die neue Langstrecken-WM.

"Ein Rennen in den USA, eines in Brasilien, zwei in Europa - am besten Spa-Francorchamps und Silverstone - plus Le Mans, dann jeweils noch eines in Japan und China", so malte Quesnel im Interview mit 'Motorsport-Total.com' seinen Wunschrennplan für 2012. Doch auch dort gehen die Interessen auseinander. Sicher ist: ACO und FIA müssen in Gesprächen mit den Herstellern und Teams dringend eine Lösung präsentieren. Sonst wird es nichts mit dem großen Fernsehvertrag.

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